Graf lehnt Röslers Vorschlag ab

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Rosenheim/Berlin - Streitthema Glücksspiel: MdB Angelika Graf (SPD) hält die Pläne von Philipp Rösler für völlig unzureichend.

Die Rosenheimer Bundestagsabgeordnete Angelika Graf (SPD) hält die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums für eine Novelle der Spielverordnung für völlig unzureichend. „Es reicht nicht, die Geldspielautomaten in der Gastronomie zu reduzieren. Viel wichtiger wäre es, endlich die Geräte zu entschärfen“, so Graf. Die Novelle sehe aber das Gegenteil vor. So will die Bundesregierung laut Graf sogar besonders suchtverstärkende Funktionen der Automaten, das sogenannte Punktespiel und die Autostarttasten, legalisieren. Der Vorschlag für eine personenungebundene, also anonyme, Spielerkarte sei zudem bestenfalls ein Placebo. „Diese Karte kann problemlos an Minderjährige weitergegeben werden und jeder Spieler kann sich eine unbegrenzte Zahl dieser Karten besorgen. Deswegen haben in einer Anhörung des Gesundheitsausschusses auch alle Vertreter der Suchthilfe dieses Modell strikt abgelehnt“, so Graf.

Die SPD fordere eine personengebundene Spielerkarte. Nur eine Karte mit Identifikation ermögliche es Süchtigen, sich im Rahmen eines Sperrsystems selbst sperren zu lassen und verbessere den Jugendschutz. Dies lehne die Bundesregierung aber aus Rücksicht auf die Glücksspielbranche ab. „Bundeswirtschaftsminister Rösler tut so, als wäre das Glücksspiel ein reines Problem der Gastronomie und verschweigt dabei, dass die meisten Automaten in Spielhallen stehen. Meiner Meinung nach macht er das, um davon abzulenken, dass er die dringend notwendige Entschärfung der Geldspielautomaten nicht will“, so Graf.

Pressemitteilung Bürgerbüro Angelika Graf

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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