Während Baus neuer Oberleitungen bei Rosenheim

Bahn: "So viel Zugverkehr wie möglich zulassen"

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Rosenheim - Bis Dezember werden die Oberleitungen zwischen Rosenheim und Ostermünchen erneuert. Im kommenden Jahr folgen über mehrere Monate hinweg weitere Arbeiten. Jedoch soll es nicht so schlimm für Pendler werden, wie zunächst gedacht.

Derzeit werden die Oberleitungsanlagen zwischen Rosenheim und Ostermünchen erneuert. Die Arbeitens ollen bis Anfang Dezember andauern, wie die Stadt Rosenheim vergangene Woche mitgeteilt hat. Dass hat für Unmut bei Bahnfahrern gesorgt, denn diese müssen mit Einschränkungen leben.

"Bereits im vergangenen Jahr wurde auf genau dieser Strecke über Monate gebaut, momentan wird im weiteren Verlauf zwischen Rosenheim und Salzburg gebaut und immer sind diese Bauarbeiten mit massiven Verspätungen und Zugausfällen verbunden", schreibt ein Leser an die Redaktion.

"Baumaßnahmen mit der Folge von Verspätungen, überfüllten Zügen und Zugausfällen über drei Jahre hinweg sind für Reisende unzumutbar und machen das Verkehrsmittel Bahn mit Sicherheit nicht attraktiver", erklärt der Mann.

Die Bauarbeiten sind jedoch notwendig, werden aber nicht so umfangreich ausfallen, wie es in der Pressemitteilung der Stadt Rosenheim geklungen hat, erklärt ein Sprecher der Bahn auf Nachfrage von rosenheim24.de. Die Baustellenplanung und -abwicklung der DB Netz AG erfolgt demnach in mehreren Stufen.

"Um unsere Kunden - die Verkehrsunternehmen - so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, wird einerseits frühzeitig der Baubedarf signalisiert", erklärt der Sprecher. "Dies wird auch Stakeholdern wie der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, Landkreisen sowie Städten und Gemeinden so kommuniziert."

In der Pressemitteilung der Stadt Rosenheim würden grobe Zeiträume genannt, innerhalb derer die DB Netz AG einzelne Baustellen einrichten wird. Dies bedeute nicht, dass die gesamten Zeiträume durchgehend mit Baustellen belegt seien.

Zudem wird gemeinsam mit Verkehrsunternehmen nach einem Baustellenfahrplan gesucht, der auch den Belangen eines schnellen reibungslosen Bauablaufs Rechnung trägt. "Diese Abstimmung ist nicht immer einfach, hat aber ein Ziel: Wir wollen trotz Bautätigkeit für Fahrgäste sowie Transporteure so viel Zugverkehr wie möglich zulassen", erklärt der Sprecher der Deutschen Bahn. "Sobald konkrete Baufahrpläne feststehen, geben wir diese selbstverständlich umgehend an unsere Kunden weiter."

Die Stadt Rosenheim hatte vergangene Woche darauf hingewiesen, dass vom 17. Juli bis 4. Dezember die Oberleitungsanlagen zwischen dem Bahnhof Ostermünchen und dem Bahnhof Rosenheim erneuert werden. Vom 5. März bis 8. August 2018 werde an der Strecke erneut gebaut. Wieder wegen der Oberleitungen.

Momentan werden 328 Mastgründungen und Oberleitungsmasten sowie über 28 Kilometer Kettenwerk auf der Strecke neu verbaut, heißt es weiter in der Mitteilung. Während der Arbeiten kann es in den Nacht-, Wochenend- und Tagschichten zu Lärm-, Staub- und Schmutzbelästigungen für Anwohner kommen. Railjets, EC- und IC-Züge werden teilweise über Holzkirchen umgeleitet. Vereinzelte Zugpaare entfallen - auch des Meridians. Dies soll jedoch überwiegend den Bauzeitraum 2018 betreffen.

Für Fragen zu dieser Baumaßnahme steht die DB Netz AG per Email unter dbnetz.sued@deutschebahn.com oder per Fax unter 069/26521921 zur Verfügung.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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