Ein Ausweg aus der „Ausbildungs-Krise“

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Aufbruchstimmung beim Startschuss für die „Hotline gegen Ausbildungsabbruch“: Sozialdezernent Michael Keneder, „Pro Arbeit“-Geschäftsführerin Claudia Georgii, Reinhold Frey, Vorsitzender des Wirtschaftlichen Verbandes und Beiratsmitglied, und Martin Schwegler von der Sparkassenstiftung mit „Pro Arbeit“- Vize Kaspar Öttl, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und der Vereinsvorsitzenden Inge Ilgenfritz (von links).

Rosenheim - Jeder vierte Jugendliche bricht jedes Jahr seine Lehre ab. Der Verein "Pro Arbeit Rosenheim"bietet diesen jungen Erwachsenen jetzt eine Hilfestellung:

War beim Fototermin zum Projektstart erkrankt: „Pro Ausbildung“-Ansprechpartner Alexander Halle-Krahl.

Der Name allein spricht schon für sich: „Pro Ausbildung - Hotline gegen Ausbildungsabbruch“ heißt der neue Baustein, um den der Verein „Pro Arbeit Rosenheim e.V.“ jetzt seinen Katalog an Hilfsangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene erweitert hat. Denn die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren zwar merklich entspannt; das erklärte Ziel der Betriebe jedoch, der Abschluss der Berufsausbildung, bleibt noch allzu oft auf der Strecke: Etwa jeder vierte Auszubildende steigt einer Erhebung der IHK zufolge vorzeitig aus der Lehre aus. Die neue, kostenlose Anlaufstelle für Lehrlinge und Betriebe aller Branchen in Stadt und Landkreis Rosenheim will dem künftig vorbeugen und damit zugleich dem Fachkräftemangel in der Region gegensteuern. Bevor sich Alexander Halle-Krahl vom Verein „Pro Arbeit“ aber gemeinsam mit den Betroffenen auf die Suche nach einem Ausweg aus der „Ausbildungs-Krise“ macht, wird zunächst einmal gründliche Ursachenforschung betrieben. Nicht selten sind die Jugendlichen mit falschen Vorstellungen in den Job gestartet und wollen deshalb schon bald die Flinte ins Korn werfen. Aber auch das Betriebsklima oder persönliche Probleme wie Schulden, Schwierigkeiten in der Familie oder eine ungewollte Schwangerschaft bringen junge Leute dazu, die Lehre zu „schmeißen“. Bei der Suche nach möglichen Lösungen kann Halle-Krahl insbesondere auf das engmaschige Netzwerk des Vereins zu einer Vielzahl von Beratungsstellen, Verbänden und Behörden zurückgreifen. Einen wesentlichen Anteil an der Finanzierung der Hotline hat – neben einer Spende der BTG in Höhe von 75.000 Euro – die Sparkassenstiftung Zukunft für die Stadt Rosenheim. Drei Jahre lang werden von dort bis zu 25.000 Euro jährlich in das Modellprojekt fließen, dessen Bedeutung für den Wirtschaftsraum Rosenheim Martin Schwegler, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftung Zukunft Stadt Rosenheim, sehr hoch einschätzt: „Es ist das Sahnehäubchen auf dem Angebot von Pro Arbeit, das immer die Jugendlichen im Fokus hat.“, betonte er beim offiziellen Projektstart im Büro von Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. Mit diesem neuen Service spanne sich der Bogen an Hilfsangeboten nunmehr von der Grundschulzeit (Sozialarbeit an Schulen) über den Einstieg ins Berufsleben (Qualipatenprojekt, Ausbildungsstellenvermittlung) bis hin zur Abschlussprüfung im Lehrberuf. Und von dieser Nachhaltigkeit wiederum, ist Schwegler überzeugt, profitierten nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Unternehmen in großem Maße. Weitere Informationen zur Hotline gegen Ausbildungsabbruch gibt es bei Alexander Halle-Krahl vom Verein „Pro Arbeit“, Telefon 08031/80696-31.

Pressemitteilung Pro Arbeit Rosenheim e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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