Restmüll: Gebühren sinken ab Juli

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Rosenheim - Gute Nachrichten für die Bürger: Der Rosenheimer Kreistag senkt ab 1. Juli die Abfallgebührensatzung. Außerdem wird die 40 Liter-Restmülltonne eingeführt.

Die Restmüllgebühren werden im Landkreis Rosenheim deutlich sinken. Der Kreistag beschloss heute eine Änderung der Abfallgebührensatzung. Demnach gelten ab 1. Juli neue Gebühren, die um durchschnittlich 20 Prozent niedriger sind als heute.

Lesen Sie dazu auch:

Gibt es bald eine Müll-Reform?

Zudem führt der Landkreis die 40 Liter-Restmülltonne ein. Grund ist das hohe Trennungs- und Sortierbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Nach Auskunft von Landrat Josef Neiderhell steht der Landkreis mit einer Recyclingquote von 72 Prozent in Bayern ganz vorn. Parallel zum Anstieg der getrennt erfassten Wertstoffe stieg in den vergangenen Jahren die Nachfrage nach einer Restmülltonne mit weniger Füllraum als die derzeit kleinste Tonne mit 80 Litern. Im Sachgebiet Abfallwirtschaft nimmt man an, dass etwa 9.000 Haushalte die 40 l-Tonne in Anspruch nehmen könnten.

Robert Bauer, der Behördenleiter des Landratsamtes äußerte sich in der Sitzung zum neuen Kreislaufwirtschaftsgesetz, das am 1. Juni dieses Jahres in Kraft tritt. Die darin geforderten Vorgaben erfülle der Landkreis seit 20 Jahren. Die ab 2015 mögliche Einführung einer Wertstofftonne sieht Bauer gelassen. Man sei nach wir vor bestens aufgestellt und könne beruhigt in die Zukunft schauen.

Von allen Rednern im Kreistag wurde die Senkung der Müllgebühren begrüßt. Otto Lederer, Sprecher der CSU-Fraktion meinte, man komme denjenigen entgegen, die Wertstoffe besonders akribisch trennten. Leonhard Hinterholzer von Bündnis 90/Die Grünen lobte das Umweltbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger und Walter Pakulat von der FDP sah ein Signal an die Bürger für ihre gute Mitarbeit bei der Wertstofftrennung. Peter Kloo von der SPD und Freie Wähler-Sprecher Dieter Kannengießer regten an, an den Wertstoffhöfen die Öffnungszeiten und den Service zu verbessern. Landrat Neiderhell kündigte an, diesbezüglich mit dem Gemeindetag sprechen zu wollen.

Bei den 120 l-Tonnen sinken die monatlichen Gebühren mit Kompostierabschlag von 16 Euro auf 12,90 Euro. Die 80 l-Restmülltonnen kosten ab 1. Juli mit Kompostierabschlag 8,60 Euro monatlich, statt bisher 11 Euro. Die jährliche Ersparnis beträgt pro Jahr und Haushalt knapp 30 Euro. Für die neuen 40 l-Tonnen werden mit Kompostierabschlag monatlich 5,40 Euro fällig. Für einen Haushalt, der bisher eine 80 l-Tonne nutzt, reduzieren sich die Kosten um mehr als die Hälfte.

Unverändert ließ der Kreistag die bisher geltende Regelung des Kompostierabschlags. Etwa drei Viertel der Haushalte kompostieren selbst. Dadurch ersparen sie sich etwa zehn Prozent der Restmüllgebühr. Von Helmut Freund von der Bayernpartei war der Kompostierabschlag in

Frage gestellt worden. Er forderte von der Verwaltung, darüber nachzudenken, den Abschlag abzuschaffen. Zur Begründung meinte Freund, auch derjenige müsse mitzahlen, der nicht kompostiere.

Mehr als 18 Jahre war es der Abfallwirtschaft im Landkreis gelungen, die Müllgebühren stabil zu halten. Landrat Josef Neiderhell ist zuversichtlich, dass es auch mit der neuen Gebührenregelung möglich sein wird, gleichbleibende Abfallgebühren zu gewährleisten.

Für die beschlossene Änderung der Abfallgebührensatzung wurden in der Kreistagssitzung mehrere Gründe genannt. So hat der Landkreis, als Mitglied im Zweckverband Abfallverwertung Südostbayern, die aufgenommenen Kredite für den Aufbau der Müllverbrennungsanlage in Burgkirchen inzwischen zurückgezahlt. Durch neue Verträge gelang es, die Behandlungsentgelte für die thermische Verwertung des Haus- und Sperrmülls zu senken. Zudem ging der finanzielle Aufwand für die Einsammlung des Abfalls durch ständige Optimierung der Betriebsabläufe nachhaltig zurück. Ein weiterer Grund sind die gestiegenen Erlöse für die eingesammelten Wertstoffe, vor allem für Altpapier und Altmetall.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Rosenheim

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser