Jahresbilanz 2013

Hauptzollamt gingen dicke Fische ins Netz

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Mehr als 155.000 Zigaretten wurden in dieser Textilrolle geschmuggelt.

Landkreis - Das Hauptzollamt zieht eine erfolgreiche Jahresbilanz. Im Kampf gegen Zigarettenschmuggler ging den Beamten ein besonders dicker Fisch ins Netz.

Sehr zufrieden mit der Bilanz für das Jahr 2013 zeigt sich der Leiter des Hauptzollamts Rosenheim, Robert Woerner. Fast 1,7 Milliarden Euro haben seine 520 Zöllnerinnen und Zöllner im vergangenen Jahr für den Bundeshaushalt eingenommen.

Die Aufgaben des Zolls haben sich in den vergangenen Jahren erheblich gewandelt. Der Zoll schützt die Wirtschaft vor Wettbewerbsverzerrungen, die Verbraucherinnen und Verbraucher vor mangelhaften Waren aus dem Ausland und die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes vor den Folgen grenzüberschreitender organisierter Kriminalität.

Steuereinnahmen:

Neben der Einfuhrumsatzsteuer mit mehr als 1,3 Milliarden Euro, die für den Import von Waren erhoben wird, waren die Verbrauchsteuern mit fast 318 Millionen Euro die größten Einnahmequellen.

Warenabfertigung:

Auch im vergangenen Jahr ist es den Zollämtern Altötting (Autobahn), Bad Reichenhall-Autobahn, Reischenhart und Weilheim gelungen, sich als moderne Wirtschaftspartner zu präsentieren.  

Als verlässlicher und starker Partner deutscher Unternehmen ist für den Zoll der Kampf gegen Marken- und Produktpiraterie von großer Bedeutung. Schließlich verursachen „Ideenklau“ und das Abkupfern von Markenartikeln enormen wirtschaftlichen Schaden und vernichten zudem tausende von Arbeitsplätzen. Im Interesse der Wirtschaft und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sorgt der Zoll für einen fairen Wettbewerb und damit indirekt auch für neue Arbeitsplätze.

Aus dem Verkehr gezogen wurden im vergangenen Jahr wieder gefälschte Sportschuhe sowie u. a. nachgemachte Bekleidungsstücke, Handtaschen und Armbanduhren namhafter Markenhersteller.

Kontrolleinheit Verkehrswege:

Rund um die Uhr sind mobile Kontrolleinheiten im Bezirk des Hauptzollamts Rosenheim unterwegs, um überwiegend im grenznahen Raum auf unseren Autobahnen und Bundesstraßen aber auch auf den Schienen den Personen- und Warenverkehr zu kontrollieren.

Ein besonderes Augenmerk richten die Zöllnerinnen und Zöllner dabei auf die Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität und des Zigarettenschmuggels, des illegalen Handels mit geschützten Tieren und Pflanzen und die Überwachung sonstiger Ein-, Durch- und Ausfuhrverboten.

Ein besonders dicker Fisch ging dabei den Kontrolleuren des Standorts Traunstein ins Netz. Bei der Überprüfung der Ladung eines aus Südosteuropa kommenden Sprinters auf der A94 bei Burghausen fanden sie mehr als 155.000 Schmuggelzigaretten, die in großen Textilrollen versteckt waren

Der Einsatz eines zolleigenen Tabakspürhundes erwies sich in diesem Fall als besonders hilfreich. Der Steuerschaden betrug annähernd 24.000 Euro.

Vollstreckung:

Erneut viel Arbeit hatten die Beschäftigten der zentralen Vollstreckungsstelle des Hauptzollamts Rosenheim. Mehr als 206.000 Vollstreckungsersuchen wurden bearbeitet, eine Steigerung von fast sechs Prozent.

Bei der Zollauktion des Zollamtes kann jeder mitsteigern.

Die von den „Gerichtsvollziehern des Bundes“ gepfändeten Gegenstände vom Goldschmuck bis zum Sportwagen werden im Internet unter www.zoll-auktion.de versteigert. Wie auch bei anderen Internetauktionshäusern kann sich jeder bei der Zollauktion anmelden und rund um die Uhr mit bieten.

Bekämpfung der Schwarzarbeit  

Insgesamt wurden mehr als 14.400 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie über 2300 Arbeitgeber an ihren Arbeitsstellen überprüft. Überwiegend handelte es sich um reine Routinekontrollen in den unterschiedlichsten Branchen und Berufen. Aber auch zahlreichen Hinweisen und Anzeigen aus der Bevölkerung wurde nachgegangen.

Regionale und auch bundesweite Schwerpunkkontrollen fanden z.B. im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Wach- und Sicherheitsdienst sowie im Reinigungsgewerbe und auf dem Bau statt.

Einen erfolgreichen Schlag gegen die Schwarzarbeit landeten im Oktober vergangenen Jahres Rosenheimer und Traunsteiner Zöllnerinnen und Zöllner, die gemeinsam mit der österreichischen Steuerfahndung einer international agierenden Gruppe von Bauunternehmern das Handwerk legten. Die Hauptverdächtigen deutscher, österreichischer und serbischer Nationalität hatten ein Firmengeflecht gegründet, um im großen Stil die Sozialkassen zu schädigen und Steuern zu hinterziehen. Die Höhe des Schadens beträgt hier mehr als zwei Millionen Euro.

In einem weiteren Fall schickte das Gericht einen Gastronom für zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis, weil er Löhne schwarz ausbezahlte, Beihilfe zum Leistungsbetrug leistete und Köche „scheinselbständig“ beschäftigte. Insgesamt konnten ihm 140 Betrugsfälle nachgewiesen werden.

Wer noch mehr über die interessanten und vielfältigen Aufgaben des Zolls und vor allem über die neue Zuständigkeit der Kraftfahrzeugsteuer erfahren möchte, findet alles Wissenswerte unter www.zoll.de.

Pressemitteilung Hauptzollamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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