"Wir sind um jede Hand froh, die mitmacht!"

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Hier sind die FFW und der BRK Kreisverband Rosenheim beim Hochwasser im Juni 2013 im Einsatz.
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Rosenheim – Sind es nach dem Hochwasser mehr Helfer beim BRK, THW und bei der FFW Rosenheim geworden? Hier das überraschende Ergebnis:

Hilfe in der Not - Ja! Hilfe auch danach – eher weniger. Bei der Hochwasserkatastrophe im Juni dieses Jahres haben viele Bürger, zum Beispiel in Kolbermoor, mit angepackt. Sie füllten Sandsäcke, stapelten diese auf oder halfen Nachbarn beim Entrümpeln der Keller. Diese Welle der Hilfsbereitschaft schwappte jedoch nicht ganz auf die Zeit nach der Katastrophe über. Dennoch gab es die ein oder andere Anfrage bei den Hilfsorganisationen:

Statement THW Ortsverband Rosenheim:

Bestes Beispiel ist der Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) in Rosenheim. Hier bestätigt der Einsatzleiter Markus Otto, dass es unmittelbar nach dem Hochwasser Anfragen gegeben habe. "Übermäßig viele waren es nicht", erklärt Otto. Dennoch hätten sich drei Bürger gemeldet, die auch in Zukunft bei Katastrophen im Namen des THW helfen wollen. Im Vergleich: Im letzten Jahr waren es insgesamt 5 Anmeldungen beim Ortsverband in Rosenheim. In diesem Jahr liegt das THW bereits bei 4 und das Jahr ist noch lange nicht vorbei.

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Wer sich für das Technische Hilfswerk und seine Arbeit interessiert: Bestimmte Anforderungen für ein Mitwirken gibt es keine. Erwachsene, und auch Kinder, müssen lediglich "körperlich gesund" sein. Ab 17 Jahren können Jugendliche im Aktiven Zug, der dann auch bei Katastrophen ausrückt, mithelfen. Beiträge sind keine fällig, außer im Helferverein. Bisher zählt der THW Ortsverband Rosenheim rund 150 Aktive, Kinder und Althelfer.

Statement BRK Kreisverband Rosenheim:

Weniger Anfragen von neuen Helfern als das THW verzeichnet das Bayerische Rote Kreuz (BRK). "Über uns in der Geschäftsstelle in der Stadt haben sich zwei Personen gemeldet", erklärt Marco Laner vom BRK-Kreisverband Rosenheim. "Das ist nicht viel", legt Laner nach. Insgesamt melden sich im Jahr vergleichweise 25 mal so viele Leute an: "Wir haben pro Jahr 50 neue Aktive, auf alle Gemeinschaften verteilt. Genau so viele Leute hören pro Jahr aber auch wieder auf", sagt Laner.

In Hinblick auf dieser erschreckenden Zahlen, appelliert der Serviceleiter der Ehrenamtsabteilung: "Wir brauchen immer neue Helfer! Wir sind um jede Hand froh, die mitmacht!" Beiträge fallen auch beim BRK nicht an, nur bei der Wasserwacht ist eine kleine Aufwandsentschädigung von rund einem Euro zu zahlen. Der BRK-Kreisverband Rosenheim zählt, mit allen Bereichen (Wasserwacht, Bergwacht etc.), derzeit rund 2700 aktive Mitglieder.

Statement FFW Stadt Rosenheim:

Schlusslicht bildet die Hauptfeuerwache der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) in Rosenheim. Hier gab es zwar auch mehrere Anfragen von Bürgern nach dem Hochwasser, konkrete Neu-Anmeldungen sind aber noch nicht zu verzeichnen. Wie der Stadtbrandrat von Rosenheim, Hans Meyrl, erklärt, käme zum Beispiel auch diese Woche eine Frau zum Schnuppern vorbei. Diese wolle sich den Übungsbetrieb bei der FFW anschauen. "Ähnliches haben wir auch bei unseren Stadtteilfeuerwehren, insbesondere in der Aisingerwies und Oberwöhr gab es entsprechende Angebote von Bürgern", so Meyrl.

User-Fotos vom Hochwasser:

User-Bilder vom Hochwasser

Es wäre der Freiwilligen Feuerwehr aber zu wünschen, dass sich einige Bürger für das Ehrenamt entscheiden. Wie Meyrl erklärt, habe es im letzten Jahr eine Nullrunde an Anmeldungen gegeben und zuvor sogar leicht fallende Tendenzen. "Dabei steigen die Einsatzzahlen kontinuierlich", erklärt der Stadtbrandrat. Derzeit sind in der Hauptfeuerwache in Rosenheim 141 Männer und Frauen tätig. Auch bei der FFW ist eine aktive Mitgliedschaft kostenlos.

Quelle: rosenheim24.de

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