Biogas aus der Region

Biogas-Strom vom Stall bis ins Festzelt 

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Rosenheim - Die VR-Bank lud am Dienstag zur Konferenz mit Staatsministerin und Rodelweltmeister. Besprochen wurde die Nützlichkeit von Biogas, das zur Zeit auch die Wiesn versorgt:

Der Strom für das diesjährige Herbstfest wird zum ersten Mal von Bauern aus der Region gestellt. Um diese große Aufgabe zu meistern, haben sich vier starke Partner zusammengetan: Der Wirtschaftliche Verband der Stadt und der Landkreise Rosenheim e.V., die Stadtwerke Rosenheim, der Fachverband Biogas und die Volksbank Raiffeisenbanken in Stadt und Landkreis Rosenheim.

Am 1. September trafen sich Vertreter der vier Partner, um über das Thema "Biogas" zu informieren. Dazu wurde neben den Vertretern der Presse auch die Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Ilse Aigner eingeladen - und zehnfacher Rodelweltmeister Georg Hackel.

Biogas kann's

Die Eingangsrede hielt der Botschafter für den Fachverband Biogas e.V. Georg Hackl. Dabei betonte der ehemalige Leistungssportler, wie wichtig ihm persönlich das Thema Biogas sei. Durch Biogas könne das zentrale Problem der stockenden Energiewende gelöst werden. Wenn Solar- oder Windkraftanlagen ausfielen, könne man Energie über die Biogasanlagen gewinnen, die in der Lage sind Biogas als Energie zwischenzuspeichern. "Das Rosenheimer Projekt ist ein Leuchtturm für die Energiewende der Zukunft", betont Hackl. Biogasanlagen würden zudem in einem hohen Maß zum Klimaschutz beitragen. Der Olympiasportler richtete zum Schluss noch einen Appell an die Politik, in dem er zum Ausdruck bringt wie wichtig es sei, die Biogasanlagen nachhaltig zu unterstützen. "Biogas kann das!", beendet er anschließend seine Rede.

Das ist der Wahnsinn

Auch Ministerin Ilse Aigner ist schon lange Befürworterin des Biogaskonzepts. "Das ist der Wahnsinn, wenn man erneuerbare Energien hat, die auch noch speicherbar ist!", betont die gebürtige Feldkirchnerin. Die Zusammenarbeit der Rosenheimer Initiative funktioniere vor allem so gut, weil alle an einem Strang zögen. Genau so etwas bräuchte man deutschlandweit. Ein Drittel der Stromversorgung in unserer Region wurde bereits auf Biogas umgestellt.

Das virtuelle Kraftwerk

Ilse Aigner versorgt das Herbstfest mit Strom. Zum Vergrößern hier klicken

Das sogenannte "Virtuelle Kraftwerk" wird von den Stadtwerken Rosenheim gesteuert. Die Vorgehensweise erklärte Sebastian Ranner, Geschäftsführer der Stadtwerke Rosenheim.Insgesamt liefern 21 Biogashöfe aus der Region Strom für das Rosenheimer Herbstfest. "Dies macht Energie aus der Region erlebbar", erläutert Ranner.  Das Problem sei, dass die Direktvermarktung für Einzelbetriebe nicht möglich sei. Aus diesem Grund gibt es die Rosenheimer Kooperation, die faire Verträge gestaltet.

Strom auf der Wiesn als Beweis

Die Stromversorgung für die Wiesn ist eine Beweis dafür, was Biogas alles leisten kann. Familie Maier hat ihren Hof bereits mit einer Biogasanlage ausgestattet und stellt ihr virtuelles Kraftwerk an dieser Stelle zur Verfügung. Durch eine App kann der Landwirt jederzeit seine Anlage steuern. Ministerin Ilse Aigner hatte dann die Ehre auf diese Weise den Strom auf dem Rosenheimer Festgelände zu kontrollieren. 

Zuletzt beendete Christian Bürger die Konferenz noch mit den Worten: "Dies ist zwar nur ein kleiner Mosaikbaustein, aber nur viele kleine Mosaikbausteine ermöglichen das große Ganze!"

Saraida Höfer/Pegah Meggendorfer

Quelle: rosenheim24.de

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