Brandserie beschäftigt die Kripo

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Dieser Stadel brannte in Großkarolinenfeld nieder.

Rosenheim/Großkaro - Drei Brände in der Rosenheimer Innenstadt und Großkarolinenfeld beschäftigten am Wochenende die Feuerwehren und die Polizei. Gibt es einen Zusammenhang?

Dafür gebe es keine Hinweise, erklärte die Einsatzzentrale gestern auf Anfrage des Oberbayerischen Volksblatts.

Los ging es am Freitagabend auf dem Kleppergelände südlich des Rosenheimer Bahnhofs. Dort fing ein Radlader Feuer, der unter einem Vordach stand. Der Brand wurde gegen 19.15 Uhr gemeldet. Die Flammen griffen auf angrenzende Lagerhallen über, mehrere Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Verletzt wurde niemand.

Brand in der Rosenheimer Innenstadt: 19 Mieter mussten ihre Wohnungen verlassen.

Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf mindestens 250 000 Euro. Ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei war erforderlich, um den Einsatz zu bewältigen. Zur Brandbekämpfung waren die Wehren Rosenheim, Aisingerwies und Westerndorf St. Peter mit insgesamt vier Löschzügen ausgerückt. Die Klepperstraße wurde mit Unterstützung der Bundespolizei eine Stunde lang für den Durchgangsverkehr gesperrt. Der Bahnverkehr wurde durch die Rauchentwicklung kaum beeinträchtigt.

Ein paar Stunden später heulten die Sirenen in Großkarolinenfeld. Dort brannte am östlichen Ortseingang in einem Waldstück ein landwirtschaftlicher Holzstadel ab. Dabei entstand ein geschätzter Sachschaden von rund 50 000 Euro.

Stadelbrand in Großkarolinenfeld - Teil 1

Manche Feuerwehrler waren auf dem Weg zu einem Faschingsball, als der Alarm sie erreichte.

Ein Anwohner hatte den Brand in der Wendelsteinstraße gegen 23.15 Uhr der Einsatzzentrale mitgeteilt. Die Feuerwehren aus Großkarolinenfeld, Westerndorf St. Peter und Kolbermoor rückten sofort aus, konnten aber nicht mehr verhindern, dass das Gebäude niederbrannte. In dem frei stehenden Stadel hatte der Eigentümer neben Brennholz und Heuballen diverse Schreinermaschinen gelagert.

Feuer auf dem Kleppergelände: Dieser Radlader hat nur noch Schrottwert.

Am Sonntagfrüh sorgte ein Autobrand für großen Wirbel im Rosenheimer Stadtzentrum. Um 6.15 Uhr fing der Wagen im Innenhof einer Wohnanlage in der Samerstraße Feuer. Dabei drohten die Flammen auf den Block überzugreifen. Die 19 Mieter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Sie wurden von Rettungskräften versorgt und durften gegen 7.30 Uhr wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Stark verrußt: Die Hausfassade in der Samerstraße. Rechts das ausgebrannte Auto.

Die Bilanz des Feuers in der Samerstraße: ein ausgebrannter Pkw, zwei zerstörte Kleinkrafträder und zwei leicht beschädigte Autos. Die Hausfassade wurde verrußt. Der Gesamtschaden wird auf 50 000 Euro geschätzt. Der Halter hatte sein Auto nach ersten Ermittlungen der Polizei gegen 3 Uhr im Innenhof abgestellt - also drei Stunden vor dem Brand.

In allen drei Fällen sei die Brandursache noch unklar, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd gestern mit. Die Brandfahnder der Kripo Rosenheim ermitteln.

ls/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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