Suche nach einem Leck im Trinkwassernetz

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Rosenheim – Die Stadtwerke Rosenheim untersuchen seit Dienstag das Trinkwassernetz nach einer Schwachstelle. Diese könnte zur Verunreinigung des Wassers geführt haben:

Chlor im Wasser. Wie bereits im Sommer 2011, nach den schweren Unwettern in Stadt und Landkreis Rosenheim, muss nun auch seit Montag, 10. Juni, das Trinkwasser erneut gechlort und vor dem Verzehr abgekocht werden. In einer Laborprobe der Stadtwerke Rosenheim haben sich in dieser Woche 11 Keime ergeben, darunter ein Fäkalkeim und Oberflächenbakterien.

Woher die Verunreinigung kommt:

Diesmal scheint die Schwachstelle aber nicht in einem der Trinkwasserbrunnen zu liegen, sondern im Leitungsnetz. Wie der Pressesprecher der Stadtwerke Rosenheim, Thomas Sprenger, sagt, wird vermutet, dass durch das Hochwasser Trinkwasserleitungen in Oberwöhr beschädigt wurden.

Wie nach der Schwachstelle gesucht wird:

Diese Schwachstellen werden nun seit Dienstag, 11. Juni, mittels Sonartechnik gesucht. Dazu setzen die Stadtwerke mehrere Sonarbojen, sogenannte Geräuschlocker, im Abstand von bis zu 500 Metern auf den Trinkwasserleitungen im Boden ab. Diese erzeugen, jede für sich, einen Signalton. "Je nachdem wie der Ton reflektiert wird, entsteht dann ein Schallbild des Untergrunds", erklärt Sprenger.

Anhand dieses Schallbildes wird erkannt, wo sich die Schadstellen an den Leitungen befinden, so Sprenger weiter. Dazu werden nun in einem ersten Schritt, an 24 Stellen in Oberwöhr , Schwaig und Aisingerwies diese Sonarbojen platziert. Einen Tag später können diese wieder abgeholt und die Daten, die auf einer Speicherkarte landen, ausgewertet werden.

Bis wann sich das Chlor komplett verteilt hat:

Bis das Leck in den Leitungen gefunden wird, muss das Trinkwasser weiterhin in der Stadt Rosenheim, sowie in Stephanskirchen, Schechen, Rohrdorf und im Raublinger Ortsteil Wasserwiesen abgekocht werden. Erst dann eignet es sich zum Verzehr. Das Chlor, das zur Reinigung des Trinkwassers hinzugegeben wird, soll sich, laut Sprenger, bis Freitag in den Leitungen verteilt haben.

Nach Hochwasser: Trinkwasser wird untersucht

Das Abkochgebot besteht in folgenden Gebieten:

Neben der Stadt Rosenheim sind ebenso die Gemeinden Stephanskirchen, Schechen, Rohrdorf (nur Ortsteil Thansau) und Raubling (nur Ortsteil Wasserwiesen) betroffen. Hier besteht ein Abkochgebot für das Trinkwasser.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © kmr

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