Rettungsdienst und Feuerwehr ziehen Bilanz

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Sitzung des ZRF im Landratsamt in Rosenheim
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Rosenheim - In ihrer Sitzung am Donnerstag diskutierte der ZRF, der Zweckverband Feuerwehr und Rettungsdienst, aktuelle Themen rund um Hochwasser, Digitalfunk, TRUST und Haushalt.  

Die Begrüßung durch Landrat Josef Neiderhell war ein weiteres Mal geprägt vom Dank. Der Hausherr lobte die Zusammenarbeit angesichts der vergangenen Hochwasserkatastrophe. Alle beteiligten Rettungskräfte erfüllten Ihre Arbeit stets weit über das normale Maß hinaus.

Im Folgenden nannte der Vorsitzende des Zweckverbands im Rahmen seines Berichts über das laufende Jahr konkrete Zahlen. So gingen alleine am 2. Juni 2857 Anrufe bei der Leitstelle ein. Insgesamt, so Ronald Zillmer, hat die Leitstelle im Zeitraum 2. bis 5. Juni 5955 Anrufe bearbeitet, was zu 2929 Einsätzen im betroffenen Gebiet führte.

Nach der Prüfung des Haushalts 2012 und der Vorstellung des Haushalts 2013, der mit 1.125.000 Euro veranschlagt wurde, standen geplante Vertragsänderungen des Rettungsdienstes und der Wasserwacht auf dem Programm. So wurde das Vorhaben diskutiert, alle Einsatzfahrzeuge nach und nach durch allrad-getriebene Fahrzeuge zu ersetzen. Josef Neiderhell stimmte diesem Vorhaben zu, auch wenn dabei nach Schätzung des Landrats Mehrkosten in Höhe von 2.000 bis 2.800 Euro für handelsübliche Fahrzeuge und 8.000 bis 10.000 Euro für die Rettungsfahrzeuge zu veranschlagen seien. Die Beschaffenheit des Landkreises vor allem in den Wintermonaten gäbe ihm jedoch Recht. Auch die Vertreter der BRK begrüßten diesen Vorschlag, seien doch bereits 24 der insgesamt 47 Fahrzeuge mit Allrad-Antrieb ausgestattet. Lediglich die Zustimmung des Versicherungsträgers müsse nun noch abgewartet werden.

Des Weiteren wurde in der Versammlung noch über die Beschaffung eines ganz besonderen Einsatzfahrzeuges abgestimmt. In Zukunft soll die Wasserwacht mit einem modernen Hovercraft, einem Luftkissenfahrzeug, ausgestattet werden. Besonders in Ufernähe und bei zugefrorenen Wasserflächen, könne dieses Fahrzeug einen wertvollen Dienst verrichten.

Im Rahmen der Nachbetrachtung der sogenannten TRUST-Studie, der Trend- und Strukturanalyse des Rettungsdienstes in Bayern, gab der stellvertretende Geschäftsführer des ZRF, Stefan Forstmeier, einen Überblick über die Entwicklung der Stellplätze Feldkirchen und Fischbachau. So seinen an beiden Plätzen Verbesserungen in Hinblick auf die Einhaltung der Hilfsfrist insbesondere im Nahbereich erkennbar. In Fischbachau konnte die Quote sogar von 70% sogar auf 80% gesteigert werden. Und auch im Bereich der Krankentransporte konnte eine deutliche Senkung verzeichnet werden.

Auch Dr. Michael Bayeff-Filloff schloss sich in seiner Betrachtung diesem Gesichtspunkt an. Durch eine Optimierung der Auslastung, eine Entlastung der Notfallrettung und einer verbesserten Routenplanung, sei das Flottenmanagement für Krankentransporte auf einem guten Weg. Des weiteren zeigte sich der Sprecher der ÄLRD Rosenheim über die Zusammenarbeit mit der Leitstelle im Bereich der Telefonreanimation sehr zufrieden.

Abschließend stellte Ronald Zillmer noch den aktuellen Stand zur Thematik Digitalfunk für die nicht-polizeilichen Einsatzkräfte im Landkreis dar. Laut Landrat Neiderhell seien die Zeitvorgaben seitens des Innenministeriums nicht zu halten. Aus diesem Grund, und nach Weisung des Ministeriums, werde man nun eine örtliche Projektgruppe ins Leben rufen, die in Eigenregie Themenbereiche wie Beschaffung , Betrieb, Schulungen, Tests und interne Kommunikation abdecken soll. Der Beginn des erweiterten Probebetriebs sei für Ende 2015 geplant, ein gestiegener Druck seitens des Ministeriums sei mittlerweile bemerkbar. Trotz der Diskussionen in den betroffenen Gemeinden seien nun bereits 86% der geplanten Sendemasten realisiert, der Start des erweiterten Probebetriebs sei somit nicht gefährdet.   

Quelle: rosenheim24.de

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