Geburten in Rosenheim

Pfaffeneder: "Kurze Wege für den Notfall"

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Für rund 1 Mio. Euro wurde die bestehende Infrastruktur am RoMed Klinikum in einjähriger Bauphase erneuert
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Rosenheim - Nach über einem Jahr Bauzeit, stehen die neuen Kreißsäle am RoMed Klinikum den werdenden Müttern offen. Was sich damit im Krankenhaus geändert hat:

Kosten in Höhe von insgesamt rund 1 Mio. Euro wurden kürzlich in die Kreißsäle, die Geburtshilfliche Station und die Kinderstationen am RoMed-Klinikum in Rosenheim investiert. Das Ziel der Maßnahme: Zur Organisationsverbesserung und Wegeverkürzung sollten die unterschiedlichen Stationen räumlich konzentriert werden, erklärt der Hauptgeschäftsführer der Klinik, Günther Pfaffeneder. Parallel zu den Renovierungsarbeiten am bestehenden Kreißsaal-Bereich wurde der Komplex um einen weiteren Entbindungsaum erweitert. Zusätzlich wurde die neu errichtete Kinderintensivstation im gegenüberliegenden Haus mit einer Brücke an den Trakt angeschlossen.

Kurze Wege für den Notfall

"Es ist absolut wichtig, dass wir hier im Notfall auf kurze Wege zurückgreifen können", so Günther Pfaffeneder. Derzeit noch im Bau befindet sich die neue Geburtshilfliche Station im Gebäude 5 des Krankenhauses. Betriebsbeginn könne hier allerdings erst im Februar 2016 sein, so Pfaffeneder weiter. Die Maßnahme bilde dann aber den Schlusspunkt der Anpassung der Stationen im Haus 5 für die neue Nutzung. Die Gesamtkosten des Umbaus in Höhe von 6,65 Mio. Euro werden von der Regierung von Oberbayern vorraussichtlich mit insgesamt 3,75 Mio. Euro gefördert.

Effektiv verfügt die RoMed-Klinik nun über insgesamt vier Kreißsäle: Drei reguläre Geburtsräume und einen sogenannten Wehenraum, der sich in punkto Ausrüstung nicht von den anderen unterscheidet. Bei der Gestaltung habe man in erster Linie auf den "Wohlfühlcharakter" geachtet, so Pfaffeneder. In Holzoptik gehalten, mit viel indirektem Licht und einer Ausstattung in warmen Farben, sei eben diese Vorgabe umgesetzt worden.

Einigung beim Krankenhausstrukturgesetz auf dem Weg?

"Die bisherigen Entwürfe zum Krankenhausstrukturgesetz waren beinahe schon krankenhausfeindlich. Fast schon wahre Kürzungsorgien", erklärt Günther Pfaffeneder zum geplanten Reformprogramm. Nach persönlichen Gesprächen mit den Planern sei der Hauptgeschäftsführer mittlerweile jedoch davon überzeugt, dass man sich insgesamt auf einem guten Weg befinde. Im Zuge eines neu aufgelegten Eckpunktepapiers gäbe der Klinikchef für seine Mitarbeiter Entwarnung.

Viele Kürzungen seien aus dem Reformpapier gestrichen worden, die derzeitige Fassung betitelte Pfaffeneder als akzeptabel und weiter: "Viele Details, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie wegfallen, sind verschwunden. Das macht das Ganze für die Krankenhäuser erträglich und ist für uns eine große Erleichterung."

Quelle: rosenheim24.de

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