Ein großer Schritt für ehrenamtliche Helfer

Rosenheim - Deutschland und Österreich erkennen die Feuerwehrführerscheine gegenseitig an. So sollen länderübergreifende Hilfeleistungen vereinfacht werden.

Deutsche Feuerwehrführerscheine werden nun auch im Nachbarland Österreich anerkannt und vereinfachen auf diesem Wege länderübergreifende Hilfsleistungen. "Gerade in unserer Region ist es wichtig, möglichst ungehindert grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und Österreich sicherzustellen. Nun gilt dies auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer der freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes, die darauf lange gewartet haben", freut sich die heimische Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig (CSU). Dank Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, der sich auf Bitten des Freistaates Bayern bei seiner Amtskollegin Doris Bures für eine entsprechende Regelung eingesetzt hat, gilt die Regelung nun nicht mehr einseitig, sondern auf beiden Seiten der Grenze.

Bisher war es so, dass Österreichische Feuerwehrführerscheine in Deutschland bereits schon seit längerem anerkannt wurden, anders herum hingegen gilt die Anerkennung erst jetzt. Die Regelungen zur Einführung bzw. Ausgestaltung des sogenannten Feuerwehrführerscheins fallen in Deutschland in die Zuständigkeit der Länder. Die Behörden können auf Grundlage des § 2 Absatz 10 a des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdiensten, des Technischen Hilfswerks und sonstiger Einheiten des Katastrophenschutzes, die ihre Tätigkeit ehrenamtlich ausüben, Fahrberechtigungen zum Führen von Einsatzfahrzeugen - auch mit Anhängern - auf öffentlichen Straßen bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 4,75 Tonnen ("kleiner" Feuerwehrführerschein), bzw. 7,5 Tonnen ("großer" Feuerwehrführerschein) erteilen.

Der Bewerber um die Fahrberechtigung muss . mindestens seit zwei Jahren eine Fahrerlaubnis der Klasse B besitzen, . in das Führen der Einsatzfahrzeuge eingewiesen worden sein, in einer praktischen Prüfung seine Befähigung nachgewiesen haben. Durch dieses Verfahren kann entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen vor Ort mit den jeweiligen Einsatzfahrzeugen ausgebildet und geprüft werden. "Mit dem von Minister Ramsauer eingeführten Feuerwehrführerschein wird das gesellschaftliche Engagement freiwilliger Helfer für Rettungsdienste vor allem in unseren ländlichen Regionen nachhaltig unterstützt", so Ludwig.

Pressemitteilung Büro Daniela Ludwig

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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