JU fordert Bürgerdialog zum Nahverkehr

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Kreisrat Florian Gerthner leitete den Workshop zur Erarbeitung der Hauptkriterien für einen modernen Nahverkehr.

Rosenheim - Wie häufig, wohin und wie teuer - das alles sind für die Junge Union wichtige Kriterien für einen modernen Nahverkehr. Das wurde bei einem Workshop deutlich:

Im Rahmen ihrer traditionellen Klausurtagung auf Frauenchiemsee führte die Junge Union Rosenheim-Land ein Nahverkehrsforum durch. Nach einem Überblick über die Struktur des aktuellen Nahverkehrskonzepts in der Region durch Franz Polland, langjähriger Niederlassungsleiter der RVO in Rosenheim, untersuchten die Nachwuchspolitiker Schwerpunkte für eine Überarbeitung des Nahverkehrsplans in Stadt und Landkreis.

Kreisrat Florian Gerthner aus Neubeuern erklärte, dass die Junge Union einen Dialog mit Fahrgästen und Interessensvertretern für wichtig hält. „So können wir den zehn Jahre alten Nahverkehrsplan an die aktuellen Herausforderungen anpassen und zu einer wachsenden Attraktivität des ÖPNV beitragen“, so Gerthner.

In einem ausführlichen Impulsvortrag stellte zunächst der langjährige Niederlassungsleiter der RVO in Rosenheim Franz Polland die Struktur des ÖPNV in Stadt und Landkreis Rosenheim vor. Nach Pollands Worten wickelt die RVO ca. 85% des regionalen Busverkehrs ab. Die restlichen Strecken werden eigenwirtschaftlich von verschiedenen privaten Unternehmern betrieben. Rückrad ist dabei der Schülerverkehr. Durch die Integration der Schüler in den Linienbetrieb konnte in den letzten Jahren das Netz deutlich engmaschiger gestrickt und der Takt verdichtet werden. Einige Früh- und Abendkurse werden durch öffentliche Zuschüsse gesichert.

Im folgenden Workshop unter der Leitung des Kreisvorsitzenden Gerthner erarbeiteten die Teilnehmer die Hauptkriterien für einen modernen Nahverkehr. Aus Sicht der JU hängt die Attraktivität hauptsächlich an den Punkten Fahrtenhäufigkeit, Netzdichte und Tarifstruktur. Hier soll im Zuge der Erarbeitung eines neuen Nahverkehrsplans die Verknüpfung unter den Verkehrsträgern und in die Nachbarlandkreise ein Schwerpunkt sein.

Hinsichtlich Fahrpreisen stellten die JU-ler fest, dass eine Vielfalt unterschiedlicher Tarife existiert, die aber bei den potentiellen Fahrgästen kaum bekannt ist. Kreisrat Gerthner sagte deswegen zu, sich für eine Marketingkampagne hierfür einzusetzen.

Für die Junge Union kann die Fortschreibung des Nahverkehrsplans dabei nur im Dialog mit den Nutzern erfolgen. Sie schlägt deswegen vor, verschiedene regionale Foren einzurichten, über die die Fahrgäste, Kommunen und betroffene Verbände, wie Arbeitgeber-, Gewerbe- und Tourismusverband, eingebunden werden können. Außerdem ist nach Überzeugung der JU eine intensive mediale Begleitung unabdingbar.

Pressemitteilung Junge Union Rosenheim-Land

Quelle: rosenheim24.de

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