Landratskandidaten zur Kommunalwahl 2014

Landratskandidat Berthaler stellt sich vor

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Der Landratskandidat der CSU, Wolfgang Berthaler
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Tattenhausen - Im Rahmen einer Versammlung des CSU-Ortsverbands stellte sich am Mittwoch der Kandidat der CSU für die Landratswahl, Wolfgang Berthaler, vor.  

Neben der Vorstellung der 20 Gemeinderatskandidaten und zwei Kreistagskandidaten der CSU im Ortsverband Großkarolinenfeld-Tattenhausen, nutzte die Partei die Gelegenheit um den Landratskandidaten Wolfgang Berthaler vorzustellen. Der amtierende Flintsbacher Bürgermeister bot Einblicke in sein Privatleben, aber vor Allem in seine geplante, politische Arbeit. Was Wolfgang Berthaler vorhat, wenn er am 16. März als Nachfolger von Josef Neiderhell in das Amt des Landrats gewählt wird:

"kurz gefasst" mit Wolfgang Berthaler

"Vor vier Monaten habe ich noch nicht gewusst, was auf mich zukommt," berichtet Wolfgang Berthaler am Anfang seiner Rede vor dem Ortsverband in Tattenhausen. In der vergangenen Zeit habe er jedoch seine Hausaufgaben gemacht und sich an den Gedanken der Interessenvertretung im Landkreis gewöhnt. Zuerst wünsche sich der 57-jährige Vater von zwei Töchtern "Harmonie zwischen dem Landkreis und den Gemeinden." Man sei schließlich aufeinander angewiesen; nicht erst wenn es um die Kreisumlage zur Finanzierung der Vorhaben des Landkreises gehe. Hier habe er sich in der Vergangenheit stets dafür eingesetzt, die "magische 50% Grenze" nicht zu überschreiten. An diesem Grundsatz wolle er auch in Zukunft "auf der anderen Seite des Tisches" halten. Im Folgenden handelte Berthaler die zentralen Themen seines Wahlkampfes ab, angefangen bei der schulischen Situation im Landkreis.

"Unser Mittelstand kann sich überall sehen lassen"

65 Mio. Euro wolle Berthaler im Jahr 2014 in Berufsschulen investieren, ein erheblicher Teil des Landkreis-Budgets in Höhe von ca. 225 Mio. Euro. Es gelte die Ausbildung des Nachwuchses weiter zu forcieren, auch in Hinblick auf Erweiterung und den Umbau der Priener Realschule sei es "wichtig, dass wir diesen Weg gehen."

Auf der anderen Seite müsse man dafür sorgen, dass sich Unternehmen "in einem der schönsten Landkreise Bayerns" auch niederlassen wollen. Breitbandausbau und Wirtschaftsförderung sollen diesen Aspekt sicherstellen.

"Gutes Miteinander mit Rosenheim"

Wolfgang Berthaler bei der CSU-Ortsgruppe Großkarolinenfeld-Tattenhausen

Weiter sprach Berthaler die gesundheitliche Versorgung des Landkreises an. Es sei in den vergangenen fünf Jahren gelungen, die drei Kreiskliniken aus den roten Zahlen "auf eine schwarze Null" zu bringen. In Prien stehe man zwar im Moment noch vor Kosten in Höhe von 50 Mio. Euro, aber auch hier sei man zuversichtlich, das letzte Bettenhaus noch wie geplant fertigzustellen. Gemeinsam mit dem Bezirk Oberbayern wolle Berthaler in den kommenden Jahren eine neue Klinik in Gabersee in Angriff nehmen. Zwei getrennte Bettenhäuser, für den Bezirk und den Landkreis, ein gemeinsamer "Funktionstrakt" mit Operatoinssäalen.

Tourismus- und Asylpolitik

"15.000 Menschen leben im Landkreis vom Tourismus," 2,5 Millionen gewerbliche Übernachtungen in Rosenheim, aber trotzdem funktioniere die Zusammenarbeit mit dem Nachbarlandkreis Traunstein nicht richtig, so Wolfgang Berthaler. Eine Tatsache, der er in seiner möglichen Amtszeit verstärkt entgegenwirken wolle. Er verfolge dabei eine Zusammenführung der Vereinigungen um gemeinsam "schlagkräftiger agieren" zu können. 

Mit einem stetig steigenden Zulauf müsse der Landkreis auch im Bereich der Asylbewerber rechnen. Nach 500 Asylsuchenden im vergangenen Jahr müsse man sich 2014 auf 1000 neue Flüchtlinge einstellen. Eine "dezentrale Unterbringung" und "Integration als Aufgabe der Zukunft" stehe dabei ganz weit oben auf der "to-do-Liste" des Kandidaten.

"Verkehrsbaumaßnahmen müssen Vorteile bringen"

 "Der Zulauf kommt, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche," bestätigt Berthaler den geplanten Ausbau des Brennerzulaufs. Angetan zeigte er sich vom österreichischen Modell zwischen Innsbruck und Wörgl. 32 der 40 Kilometer die in Tirol gebaut wurden, seien "versteckt" angelegt und aus den Gemeinden heraus gehalten worden. "Eine ideale Lösung", so Berthaler, die jedoch nur in "Zusammenarbeit mit den Gemeinden und nach Einbinden der Bevölkerung" entstehen könne.  

Nun, da die Bankenkrise überstanden sei, wolle sich Berthaler in Hinblick auf die Finanzpolitik, hauptsächlich wieder der Tilgung von Schulden widmen. Ab 2015 sehe der Plan des ehemaligen Sparkassenbetriebswirts einen Überschuß von knapp 30 Mio. Euro und somit eine mögliche Tilgung von 8 bis 10 Mio. Euro pro Jahr vor.

Quelle: rosenheim24.de

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