Unfallaufkommen bei Fußgängern deutlich gestiegen

Noichl: Zebrastreifen sind Sicherheitszonen

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Rosenheim - "Halten. Sehen. Sichergehen." - so heißt die Kampagne des ACE, die sich Zebrastreifen als Unfallquelle widmet. Auch in Rosenheim wurden Fußgängerüberwege unter die Lupe genommen:

Mit einer neuen bundesweiten Unfallverhütungskampagne will der Auto Club Europa (ACE) jetzt gegen Mängel an Fußgängerüberwegen zu Felde ziehen. Unter dem Motto Halten. Sehen. Sichergehen. sollen Kraftfahrer und Fußgänger sensibilisiert werden, die Regeln im Bereich markierter Straßenquerungen zu beachten. Kommunen ihrerseits müssten besser dafür sorgen, dass Fußgängerüberwege auch vorschriftsmäßig gestaltet sind. Das ist nach ersten Beobachtungen des ACE nicht überall der Fall. Deshalb und aus Gründen der Unfallverhütung haben Fachleute des Clubs zusammen mit der Landtagsabgeordneten Maria Noichl am Mittwoch 12. Juni das Verhalten an Fußgängerüberwegen in Rosenheim geprüft.

Maria Noichl unterstützt diese Aktion, die einen überaus ernsten Hintergrund hat. Im Jahr 2011 ereigneten sich bundesweit 5.362 Unfälle ausschließlich an Zebrastreifen, das waren 262 oder 4,8 Prozent mehr als im Jahr davor.

Die Verkehrsopferbilanz 2011 zu 2010 im Einzelnen: 31 getötete Fußgänger, das waren 19 mehr als im Jahr 2010 und entspricht einer Steigerung von 38,7 Prozent, 908 Schwerverletzte gegenüber 858 im Jahr 2010 (plus 5,5 Prozent) und 4.423 Leichtverletzte gegenüber 4.223 im Jahr 2010 (plus 4,5 Prozent).

An Zebrastreifen werden laut ACE 71,2 Prozent der Unfälle von Autofahrern und Zweiradfahrern einschließlich Radfahrern verursacht. 28,8 Prozent gehen demnach auf das Konto von Fußgängern.

„Wir wollen Unfälle an Zebrastreifen durch unsere neue Kampagne künftig mit verhüten helfen und sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf“, sagt Franz Polland vom ACE Rosenheim. Viele Verkehrsteilnehmer ahnten zwar, was Sorglosigkeit und Fahrlässigkeit am Zebrastreifen Schlimmes anrichten könne. „Doch die Übernahme von Selbstverantwortung ist häufig ebenso unterentwickelt wie die praktische Umsetzung eigenen Wissens“.

Nach den Worten von Franz Polland will der ACE im Rahmen der Aktion per Checkliste auch systematisch erkunden, wie es im Detail um die Beschaffenheit der Zebrastreifen bestellt ist. Das Ergebnis der Erhebung in Rosenheim fließt später in eine bundesweite Studie ein, die der ACE voraussichtlich im Herbst veröffentlichen will.

Pressemitteilung Bürgerbüro Maria Noichl

Quelle: rosenheim24.de

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