Keine Asyl-Quoten für die Landkreis-Gemeinden

Rosenheim - Ein Appell und moralischer Druck, aber keine starren Quoten: Der Kreistagsausschuss beschloss dieses Vorgehen nach einstündiger Diskussion über einen entsprechenden Antrag.

„Der Kreistag appelliert an die Gemeinden und die Bevölkerung, sich an der solidarischen Leitlinie der möglichst gleichmäßigen Verteilung von Flüchtlingen auf die Gemeinden zu orientieren.“ So lautet die Empfehlung, die der Kreisausschuss am Dienstag nach einstündiger Diskussion an den Kreistag gibt, berichtet Radio Charivari.

Vorangegangen war ein Antrag, den Gemeinden eine verbindliche Quote in Relation zur Einwohnerzahl zur Aufnahme von Asylbewerbern aufzubinden. Dies wurde größtenteils abgelehnt, um einer starren Regelung vorzukommen.

So sagte der Ameranger Bürgermeister August Voit, wenn eine Gemeinde mehr Asylbewerber aufnehmen könne, wäre eine Quote kontraproduktiv. Gleichermaßen könne man einer Gemeinde keine Asylbewerber aufzwingen, wenn kein Platz vorhanden ist.

Dennoch ist der Beschluss als Symbol zu werten. Er baut gleichermaßen moralischen Druck auf die Gemeinden auf.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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