17. Pädiatrietag im Rosenheimer Klinikum

Impfquoten müssen besser werden!

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Der Leiter der Kinderklinik Dr. Torsten Uhlig und MdB Daniela Ludwig.

Rosenheim - Die Impfskepsis in Stadt und Landkreis Rosenheim ist sehr hoch. Abgeordnete Daniela Ludwig möchte sich für eine steigende Impfquote einsetzen.

Die CSU will nach den Worten der Rosenheimer Bundestagsabgeordneten Daniela Ludwig dazu beitragen, dass künftig mehr Kinder zum Schutz vor Infektionskrankheiten geimpft werden. Eine Schlüsselfunktion komme dabei dem Präventionsgesetz des Bundes zu, sagte die heimische CSU-Wahlkreisabgeordnete am Samstag (18. April) auf dem 17. Pädiatrietag des RoMed-Klinikums in Rosenheim. „Wir setzen uns unter anderem dafür ein, dass es eine Pflicht zur Überprüfung des Impfstatus bei Früherkennungsuntersuchungen und zur ärztlichen Impfberatung bei der Erstaufnahme in Kindertageseinrichtungen gibt“, so Ludwig wörtlich. „Ich glaube, dass wir so die Impfquoten weiter steigern und zunächst ohne eine Impflicht auskommen können.“

Die Impfskepsis in der Region Rosenheim ist nach den Angaben der Abgeordneten sehr hoch. „Auch in meinem Bundestagsbüro haben mich in letzter Zeit mehrere Schreiben erreicht, in denen mir Bürger ihre Bedenken und Vorbehalte gegenüber Schutzimpfungen darlegen.“ Die Skepsis der Bevölkerung spiegelt sich auch in der Statistik wider. Stadt und Landkreis Rosenheim sind im bayernweiten Vergleich bei der Durchimpfungsrate für Masern Schlusslicht im Freistaat. So liegen die Impfraten für die erste Impfung im bayernweiten Durchschnitt bei 95,3 Prozent und für die zweite Impfung bei 90,5 Prozent. In Stadt und Landkreis Rosenheim betragen diese Impfraten dagegen nur 86,4 Prozent für die erste und 77,5 Prozent für die zweite Impfung.

„Meine Antwort auf die Fragen besorgter Eltern ist immer die gleiche“, berichtete Daniela Ludwig. „Schutzimpfungen sind die effektivsten Maßnahmen zur primären Prävention von Infektionskrankheiten. Durch die Fortschritte bei der Entwicklung, Herstellung und Qualitätskontrolle und durch ständige Kontrollen und Prüfungen ist stets eine größtmögliche Sicherheit gewährleistet.“ Das Risiko einer schweren Impfnebenwirkung sei gegenüber schweren Kinderkrankheiten mit oft gravierenden Folgen gering. Nicht vergessen dürfe man auch die Gefahr einer geringen Impfquote für die Kinder, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden könnten oder zu jung seien. „Hier haben die Eltern nicht nur die Verantwortung für die eigenen Kinder. Dass sich Berliner Kinderärzte genötigt sahen, Müttern mit Säuglingen zu empfehlen, lieber zu Hause zu bleiben, darf in einem Land mit einem so gut entwickelten Gesundheitssystem wie dem unseren eigentlich nicht vorkommen!“ Ludwig zeigte Verständnis für die Sorgen der Eltern und bedankte sich bei den Ärzten für ihren Einsatz und die nicht einfachen Diskussionen mit den besorgten Eltern.

Themen auf dem Pädiatrietag waren neben der Impfpflicht noch Symptome und Behandlung von Husten und Fieber sowie psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen sowie Gewalt bei Jugendlichen. Gerade bei den chronischen psychosomatischen Erkrankungen bei Jugendlichen habe das RoMed Klinikum in den vergangenen Jahren neue Therapieansätze entwickelt und damit gute Erfahrungen gemacht, sagte der Leiter der Kinderklinik Dr. Torsten Uhlig. Er bedankte sich bei Daniela Ludwig für ihr jahrelanges Engagement für die Klinik und ihre Schirmherrschaft über den Förderverein. „Sie unterstützen die Kinderklinik seit langem, das wissen wir sehr zu schätzen“, so der Chefarzt.

Pressemitteilung MdB Daniela Ludwig 

Quelle: rosenheim24.de

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