Übergabe der Preise durch Initiator Klaus Stöttner und Daniela Ludwig

4. Verleihung des „Familienlöwen“ durch die CSU

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Die Preisträger und die Verleiher auf dem abschließenden Gruppenfoto.

Landkreis Rosenheim - Die CSU hat zum vierten Mal den Preis des „Familienlöwen“ vergeben. Gewürdigt wurden dabei insgesamt vier Unternehmen aus dem Landkreis und der Stadt Rosenheim.

Vergangene Woche hat die CSU Rosenheim Stadt und Land zum vierten Mal ihre Auszeichnung für besonders familienfreundliche Unternehmen aus der Region, den „Familienlöwen“, verliehen. Im Abstand von zwei Jahren wird die Auszeichnung in vier verschiedenen Kategorien vergeben. 

Ehemaliger Preisträger Gabor als Gastgeber

Die feierliche Preisverleihung fand diesmal in den Räumlichkeiten des Rosenheimer Schuhherstellers Gabor statt, der 2015 selbst mit dem CSU-Familienlöwen ausgezeichnet wurde. Hausherr Achim Gabor machte in seiner Begrüßung deutlich, warum er die Auszeichnung „Familienlöwe“ als sehr wertvoll erachtet: „Sie hilft den Unternehmen, dass ihre Anstrengungen nach innen und nach außen transparent werden. Sie hilft, Mitarbeiter zu binden und neue, engagierte Mitarbeiter zu gewinnen.“ 

Gabor ist auch davon überzeugt, dass die öffentliche Wertschätzung auch andere Unternehmen motiviert, familienfreundlicher zu werden: „Es hilft sicher auch, dass Firmen, die sich noch verbessern können, Beispiele gegeben werden!“ 

Hipp hält Impulsvortrag

Unternehmer und Künstler Prof. Dr. Claus Hipp vom gleichnamigen Babynahrungshersteller hielt den Impulsvortrag.

Für einen Impulsvortrag konnte Initiator Klaus Stöttner den Unternehmer und Künstler Prof. Dr. Claus Hipp vom gleichnamigen Babynahrungshersteller gewinnen. Dies freute Stöttner sehr, denn wenn er an ein familienfreundliches Unternehmen oder ein verantwortungsvolles Unternehmen denke, falle ihm sofort „Hipp“ ein. 

Im Vortrag von Prof. Dr. Claus Hipp wurde dann auch deutlich, dass für ihn selbst Familie unglaublich wichtig ist. Hipp führte das Unternehmen zusammen mit seinen Brüdern und seine fünf Kinder (drei Töchter und zwei Söhne) sind ebenfalls sehr eng mit dem Unternehmen verbunden und übernehmen immer mehr Verantwortung. Hipp: „Es ist schön zu wissen, wofür man so viel arbeitet. Die Familie ist das Wichtigste im Leben.“ Den Familienlöwen lobte er als „großen Ansporn und beispielgebende Auszeichnung“.

Preisvergabe in der Kategorie unter 10 Mitarbeiter

Der erste Preis des Abends ging an Monika Weiss und Marion Schmid von der Blumen Elsperger-Weiss GbR aus Kolbermoor. Obwohl die Damen weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen, bilden sie zwei junge Menschen aus. Hat jemand Probleme in der Ausbildung, tun die Geschäftsführerinnen mit Nachhilfe und viel Unterstützung alles dafür, dass die Prüfungen bestanden werden. Sie bieten ihrem Personal flexible Arbeitszeiten und nehmen Rücksicht auf familiäre Ereignisse. Laudator Otto Lederer, MdL berichtete, dass die Arbeit wie eine zweite Familie für die Mitarbeiterinnen sei und lobte den großen Zusammenhalt. 

Preisvergabe in der Kategorie zwischen 10 und 100 Mitarbeiter

Der Familienlöwe in der Kategorie 10 bis 100 Mitarbeiter ging an die Opperer GmbH aus Rohrdorf. Der Chef des innovativen Handwerks- und Ingenieurbetriebs, Stefan Opperer, bietet seinen Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten und Unterstützung in jeglicher Lebenslage. Nachdem Kreishandwerksmeister Gerhard Schloots den Preis übergeben hatte, hielt Stefan Opperer ein flammendes Plädoyer für die Familie und Familienfreundlichkeit. Ganz im Sinne Hipps sagte auch er, dass für ihn die Familie die Krönung des Lebens sei. 

Preisvergabe in der Kategorie unter 10 Mitarbeiter

Bei den größeren Unternehmen (über 100 Mitarbeiter) konnte sich das Familienunternehmen Duschl Ingenieure GmbH & Co. KG aus Rosenheim durchsetzen. Wolfgang Janhsen, der Leiter der Rosenheimer IHK-Geschäftsstelle zeigte viele Beispiele auf, wie sich Familie Duschl um ihre Mitarbeiter und speziell um Familien bemüht. Um Personal langfristig und nachhaltig zu unterstützen, gibt es beispielsweise regelmäßige Besprechungen und Mitarbeitergespräche, eine möglichst gesundheitsverträgliche Gestaltung der Arbeitsplätze (z.B. eine Schulung Sitzschule), flexible Arbeitszeiten, Teilzeitangebote und die Möglichkeit für mobiles Arbeiten, welche vier von zehn Mitarbeitern nutzen. 

Das Wichtigste ist den Geschäftsführern Gerhard und Andreas Duschl, stets ein offenes Ohr für alle Mitarbeiter zu haben und diese bei Schwierigkeiten zu unterstützen. Neben vielen weiteren Angeboten runden regelmäßige Schulungen und Workshops für Nachwuchskräfte das Engagement des Familienunternehmens ab. 

Preisvergabe in der Kategorie "international"

Den Familienlöwen in der Kategorie „International tätige Unternehmen“ konnten Vorstandsvorsitzender Roland Auer, Anja Schatt-Steiner und Sonja Schatt-Fritsch von der Schattdecor AG aus Thansau aus den Händen von Bundestagsabgeordneter Daniela Ludwig entgegennehmen. Bei Schattdecor ist Individualität erwünscht. Veränderungen werden nicht gescheut, sondern gefördert. 

Als besonders herausragend bezeichnete Daniela Ludwig das Ferienprogramm, das Schattdecor regelmäßig für die Mitarbeiterkinder organisiert und wies auf den großen Bedarf hin: „Als Mutter von zwei Kindern weiß ich genau, wie schwierig die Ferien für viele Familien zu überbrücken sind!“ 

Ihre Laudatio schloss Ludwig mit einem Zitat des Unternehmensgründers Walter Schatt: „Wenn man Menschen Vertrauen gibt, bekommt man viel Treue, Kreativität und Engagement zurück. Der zentrale Pfeiler unserer Unternehmenskultur heißt Wahrhaftigkeit.“ 

Schattdecor bietet sich als neuer Gastgeber an

Da sich die Töchter des Unternehmensgründers sehr über den Familienlöwen freuten, boten sie an, die nächste Verleihung 2019 in ihrem Unternehmen auszurichten. In ihren Grußworten lobten auch Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Landrat Wolfgang Berthaler die Anstrengungen, die von den Unternehmen in der Region zur Familienförderung bereits unternommen wurden und hofften, dass der Familienlöwe als weiterer Ansporn dient. 

Initiator Klaus Stöttner, MdL fasste noch einmal zusammen wie wichtig soziales Engagement und eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch und gerade für einen namhaften Wirtschaftsstandort wie Rosenheim seien. „Wie man an den Preisträgern von heute sieht, sind solche ausgeprägten Strukturen längst nicht nur in großen Unternehmen zu finden, sondern auch in vielen kleineren.“ 

Abschließend ging der Ideengeber des Familienlöwen noch kurz auf die anstehende Bundestagswahl hin: „Die CSU ist und bleibt die Partei der Familie. Mit unserem Wahlprogramm rücken wir die Familien ins Zentrum der Politik: Statt bisher zwei, sollen Müttern, die vor 1992 Kinder bekommen haben, drei Erziehungsjahre angerechnet werden. Wir erhöhen das Kindergeld um 25 Euro monatlich je Kind und wollen ein Baukindergeld einführen.“

Pressemitteilung CSU Rosenheim Stadt und Land

Quelle: rosenheim24.de

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