Sammlung für Kriegsgräberfürsorge

Rosenheim - Die Stadt und der Landkreis werden gebeten bei den Sammlungen des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu spenden.

Noch bis zum 3. November findet in diesem Jahr eine Sammlung zugunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in der Region statt. Der Verein ist auf die Spenden angewiesen, denn zu 80 Prozent finanziert er seine Gedenk- und Friedensarbeit aus eigenen Mitteln.

Daher bitten Landrat Josef Neiderhell, in seiner Funktion als Kreisvorsitzender des Volksbund-Kreisverbandes Rosenheim, und Pius Graf, der 1. Obmann der Interessengemeinschaft der Krieger- und Veteranenvereine sowie Soldatenkameradschaften im Landkreis Rosenheim, um freundliche Aufnahme der ehrenamtlichen Sammlerinnen und Sammler sowie um eine großzügige Spende.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge war auch in diesem Jahr in Osteuropa tätig. Am 3. August wurde in Duchowschtschina in Russland der deutsche Soldatenfriedhof eingeweiht. Dort werden bis zu 70.000 deutsche Soldaten, die im Raum Smolensk, Kaluga und Brjansk gefallen sind, eine würdige Ruhestätte finden. Insgesamt wurden in den vergangenen 20 Jahren in Osteuropa 775.000 Kriegstote aus gefährdeten Grablagen geborgen, viele von ihnen identifiziert, alle würdig bestattet und wo immer es möglich war, die Angehörigen benachrichtigt.

Parallel dazu wird die Gräberdatenbank unter www.volksbund.de ständig erweitert. Inzwischen umfasst sie über 4,6 Millionen Verlustmeldungen beider Weltkriege. Wobei jeder Name für ein Kriegsschicksal und damit auch für ein Familienschicksal steht.

Seit 1953, also seit nunmehr 60 Jahren, arbeitet der Volksbund mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf den Kriegsgräber- und Gedenkstätten Europas. In den vier Jugendbegegnungs- und Bildungseinrichtungen in Golm, Lommel, Niederbronn und Ysselstein wurden auch heuer wieder rund 20.000 Teilnehmer in 60 Workcamps betreut.

Der Volksbund wurde 1919 durch Heimkehrer, Witwen und Hinterbliebene des Ersten Weltkrieges ins Leben gerufen. Er ist damit eine der ersten Bürgerinitiativen in Deutschland. Derzeit pflegt die Organisation in 45 Ländern auf 832 Kriegsgräberstätten die Gräber von über 2,5 Millionen Toten beider Weltkriege. 766 Hektar betreute Friedhofsfläche entsprechen der Größe von 1.000 Fußballfeldern.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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