Ideenwettbewerb "Gründen im Grünen"

"PlanB": Biomasse-Geschäftsidee gesucht

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(v.l.) Claudia Kirchmair, Prof. Matthias Zscheiler, Prof. Erich Köster, Dr. Jürgen Bauer und Lena-Maria Brendl bei der Präsentation des Ideenwettbewerbs "PlanB 2016" am Dienstag an der Hochschule Rosenheim
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Rosenheim - Mit einem stattlichen Preisgeld und weiteren Hilfestellungen für Existenzgründer lockt der Ideenwettbewerb "PlanB 2016" ab sofort junge Unternehmer in der Region:

Zusammen mit Claudia Kirchmair und Lena-Maria Brendl, Vertretern der BioCampus Straubing GmbH, Dr. Jürgen Bauer vom Cluster Forst und Holz in Bayern und Prof. Matthias Zscheile, Labor-Leiter an der Hochschule Rosenheim stellte Präsident Prof. Heinrich Köster den Ideenwettbewerb "PlanB 2016:  Gründen im Grünen" am Dienstag offiziell vor. Für innovative Herangehensweisen an die Nutzung nachwachsender Rohstoffe werden dabei insgesamt Preise im Wert von rund 14.000 Euro und viele weitere Sachleistungen ausgeschrieben.

Um was geht es beim Ideen-Wettbewerb "PlanB"?

"100 % Cellulosefasern neu gedacht" so das Motto des Wettbewerbs, an dessen Ende innovative Ansätze stehen sollen, die in den Bereichen Bau und Baustoffe, Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau, Farben, Lacke und Klebstoffe, Marketing, Produkte, Verfahren oder Technologien frischen Wind in die Industrie bringen sollen. "Im Zuge der Energiewende hat die Kombination von Werkstoffen enorm an Bedeutung gewonnen", erklärte Prof. Heinrich Köster den Hintergrund der Kampagne. Mit der Fertigungsanlage "MUNACU" - Multifunktionale Naturfaser Kunststoff Composites - sei die Hochschule in diesem Bereich bereits aktiv und forsche an zukunftsweisenden energie- und ressourcenschonenden Lösungen.

Mit der Spezialisierung auf "Holz als Rohstoff Nummer 1" in Rosenheim biete die Hochschule den perfekten Nährboden für den Wettbewerb, bestätigte auch Claudia Kirchmair, die den Wettbewerb im Detail vorstellte, und weiter: "Wir müssen weg vom Erdöl. Deswegen brauchen wir auch einen Plan B in der Schublade. Optimale Startbedingungen als auch für junge Start-Ups". Dabei richte sich die Ausschreibung nicht ausschließlich an die Studenten der Holztechnischen Fakultät. Auch Handwerksbetriebe, die Lösungen zur Verwertung der Reststoffe liefern könnten oder sogar "Garagentüftler" wolle man mit dem Preisgeld und Beratungsangeboten locken, ergänzte Lena-Maria Brendl.

"Holztechnik muss breiter werden und auch über den Tellerrand hinaus schauen. Die Aufgabe der Zukunft ist es, auch interdisziplinär tätig zu werden", verdeutlichte Prof. Matthias Zscheiler, Laborleiter an der Rosenheimer Hochschule. Das Potential in der Kombination über die Systemgrenzen hinaus zu erkennen, sei schließlich der Grundgedanke des Wettbewerbs. "Wenn von zehn Ideen eine gut ist, dann ist das schon genug", so Zscheiler abschließend.

Was erwartet die Teilnehmer bei "PlanB"?

Seit dem 12. Mai läuft der Wettbewerb bereits. Bis zum 15. August haben Teilnehmer noch die Möglichkeit, ihre Ideen einzureichen. Einzige Bedingung: Ein deutlicher Bezug, sowohl zum Freistaat Bayern als auch zu den nachwachsenden Rohstoffen muss gegeben sein. Teilnehmen können sowohl Gruppen als auch Einzelpersonen.

Nach einer ersten Beurteilung durch eine Fach-Jury warten dann in einer weiteren Phase des Wettbewerbs spezielle Coachings auf die Kandidaten. Zentrales Element des Prozesses stellt dabei das Netzwerken untereinander und der Kontakt zu Firmen und Experten aus der Branche dar. Bis Ende des Jahres sollen dann bereits die fertigen Business-Pläne und finale Ideen stehen. Anfang 2017 sollen die Ausarbeitungen dann öffentlich vorgestellt werden.

Zusätzlich zu den Preisgeldern warten auf die ersten drei Plätze schließlich noch 1-Jahres Business-Couchings und für den Gewinner sogar ein Jahr Mietfreiheit in einer Startereinheit im sogenannten BioCubator. Alle weiteren Informationen finden Interessenten auf der Internetseite des Wettbewerbs oder auch direkt an der Hochschule Rosenheim.

Quelle: rosenheim24.de

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