Daheim ist es für Frauen am gefährlichsten

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Häusliche Gewalt: ein Deliktfeld mit hoher Dunkelziffer. Fast immer sind die Täter Männer und die Opfer Frauen.

Rosenheim/Landkreis - Die Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt ist hoch. Wenn Männer ihre Ehefrauen oder Freundinnen schlagen, bleiben diese Straftaten meist verborgen.

Wie die OVB-Heimatzeitungen am Freitag berichten, hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd im vergangenen Jahr 1325 Fälle von häuslicher Gewalt registriert. Das sind knapp zehn Prozent mehr als 2011.

Statistisch ist oder war in Deutschland schon jede vierte Frau Opfer von häuslicher Gewalt. In 80 bis 90 Prozent der Fälle sind Frauen die Opfer und Männer die Täter. Wenn sich Trennungen anbahnen, ist es besonders kritisch. Dann wächst die Gefahr, dass es sogar zu Kapitalverbrechen kommt - so wie im Januar, als ein Mann (59) in Stephanskirchen erst seine Frau (55) und dann sich selbst erschoss.

Kripo ermittelt am Tag danach

Solche Verzweiflungstaten sind nicht immer zu verhindern. Doch dass das erste Todesopfer des Jahres im Landkreis Rosenheim eine Frau war und unter den Tatkomplex "häusliche Gewalt" fällt, ist kein Zufall. Das Risiko, vom eigenen Mann, Freund oder Ex-Partner geschlagen, verletzt oder sogar getötet zu werden, ist für Frauen höher als von einem Fremden angegriffen oder überfallen zu werden.

62 Prozent aller Fälle von häuslicher Gewalt im Präsidiumsbereich ereignen sich in einer Beziehung oder in Trennungsphasen. Mehr als die Hälfte der Anzeigen geht auf eine Körperverletzung zurück. Bei jedem dritten Gewaltausbruch ist Alkohol im Spiel. Ebenfalls bei einem Drittel der Fälle von Partnergewalt sind die Kinder dabei.

Hier finden Opfer Rat und Hilfe

Katharina Spöttl, Beauftragte für Frauen und Kinder im Polizeipräsidium Oberbayern:

  • Telefon: 08031/2001088

Frauen- und Mädchennotruf:

SkF-Frauenhaus Rosenheim:

Männerberatungsstelle Südostbayern:

Quelle: rosenheim24.de

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