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Berthaler: "Turnhallen im Landkreis wieder frei"

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Alle fünf Turnhallen im Landkreis sind derzeit nicht mehr mit Flüchtlingen belegt. Nacheinander sollen die Einrichtungen jetzt wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt werden
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Rosenheim - Die Zahl der Flüchtlinge, die im Landkreis untergebracht sind, ist weiter rückläufig, in den Unterkünften kehrt wieder Ruhe ein. Landrat Wolfgang Berthaler gibt einen Überblick: 

"Ich bin dankbar, dass die Turnhallen im Landkreis mittlerweile wieder leer stehen und dem Sport zugeführt werden können", erklärte Landrat Wolfgang Berthaler in der Sitzung des Rosenheimer Kreistags am Mittwoch. Nach letzten Aufräum-Arbeiten sollen alle fünf Hallen, bald wieder von den Schulen genutzt werden können. Die provisorischen Unterkünfte in Prien und Wasserburg sollen bereits jetzt wieder übergeben werden, die Einrichtung in Bruckmühl soll kurz darauf folgen.

2.519 Asylbewerber im Landkreis untergebracht

Schäden an den Hallen selbst, den Böden oder den sanitären Einrichtungen seien im Zuge der Unterbringung von Flüchtlingen nicht entstanden, "hier sind wir sehr gut über die Runden gekommen", erklärte Wolfgang Berthaler am Mittwoch. Seit mittlerweile rund acht Wochen habe das Landratsamt zudem keinerlei Zuweisung seitens der Regierung von Oberbayern mehr erhalten, auch ein Grund dafür, dass die Zahlen im Landkreis von ursprünglich 3.400 Asylbewerbern auf aktuell 2.902 inklusive der unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlinge zurückgegangen seien, so der Landrat ergänzend.

Dieser Umstand habe weiter dazu geführt, dass der Landkreis keine weiteren Unterkünfte mehr anmiete. Bestehende Verträge würden aber zuverlässig erfüllt. Dies sei beispielsweise bei den Einrichtungen in Brannenburg, Halfing und Stephanskirchen der Fall.

Kopfzerbrechen bereiteten dem Landrat unverändert die insgesamt 383 sogenannten "Fehlbeleger", die sich nach wie vor in den Unterkünften befänden, obwohl sie sich bereits eine eigene Wohnung suchen müssten. "Die Kosten für diese Personen übernimmt derzeit noch die Bundesregierung, ich hoffe das bleibt so", so der Landrat in Richtung Berlin. Stimmen aus dem Kreistag forderten die Regierung bei diesem Thema mehr in die Pflicht. "Uns völlig zu vergessen, geht einfach nicht", so Augustin Voit. Spätestens bei Arbeitsplätzen für die Flüchtlinge und beim Wohnraum kämen die Gemeinden derzeit schnell an ihre Grenzen.

"Es ist wichtig darzustellen, um wie viel Geld es tatsächlich geht", fasste Daniela Ludwig die Betrachtungen zu den sogenannten "Fehlbelegern" zusammen. Derzeit liefen noch Gespräche mit den Regierungen, wenn es um die Kostenverteilung gehe. Derzeit sei geplant, die Kosten für zunächst drei Jahre fix zu übernehmen. Ein Aspekt, den Landrat Wolfgang Berthaler zusammen mit weiteren Punkten in einem anstehenden Gespräch mit Ministerpräsident Horst Seehofer Ende des Monats auf den Tisch bringen will.

Wo sind wie viele Asylbewerber aktuell untergebracht?

In unserer Übersicht sehen Sie, in welcher Gemeinde oder Stadt im Landkreis derzeit wie viele Asylbewerber untergebracht sind.

In den Gemeinden Bernau und Rott sind in den angegebenen Zahlen 60 bzw. 5 Kontingentflüchtlinge aus Syrien inbegriffen. Die Errichtung des Containergebäudes in Brannenburg läuft derzeit noch. 

Quelle: rosenheim24.de

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