Polizei mahnt zur Vorsicht

Vollrausch nach zwei Gläsern: K.O. Tropfen

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K.O. Tropfen, auch als GHB bekannt, können innerhalb von Minuten betäuben
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Landkreis - Blackout nach Weihnachtsfeier: Am Wochenende erlebte eine junge Frau am eigenen Leib, was K.O. Tropfen in Zusammenhang mit Alkohol anstellen können.

Ein lustiger Abend im Kreis von Bekannten, zwei Gläser Wodka Orange und mit den besten Freunden eine Runde tanzen gehen. So oder so ähnlich stellte sich wohl eine junge Frau aus Raubling ihren Samstag Abend vor. Was dann geschah, hat mit einem gemütlichen Gläschen im Freundeskreis aber nichts mehr zu tun.

"Mehrmals übergeben und gestürzt" 

Nach den Angaben der besorgten Mutter habe sich ihre Tochter in der Nacht über längere Zeit im Bad eingesperrt, litt unter Schüttelfrost und zog sich aufgrund von Stürzen mehrere blaue Flecken zu. Die Tochter selbst hätte an die Nacht keinerlei Erinnerungen mehr. Die junge Raublingerin war in der Nacht auf Samstag mit guten Freunden auf einer gut besuchten Weihnachtsfeier im Landkreis unterwegs. Kurz nach dem zweiten Glas Wodka mit Orange musste sie sich heftig übergeben und mit einem Taxi nach Hause gebracht werden. Auch am nächsten Tag hielten die Symptome weiter an, ein gerufener Arzt soll dann die Anzeichen auf K.O. Tropfen zurückgeführt haben.

"Verhaltensregeln sind das A und O"

Der Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Andreas Guske, mahnt die Partygänger zur Vorsicht. "Es gibt da ein paar Verhaltensregeln, die jeder beim Weggehen berücksichtigen sollte. Dazu zählt auf jeden Fall, dass man sein Glas nie unbeaufsichtigt stehen lässt." Eine weitere Vorsichtsmaßnahme sei, sich immer mit den Begleitern oder Freunden abzusprechen. Entweder wenn es darum geht, auf die Getränke der Gruppe aufzupassen oder auch um die Fahrt nach Hause, damit keiner zurückbleibe, so Guske.

"Falsche Aussage strafbar" 

Eine Häufung der Vorfälle könne im Bereich Oberbayern Süd aber nicht beobachtet werden. Wenn es zu einem vermeintlichen Fall komme, sei es aber von essentieller Wichtigkeit, sich schnellstmöglich bei der Polizei zu melden, damit diese dann auch mit den Ermittlungen beginnen könne. Zur Beweissicherung müsse klar sichergestellt sein, dass es sich auch tatsächlich um eine Vergiftung mit GBL oder einer ähnlichen Substanz handele. Weiter mahnt die Polizei, dass bei einer bewusst falschen Aussage auch in diesem Fall der Tatbestand des Vortäuschens einer Straftat in Betracht käme.  

Quelle: rosenheim24.de

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