Wer wird Annemarie Biechls Nachfolger?

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Annemarie Biechl

Rosenheim - Nach zehn Jahren dankt Annemarie Biechl ab. Wer wird die oder der nächste Landtagsabgeordnete für die Region Rosenheim-West? Der Kreis der CSU-Kandidaten wird von Tag zu Tag kleiner.

Nach zehn Jahren als Landtagsabgeordnete für den Stimmkreis Rosenheim-West dankt Annemarie Biechl (63) ab. Sie will künftig hauptberuflich nur noch Großmutter sein. Wie Sie im Interview mit rosenheim 24.de sagt, habe ihre Familie sie jahrelang als Landtagsabgeordnete unterstützt. "Jetzt ist es an der Zeit, dass ich für meine Kinder, die bereits wiederum Kinder haben, da bin", erklärt Biechl.

Mit den Kandidaten für Biechls Nachfolge hat der CSU-Kreisverband Rosenheim Land ein breites Spektrum zur Auswahl: "Während der Bürgermeister von Tuntenhausen, Otto Lederer, innenpolitisch stark ist, zeichnet sich Sabine Balletshofer aus Kolbermoor als Repräsentantin für den Mittelstand ab. Der dritte Kandidat, Sebastian Friesinger aus Albaching, ist als Bezirksrat und Landwirt wiederum nah am Menschen", sagt Biechl. Wie die Kandidaten selbst ihre neue, mögliche Rolle im Landtag in München sehen - rosenheim24.de hat sie interviewt.

Hier spricht der Bürgermeister von Tuntenhausen Otto Lederer:

Otto Lederer

Otto Lederer ist bereits seit zehn Jahren Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen. Wie der 41-Jährige sagt, sei er das nach wie vor gerne. Nach zehn Jahren als Kreisrat wisse er allerdings, dass der gesamte Landkreis Rosenheim besonders interessant sei. "Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass ich mich zukünftig gerne für die gesamte Region und nicht nur für Tuntenhausen einbringe", erklärt Lederer. Ihm liege, als langjähriger Innenpolitiker, vor allem die Kommunalpolitik am Herzen. "Hier ist noch einiges zu verbessern, was nur mit Hilfe des Freistaates Bayern möglich wird", sagt Lederer. Genaueres wollte er nicht nennen. Außerdem liege ihm die Landwirtschaft in der Region Rosenheim-West am Herzen. Seiner Meinung nach sehe die kulturelle Landschaft ohne die Arbeit in der Landwirtschaft ganz anders aus.

Während Lederer es sich natürlich wünscht, in den Landtag gewählt zu werden, lobt er auch die Arbeit seiner Konkurrenten. "Sabine Balletshofer ist eine sehr engagierte Frau, Vorsitzende der Frauen-Union und hat deshalb sehr gute Qualitäten für den Posten der Landtagsabgeordneten", erklärt Lederer. "Auch Sebastian Friesinger ist unglaublich fleißig als Bezirksrat. Es sind einfach drei gute Köpfe da. Wir haben in der CSU eben Gott sei Dank sehr qualifizierte Personen", so Lederer abschließend.

Hier spricht die Kreisvorsitzende der Frauen-Union Rosenheim-Land Sabine Balletshofer:

Sabine Balletshofer

Die Qualifikation steht auf der einen Seite. Andererseits glaubt Sabine Balletshofer aus Kolbermoor daran, dass der, mit dem größten Bekanntsheitsgrad die Landtagskandidatur gewinnen wird. Sie sieht sich deshalb besonders für den Posten geeignet. "Ich führe mit meinem Bruder gemeinsam seit Jahren ein Tiefbauunternehmen in Kolbermoor. Das haben wir im Jahr 2011 von unseren Eltern übernommen", erzählt Balletshofer. Dort führt Sie eigenverantwortlich den kaufmännischen Bereich. In dieser Rolle habe sie viele Leute kennengelernt und Kontakte geknüpft. Unterstützt wird das außerdem durch ihr Amt als Kreisvorsitzende der Frauen-Union Rosenheim-Land. Sollte Balletshofer die Biechl-Nachfolge antreten dürfen, setze sie sich im Landtag vor allem für das Ehrenamt ein. "Das Ehrenamt muss entsprechend honoriert werden, der Landtag setzt dafür die Rahmenbedingungen", sagt Balletshofer.

Hier spricht der Bezirksrat Sebastian Friesinger:

Sebastian Friesinger

Engagiert ist auch der dritte Kandidat, der 50-jährige Sebastian Friesinger aus Albaching. Er rechnet mit einer vielschichtigen Arbeit im Landtag, sollte er die Wahl zum Landtagsabgeordneten für dem Stimmkreis Rosenheim-West gewinnen. Genauso vielschichtig wie er selbst - er ist gelernter Bankkaufmann, Landwirt und derzeitiger Bezirksrat. Seine Arbeit momentan sei mit der im Landtag allerdings nicht zu vergleichen. Während Friesinger als Bezirksrat viel Arbeit in die Förderung kultureller Veranstaltungen, wie derzeit den 10. Rosenheimer Bauernherbst, stecke, würde sein Hauptaugenmerk im Landtag auf einem anderen Thema liegen: sein Herz hängt an der Versorgung der Bürger im ländlichen Raum. "Hier ist viel zu tun. Die 21 Kommunen im Bereich Rosenheim-West brauchen eine bessere Erschließung, sie brauchen Straßen und Unterstützung in der Landwirtschaft", erklärt Friesinger. Dafür sei er der richtige Mann. "Ich glaube, dass ich der geeignete Kandidat bin, weil ich das Ohr immer nah an den Bürgerinnen und Bürgern habe", sagt Friesinger.

Wirklich Einfluss auf die Wahl haben alle Drei nicht. Abgenommen wird ihnen die Entscheidung am 10. Oktober von 140 Delegierten. Die werden von den 21 Gemeinden aus dem Raum Rosenheim-West an diesem Tag nach Bad Aibling gesandt. Dort findet dann die Aufstellungsversammlung statt, bei der die Wahl durchgeführt wird.

kmr

Quelle: rosenheim24.de

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