Vorbereitung durch gemeinsame Übung

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Einsatzkräfte versorgen die zuvor zwischen Zug und Bahnsteigkante eingeklemmte Person – zum Glück nur eine Übung.

Landkreis - Im Ernstfall muss alles reibungslos funktionieren: Die Malteser Rosenheim und die Feuerwehr Rimsting haben deshalb gemeinsam trainiert.

„Eine Person im Silo verschüttet“: Feuerwehr und Rettungsdienst übten die gemeinsame Rettung.

Kein Knall und kein Großbrand kennzeichneten die verschiedenen Einsatzszenarien, in denen die Freiwillige Feuerwehr Rimsting und die Malteser aus Rosenheim am vergangenen Samstag auf dem Gelände der staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried die reibungslose Zusammenarbeit übten. Es sind die nicht alltäglichen Gefahrenkonstellationen, an denen die Einsatzkräfte die Koordination der erforderlichen Maßnahmen trainierten, damit im Ernstfall keine wertvolle Zeit verloren geht.

Hand in Hand: Die Rettungsdienstmitarbeiter bereiten die von den Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem PKW-Wrack gerettete „Person“ für den Transport vor.

Idee und Planung der gemeinsamen Übung stammen von Ernst Schütz, dem die Zusammenarbeit der beiden Organisationen ein besonderes Anliegen ist: Hauptamtlich arbeitet er als Leiter der Malteser Rettungswache in Rosenheim – ehrenamtlich ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in seinem Wohnort Rimsting. In seinem Auftrag stellte Jürgen Wohlrab, stellvertretender Schulleiter in Geretsried, eine Reihe von Übungen zusammen. In mehreren Variationen kam das Thema „Eingeklemmte Person“ vor: einmal war eine Person zwischen einem Wagen und einem Eisenbahnwaggon eingeklemmt, ein anderes Mal handelte es sich um einen stark übergewichtigen Menschen, der zwischen Bahnsteigkante und Zug feststeckte. In der dritten Variante ging es um einen Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und mehreren Autos, hier galt es viele Verletzte gleichzeitig zu versorgen. Scheinbar kleine, aber in der Handhabung relevante Unterschiede, die in kürzester Zeit die jeweils richtige Herangehensweise erforderten. In weiteren Übungen ging es um das Löschen eines Kellerbrandes, wobei mehrere Patienten gerettet und anschließend medizinisch versorgt werden mussten. Eine verschüttete Person musste aus einem Hochsilo befreit werden und mittels Leitern und Seilen dem Rettungsdienst übergeben werden.

Wie wichtig die reibungslose Zusammenarbeit verschiedener Einheiten im Notfalleinsatz ist, weiß Schütz aus jahrelanger Erfahrung: „Im Ernstfall ist keine Zeit für Diskussionen, da muss jeder Handgriff sitzen. Darum führen wir regelmäßig solche Übungen durch.“ Die einzelnen Szenarien wurden im Anschluss analysiert und mögliche Verbesserungspotentiale offen angesprochen. „Alle Teilnehmer waren sich am Schluss dieses Übungstages einig, dass solche Übungen sinnvoll und wichtig sind. Durch das gemeinsame Üben ist später auch ein reibungsloser und effektiver Einsatz möglich,“ berichtete Schütz von der einhelligen Bewertung aller Beteiligten.

Pressemeldung Malteser Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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