Hans Fell besuchte Rosenheim und Bad Endorf

Rosenheim/Bad Endorf - Am 11. und 12. Oktober war der grüne Bundestagsabgeordnete und Urheber des "Erneuerbare Energien Gesetzes"  im Rosenheimer Mail-Keller und im Gasthaus Hilger in Hirnsberg zu Besuch.

Zusätzlich trafen Fell und die grüne Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer die Mitglieder und Sprecher der "Bürgerinitiative gegen Gasbohren unterm Langbürgner See" und besichtigten die Stelle am Naturschutzgebiet, an der gemäß den Plänen der RAG Austria nach Erdgas gebohrt werden soll.

Der Anlass des Besuchs hätte nicht aktueller sein können. Erst in den vergangenen Tagen gab der Bundesumweltminister Peter Altmeier (CDU) seine Vorstellung zur Reform des Gesetzes bekannt. Das unter der rot-grünen Bundesregierung verfasste Gesetz hat in den vergangenen 10 Jahren zu einem weltweit beispiellosen Aufschwung der regenerativen Energiewirtschaft geführt. Mit diesem Aufschwung entstanden zugleich zigtausende Arbeitsplätze in ganz Deutschland. Heute jedoch steht das EEG v.a. wegen der unterstellten Preistreiberei durch erneuerbare Energien in der Kritik. Der Bundesumweltminister möchte den Anschein erwecken, mit einer Reform des EEG angeblich ausufernde Kosten des EEG einzudämmen. Dem hält Fell die gestiegenen Kosten für die Gewinnung fossiler Energien entgegen - deren Anteil an den Preissteigerungen im Energiesektor sind weit größer als die Vergütung und Förderung regenerativer Energie.

Eindringlich empfiehlt Fell den Umstieg von fossiler auf erneuerbare Energie, denn eine Studie der Bundeswehr beschreibe jenen Zeitpunkt, zu dem der globale Ölvorrat allmählich zurückgehe und die Förderung den Zenit überschritten habe. In dieser Studie findet sich die deutliche Warnung vor Kriegen um Ressourcen, Wirtschaftskrisen und steigender Verarmung, sollte sich Deutschland nicht mithilfe der erneuerbaren Energien aus der Abhängigkeit internationaler Rohstofflieferanten lösen.

Am Naturschutzgebiet am Langbürgner See äußerte sich Fell beeindruckt über die Arbeit der Bürgerinitiative und bot seine Unterstützung an. "Die Argumente, die von der Bürgerinitiative gegen das Projekt vorgebracht werden, teile ich ohne Vorbehalte. Wir müssen jetzt auf lokaler, Landes- und Bundesebene dafür sorgen, dass die unsinnigen Risiken für Mensch und Natur nicht mehr eingegangen werden." Zusätzlich unterstrich Fell, dass es viele positive Ansätze gebe und "der Landkreis Rosenheim zu den Vorreitern beim Umstieg auf regenerative Energien zählt." In Bayern werde derzeit mehr Strom mit Photovoltaik erzeugt, als die Leistung in den USA und Japan zusammen. Der Experte warb auch für einen Ausbau der Windenergie in Bayern: "Wenn wir den Umstieg wollen, können wir uns ästhetische Argumente gegen die Windkraft nicht mehr leisten."

Pressemitteilung Kreisverband Rosenheim von Bündnis 90/Die Grünen

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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