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Mangfalltal: Millionen für den Hochwasserschutz

Rosenheim/Schechen - Die Arbeitsgemeinschaft Stadt- und Umlandbereich Rosenheim (SUR) will 75 Millionen Euro für den Hochwasserschutz im Mangfalltal investieren.

„Wir wollen in den nächsten Jahren noch einmal rund 75 Millionen Euro investieren, damit wir 2020 einen kompletten und verlässlichen Hochwasserschutz im Mangfalltal gewährleisten können.“ Dieses ambitionierte Ziel bekräftigte der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Paul Geisenhofer, bei der jüngsten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Stadt- Umlandbereich Rosenheim (SUR) in Schechen. Die Bürgermeister der SUR-Gemeinden informierten sich dabei über den aktuellen Stand des Hochwasserschutzes an der Mangfall.

„Zukunftsweisender Hochwasserschutz ist viel mehr als nur das Bauen von Deichen und Mauern – wir beschäftigen uns heute mit Risikomanagement“, so Geisenhofer. Denn den rund 42.000 Einwohnern im Überschwemmungsgebiet, knapp 19.000 potentiell gefährdeten Gebäuden und einem möglichen Schadenspotential von einer Milliarde Euro stünden äußerst kurze Vorwarnzeiten und extreme Hochwasserspitzen gegenüber. Das Wasserwirtschaftsamt setze diesem Szenario ein integriertes Schutzkonzept entgegen, das viele verschiedene Handlungsfelder umfasst. Auch die Gemeinden können dazu wichtige Beiträge leisten, wenn sie durch ein gezieltes Flächenmanagement dafür sorgen, dass das Schadenspotential nicht weiter wächst.

Renaturierung der Mangfall

So sollen in dem bestehenden natürlichen Überschwemmungsgebiet der Mangfall keine neuen Siedlungsflächen ausgewiesen werden. Begleitend dazu soll die Mangfall weiter renaturiert werden.

Zum Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasser setzt das Wasserwirtschaftsamt, um Hochwasserrückhalteräume zu schonen, wo immer möglich auf den Bau einer zweiten Deichlinie, die vom Gewässer abgerückt wird und direkt entlang der Bebauung verläuft. Neben dem Neubau von Deichen rüstet das Wasserwirtschaftsamt alte Deiche mit Erdbetonwänden auf, um Brüche im Überschwemmungsfall zu verhindern.

Besondere Bedeutung des Rückhaltebeckens Feldolling

Besondere Bedeutung für den Hochwasserschutz kommt dem Rückhaltebecken Feldolling zu. Mithilfe von Niederschlagsprognosen und Abflussmodellen lässt sich das Gebiet bei Katastrophenhochwässern so fluten, dass die Hochwasserspitze gezielt und kontrolliert gekappt werden kann und so die Überschwemmungsgefahr im unteren Mangfalltal Richtung Rosenheim geringer wird. Nächster Schritt ist die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für das Rückhaltebecken.

Gastgeber Hans Holzmeier, Bürgermeister der Gemeinde Schechen, dankte Paul Geisenhofer für seine Informationen, die vor allem bei den Verantwortlichen der direkt an der Mangfall liegenden Städten, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Bürgermeister Peter Kloo aus Kolbermoor und Bürgermeister Felix Schwaller in Bad Aibling auf großes Interesse stießen.

Die Bürgermeister der SUR besprachen zudem das Programm der nächsten SUR-Tagung im Rosenheimer KUKO am 26. Juni 2012. Vertreter der Wissenschaft, der Vorstandsvorsitzende von E.ON Bayern, Thomas Barth, und regionale Kommunalpolitiker diskutieren über die Auswirkungen der Fortschreibung der Landesentwicklungsplanung zu Siedlungsstruktur, Einzelhandel und Energiewende.

Das nächste Treffen der Arbeitsgemeinschaft Stadt- Umlandbereich Rosenheim (SUR) findet am 11.Juli.2012 anlässlich der Tiefseeausstellung im KUKO in Rosenheim statt.

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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