Großes Lob für Projekte beim Gründerpreis 2015

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Von Links: Vorstandsvorsitzender Alfons Maierthaler, Markus Krapfl, Vitus Zeller, Susanne Weber, Asena Harmanda, Christian Pausinger, Rosenheims dritte Bürgermeisterin Dr. Beate Burkl und Landrat Wolfgang Berthaler.

Rosenheim - Ein kostengünstiger 3D-Drucker, das Buch „Susi und der Mondkönig“ und ein „CLIPboART“: Das waren die ersten drei Preise bei der Vergabe des Gründerpreises 2015.

Vitus Zeller und Markus Krapfl von der ZmartPart GmbH sind am Abend des 12. Februar zu den Siegern beim Gründerpreis Rosenheim 2015 gekürt worden. Die Jury sah die Preisträger technologisch ganz weit vorne und ihrem Businessplan samt Präsentation wurde „Hand und Fuß“ bescheinigt. Beim Festakt im Sparkassen-Hochhaus in Rosenheim wurden alle Preisträger von Landrat Wolfgang Berthaler geehrt.

Zuvor gab es lobende, aber auch mahnende Worte für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Gründerpreis Rosenheim 2015. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling und Hausherr Alfons Maierthaler meinte, mit der Teilnahme haben sie vielleicht den wichtigsten Baustein für ihre Zukunft gelegt.

Maierthaler warb dafür, sie mit Überzeugung anzugehen: Jede noch so gute Geschäftsidee kann scheitern, wenn sie nicht mit Mut, Kraft und Ausdauer an die Sache herangehen. Für Landrat Wolfgang Berthaler ist der Gründerpreis-Wettbewerb wichtig für die Attraktivität des Wirtschaftsraumes Rosenheim: Sie kann nur erhalten werden, wenn zusätzlich neue Unternehmen mit innovativen Ideen und Produkten entstehen.

Harmut Drexel von der Handwerkskammer für München und Oberbayern schwärmte vom Gründerpreis Rosenheim 2015: Der erste Wettbewerb 2013 war schon eine Schau, ich glaube der heutige Abend steht dem in nichts nach. Drexel, aber auch Wolfgang C. Janhsen, der Geschäftsstellenleiter der Industrie- und Handelskammer in Rosenheim beleuchteten die Chancen und Risiken der Selbstständigkeit. Es bedeutet, den sicheren Arbeitsplatz sowie geregelte Arbeits- und Urlaubszeiten aufzugeben, so Drexel.

Auf der anderen Seite sind Gründer, laut Janhsen, die Zukunft der Wirtschaft. Ein Gründer braucht eine Vision, er braucht Kraft und Glauben, muss die Ärmel hochkrempeln und hart arbeiten. Auch von Drexel und Janhsen gab es jeweils großes Lob für die eingereichten Businesspläne. Rosenheims dritte Bürgermeisterin Dr. Beate Burkl sah das große Potential der Jungunternehmer und Existenzgründer: Die vielen kreativen Ideen begeistern.

Der Gewinner des Gründerpreises Rosenheim 2015, die vor eineinhalb Jahren in Rosenheim gegründete ZmartPart GmbH spezialisierte sich auf die additive Fertigung. Das heißt, Prototypen werden im Computer entworfen und mit Hilfe von 3D-Druck verwirklicht. Diese Technologie ist noch relativ neu. Die Modelle werden in einem Stück gefertigt, derzeit allerdings nur in kleinen Mengen. Für die Zukunft wollen Vitus Zeller und Markus Krapfl versuchen, die Kosten zu senken mit dem Ziel, den 3D-Druck in der Massenfertigung einzusetzen. Landrat Berthaler zeigte sich optimistisch, er sieht das Ende der Fahnenstange für dieses Unternehmen noch lange nicht erreicht. Als Belohnung gab es den Gründerpreis-Pokal, einen Chefsessel und 1000 Euro.

Den zweiten Preis vergab die Jury an Susanne Weber. Die Griesstätterin war Schlossführerin auf Herrenchiemsee und zwar für Kinder. Auf Grundlage ihrer Erfahrungen schrieb sie ein Buch mit dem Titel „Susi und der Mondkönig“. Es handelt von einem Schulausflug zum Schloss Herrenchiemsee, wo ein Mädchen auf den leibhaftigen König Ludwig trifft.

Susanne Weber will ihr Erstlingswerk im Selbstverlag vermarkten. Die Konkurrenz auf dem Buchmarkt ist enorm, daher lobte die Jury den Mut und das Herzblut der Preisträgerin. Der Landrat wünschte ihr viele Leserinnen und Leser, ein Erfolg könnte der Einstieg in eine erfolgreiche Autorenkarriere sein. Susanne Weber erhält eine Erstausstattung im Bereich „Corporate Identity“ sowie 500 Euro.

Ebenfalls 500 Euro gibt es für den dritten Preis, den sich Christian Pausinger aus Feldkirchen-Westerham sicherte. Der Ingenieur und Sportler entwickelte eine raffinierte Wandhalterung für Sportgeräte, die er „CLIPboART“, nannte. Die Jury lobte unter anderem, dass das Produkt thematisch zur hiesigen Tourismus- und Freizeitregion passt. Zudem soll die Wandhalterung von heimischen Handwerksbetrieben hergestellt werden.

Mit ihrer Geschäftsidee „Design your shoes“ gewann die erst 14-jährige Asena Harmanda aus Kolbermoor einen mit 200 Euro dotierten Sonderpreis. Die jüngste Teilnehmerin im Wettbewerb gestaltet Schuhe nach Wunsch um und macht sie so zu persönlichen Kostbarkeiten. Mit ihrem Ehrgeiz und ihrem Engagement zeigt sie, dass die nächste Wirtschafts-Generation schon in den Startlöchern steht, lobte Landrat Berthaler. Er würdigte darüber hinaus den zukunfts- und praxisorientierten Unterricht der Pauline-Thoma-Mittelschule in Kolbermoor. Asena Harmanda hatte ihre Geschäftsidee im Rahmen des Schulprojekts „Network for teaching Entrepreneurship – NFTE“ entwickelt.

Die Jury, bestehend aus Vertretern von Unternehmen, der Handwerkskammer für München und Oberbayern, der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling, der OVB-Heimatzeitungen, der Hochschule Rosenheim, sowie der Aktivsenioren Bayern e.V. und der Aktiven Wirtschaftssenioren e.V., hatte sich jeweils einstimmig auf die drei Preisträger festgelegt.

Insgesamt nahmen 62 Existenzgründer und junge Unternehmen am Gründerpreis Rosenheim 2015 teil. Sie hatten die Möglichkeit, an neun verschiedenen Workshops teilzunehmen. Letztlich wurden der Jury 21 Businesspläne zur Beurteilung vorgelegt. Organisiert wurde der Wettbewerb von der Wirtschaftsförderung im Landratsamt Rosenheim und der Wirtschaftsförderungsagentur der Stadt Rosenheim.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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