Von einer kleinen Idee zu einer Vision

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Rosenheim - Der SV Schloßberg finanzierte im Jahr 2011 mit einer tollen Software-Idee seinen Kunstrasenplatz. Die Entwickler haben daraus eine Vision entwickelt.

Im Jahr 2011 hatte der SV Schloßberg-Stephanskirchen eine Idee für ein Sponsoring-Projekt zur Finanzierung eines eigenen Kunstrasenplatzes. Mittlerweile ist der Kunstrasenplatz fertiggestellt, doch die Software lebt weiter! Die Idee, eine vom Rosenheimer Unternehmen Tendo Interactive entwickelte und betriebene Online Spenden-Software, basiert auf dem Gedanken, spielerisch Spenden zu sammeln, um Vereine und Gemeinden bei der Finanzierung von Kunstrasenplätzen zu unterstützen.

Die typische Finanzierung eines Fußballplatzes wird zum größten Teil von den Gemeinden, Landkreisen, Kreissportverbänden und durch Kredite finanziert. Der fehlende Betrag muss in den meisten Fällen durch Eigenleistung und Sponsoren des Vereins aufgebracht werden. Die Software hilft den Vereinen dabei, diesen Bereich aufzubauen und zu stärken.

Möchte ein Verein die Software nutzen, bekommt er wahlweise einen kompletten Webauftritt oder ein Plugin zur Erweiterung der Vereinswebseite. Zusätzlich wird der Verein bei der Erstellung von professionellen Werbemitteln unterstützt und bekommt das Know-How des gesamten Netzwerks zur Verfügung gestellt. Zudem erhalten die Projektleiter Zugang zu einer Verwaltung mit detaillierten Statistiken über die Einnahmen und Paten.

Das Herzstück der Software ist ein virtueller Fußballplatz, der in beliebig viele Parzellen und Bereiche unterteilt werden kann. Durch wenige Klicks kann der Spender eine oder mehrere gewünschte Parzellen erwerben. Die Einnahmen fließen hierbei zu 100 Prozent an den Verein weiter.

Ein sehr wichtiger Aspekt der Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit den Vereinen. Auf diesem Weg ist Ende 2011 diese Software entstanden. Kamil Kubica, Software-Entwickler und Spieler des SV Schloßberg, entwickelte zusammen mit dem Verein die erste Version der Software. Ein Jahr später ist ein weiterer Verein auf die Software aufmerksam geworden. Mit Borussia Neunkirchen aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist die Software um viele neue Funktionen erweitert worden. Als Anfang 2013 der TSV Phönix Lomersheim ebenfalls an der Software interessiert war, beschlossen Kamil Kubica und Pascal Streicher, Gründer und Geschäftsführer von Tendo Interactive, die zweite Version der Software zu entwickeln und aus der kleinen Idee des SV Schloßberg ein Produkt mit der Vision zu entwickeln, den Fußball in Deutschland ein klein wenig zu verbessern. Neben der zweiten Version der Software sind eine Produktseite (www.kunstrasenplatz-finanzierung.de) sowie eine konkrete Marketingstrategie und Werbematerial entstanden. So konnten man kurze Zeit später Arminia Bielefeld im Netzwerk begrüßen, die die Software zur Stärkung der Fangemeinde mit einem bestehendem Kunstrasenplatz nutzen.

Dieses Projekt hilft den Vereinen nicht nur finanziell beim Bau eines Fußballplatzes, sondern bindet die Region auch mehr an den Verein. Die Spender unterstützen den Verein, indem sie die Patenschaft für einen Teil des Platzes übernehmen. Doch es ist viel mehr als nur eine Patenschaft. Es schafft eine Art Nähe und Bindung zum Verein von nebenan, bei dem wohlmöglich der eigene Sohn oder die eigene Tochter spielt oder eines Tages spielen wird. Das junge Rosenheimer Start-Up hofft, mit dieser Software einen wichtigen Beitrag zum Amateurfußball in Deutschland leisten zu können.

Pressemitteilung Tendo Interactive

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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