Umweltministerin Ulrike Scharf zu Gast in Rosenheim

Globaler Klimaschutz und regionale Auswirkungen

+
(v.l.) MdB Daniela Ludwig, Sabine Balletshofer, Ursula Meishammer und Umweltministerin Ulrike Scharf 

Rosenheim - Besonders der Klimaschutz stand beim gemeinsamen Frühstück von Umweltministerin Ulrike Scharf, MdB Daniela Ludwig und der Frauen-Union im Fokus. Die Folgen des Klimawandels:

„Das Wirtschaftswachstum der Zukunft muss ressourcenschonend und klimafreundlich sein!“ Dieses Fazit zog die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf beim Frühstück der Frauen-Union Rosenheim Land und Stadt im Happinger Hof – und treffender hätte man den Inhalt dieser spannenden Veranstaltung nicht umschreiben können. Rund 90 Gäste kamen zum Frühstück, für das sich die Frauen-Union dieses Mal bewusst die Umweltpolitik als zentrales Thema gewählt hatte. Bayern war hier schließlich schon in den 70er Jahren Vorreiter, betonte die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig. „Wir hatten das erste Umweltministerium, wir hatten den ersten Nationalpark mit dem Bayerischen Wald, und wir hatten als erste erkannt, dass die Schonung der Ressourcen essentiell ist für die bayerische Wirtschaft.“

Die heimische Wahlkreisabgeordnete bekräftigte das Nein der CSU zur grünen Gentechnik. „Hier in Stadt und Landkreis Rosenheim befindet sich der Hort des Widerstandes, und Bayern hat federführend dafür gesorgt, dass man auf europäischer Ebene über gentechnikfreie Zonen diskutiert.“ Auch beim Thema Fracking müsse der Schutz der Umwelt im Zweifel über dem technologischen Fortschritt stehen. Hier sei man der Umweltministerin für ihre klare Haltung sehr dankbar.

Umweltministerin Ulrike Scharf legte ihren Schwerpunkt auf den Klimaschutz, der nicht nur global, sondern auch regional und lokal eine immer größere Rolle spiele. „Wenn wir nicht gegensteuern, werden wir in 20 Jahren in Bayern nur mehr einen Gletscher haben“, warnte Scharf. „Wir haben uns deshalb das Ziel gesetzt, dass die Erderwärmung nicht mehr als zwei Grad betragen darf.“

Die Auswirkungen des Klimawandels 

Schon jetzt habe sich das Wetter geändert. „In Nordbayern fällt inzwischen ein Drittel weniger Regen als in Südbayern. Die Tiefdruckgebiete, die früher schnell durchgezogen sind, bleiben länger bei uns. Das hat gravierende Auswirkungen auf den Grundwasserpegel.“ Das haben auch Stadt und Landkreis Rosenheim zuletzt beim Hochwasser 2013 gespürt. Die Staatsregierung investiere viel in den Hochwasserschutz; seit 2001 seien dies 3,4 Milliarden Euro gewesen. Als weiteres vorrangiges Ziel nannte die Ministerin die Reduzierung des CO-2-Ausstoßes. „Bis 2050 wollen wir erreichen, dass dieser Ausstoß auf zwei Tonnen pro Bürger und Jahr sinkt.“ Bislang beträgt der CO-2-Ausstoß statistisch bei jedem Einwohner Bayerns 6 Tonnen pro Jahr, bundesweit sind es 7 Tonnen.

Zum Vergleich: In den USA liegt dieser Wert bei 17 Tonnen pro Jahr. Beim Thema Kohlendioxid geht es für Ulrike Scharf nicht nur um den globalen Klimaschutz. Hier müsse man auch in der Region ansetzen. „Die Moore beispielsweise sind sehr wichtig, deshalb werden wir dafür sorgen, dass in den nächsten Jahren wieder mehr Moore renaturiert werden.

Noch in diesem Jahr wird die Staatsregierung einen Klimareport vorlegen. Beim Thema Umweltpolitik hat sie bundesweit in diesem Jahr ein gewichtiges Wort mitzureden. Denn Bayern hat den Vorsitz in der Umweltministerkonferenz. Anlass genug für die Staatsregierung, 2015 zum Jahr des Klimaschutzes zu machen.

Bilder vom Besuch von Umweltministerin Ulrike Scharf in Rosenheim

Bilder vom Besuch der Umwelt-Ministerin

Die Ministerin gab in ihrer gut einstündigen Rede noch einen Überblick über die aktuellen Themen der Landespolitik – von der Erbschaftssteuer über die Flüchtlings- und Asylpolitik bis hin zur Energiewende. Viele Teilnehmer an der Veranstaltung nutzten die anschließende Diskussion zu Fragen an die Ministerin. Themen dabei waren unter anderem der Tierschutz, die Auflagen für Kachelöfen zur Reduzierung der Feinstaubbelastung und das Patent auf Leben.

Die beiden Vorsitzenden der Frauen-Union Rosenheim-Land, Sabine Balletshofer, und von Rosenheim-Stadt, Ursula Meishammer, bedankten sich bei Umweltministerin Ulrike Scharf für den informativen und aktuellen Einblick in die Landespolitik. Man habe sofort gemerkt, dass sich Scharf in der relativ kurzen Zeit sehr gut in ihr neues Amt eingearbeitet habe.

 

Quelle: Pressemitteilung Büro Daniela Ludwig

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Rosenheim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser