Ausbau der "Inklusion" an Schulen

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v.l. Schulamtsleiter Wolfgang Tauber, Studienrätin Helga Wiechmann und Studienrat Edgar Müller

Rosenheim - Für das Schuljahr 2012/13 stimmte die Regierung von Oberbayern im Rahmen der Weiterführung von Inklusionsmaßnahmen an den Grund- und Mittelschulen bei 9 weiteren Schulen dem Schulprofil „Inklusion“ zu.

Die Schulen mussten sich einem Bewerbungs- und Auswahlverfahren unterziehen. Ausschlaggebend für die Auswahl der Schulen waren die Vorlage eines schlüssigen Konzeptes, der nachhaltige Bedarf an der Schule, sowie Erfahrungen im Unterrichten von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Im Schulentwicklungsprozess muss die Aufgabe der Inklusion einen besonderen Platz haben. Die gesamte Schulfamilie, Eltern, Sachaufwandsträger und das Schulforum sind in den Prozess eingebunden.

Im Schulamtsbezirk Rosenheim erhalten folgende Schulen das Profil Inklusion: die Grundschule an der Prinzregentenstraße in Rosenheim, die Grundschule Erlenau in Rosenheim und die Grundschule Schönau/Gemeinde Tuntenhausen.

Die Schulen mit dem Schulprofil „Inklusion“ arbeiten intensiv mit den zuständigen Förderschulen zusammen. „Sie setzen auf der Grundlage eines gemeinsamen Bildung- und Erziehungskonzeptes in Unterricht und Schulleben individuelle Förderung im Rahmen der Art. 41 Abs.1 und 5 für alle Schülerinnen und Schüler um. Unterrichtsformen und Schulleben, sowie Lernen und Erziehung sind auf die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ausgerichtet.“ (KMS vom 11.5.2011)

An den „Inklusionsschulen“ werden mindestens 10 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache oder Verhalten unterrichtet.

Zur Bewältigung der Aufgabe erhalten die Profilschulen die ganzjährige personelle Unterstützung eines Sonderschullehrers im Umfang von 13 Lehrerstunden wöchentlich und 10 zusätzliche Lehrerstunden aus dem Grundschulbereich.

Schulen mit dem Schulprofil „Inklusion“ beschränken den Auftrag aller Schulen zum gemeinsamen Unterrichten (Art. 30b Abs. 1 BayEUG) und zur inklusiven Schulentwicklung nicht. Inklusive Schulen fungieren als „Motor der Entwicklung“, der die inklusive Schulentwicklung aller Schulen durch gelungene Beispiele stärkt und unterstützt.

Staatliches Schulamt Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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