37.209 Kraftfahrzeuge unterwegs

Rosenheim – Immer mehr Kraftfahrzeuge sind in der Stadt angemeldet - vor allem Autos. Ihre Zahl stieg im vergangenen Jahr nochmal um 728. Dabei sind Dieselwagen weiter im Trend.

Das Auto, verteufelt oder verteufelt gut? Wenn es nach den Zahlen geht, dann ist für die meisten Rosenheimer Bürger ein fahrbarer Untersatz unverzichtbar!

Die Zahl der Kraftfahrzeuge stieg weiter an. 37209 Fahrzeuge waren nach den neuesten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes Anfang 2012 zugelassen, darunter 31309 Autos. Im Vorjahr hatte die Zahl der Kfz noch bei 36351 gelegen, die der Autos bei 30581. Bei Letzteren stieg damit die Zahl um 728 oder 2,38 Prozent. Bei allen Kraftfahrzeugen zusammen - also vom zulassungspflichtigen Kleinkraftrad bis zum Schwerlaster - stieg sie um 858, ein Zuwachs von 2,36 Prozent.

Spritpreise schwanken mit einer Tendenz nach oben, auf die Bestandszahlen wirkt sich das aber kaum aus. Warum das so ist? "Es geht nicht ohne Auto, und wenn das Geld nicht reicht, werden die Autos länger gefahren oder statt eines Neuen wird ein Gebrauchtwagen gekauft', sagt Klaus Heschke, Pressesprecher des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg: "Man sieht es daran, wie viel Altfahrzeuge ersetzt wurden."

Unterm Strich war das Autojahr 2011 aus Sicht des Kraftfahrzeuggewerbes gut, sagt dessen Zentralverband. Präsident Robert Rademacher: "Das Kfz-Gewerbe mit seinen 38000 Betrieben hat 140,7 Milliarden Euro Umsatz oder 8,2 Prozent mehr als 2010 erwirtschaftet."

Wo keine Neufahrzeuge an die Stelle alter Autos traten, wurden Gebrauchtwagen gekauft. Aber selbst das ist gut für die Umwelt, denn der Fahrzeugbestand stößt immer weniger schädliche Abgase aus: Binnen eines Jahres sind in Rosenheim 332 Autos der alten Euro-1-Norm und weitere 631 mit der Euro-2-Norm aus dem Verkehr gezogen worden. Macht zusammen 963 Fahrzeuge weniger, die den beiden alten Schadstoffklassen angehörten.

Nach wie vor kein Geschäft war bis Anfang 2012 mit Elektroautos zu machen, und selbst alternative Treibstoffe wie Gas sind immer noch Nischenprodukte, wie ein Blick unter die Motorhauben in der Stadt zeigt: 66 Prozent der Autos sind Benziner, knapp 33 Prozent haben einen Dieselmotor und nur der Rest von rund 0,7 Prozent ist derzeit mit anderen Motorarten oder Treibstoffen unterwegs.

Die Zahl der Benziner ist dabei von 20661 auf 20776 Autos gestiegen. Das Plus von 115 Fahrzeugen in dieser Gruppe entspricht einer Zunahme von 0,56 Prozent. Bei den Diesel-Pkw ist die Zahl von 9730 auf 10310 Exemplare gewachsen. Das Plus von 580 Dieselautos entspricht einer Zunahme von knapp sechs Prozent.

Für den Staat sind beide Motortypen eine sichere Einnahmequelle. Wer tankt, bezahlt Mineralölsteuer: rund 66 Cent bei Benzin, knapp 48 Cent beim Diesel. Dazu kommt noch die Mehrwertsteuer, die auch auf die Mineralölsteuer erhoben wird, was aber für den Steuerrechtler durchaus Sinn hat. Vom Einkommen kassiert der Staat ja auch erst Einkommenssteuer und dann von den Ausgaben Mehrwertsteuer. Unterm Strich macht das um die 90 Cent pro Liter Benzin.

Setzt man pro in der Stadt zugelassenem Benziner nur 500 Liter Jahresverbrauch an, dann kommt mit rund 9,35 Millionen Euro schon ein recht erkleckliches Sümmchen zusammen, und das Geld der Dieselfahrer kommt noch dazu. Aber es ist ja auch für einen guten Zweck: Je mehr Kraftfahrzeuge und je mehr Tankende, desto mehr Wert hat das Ganze schließlich fürs Gemeinwesen.

zs//teb/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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