rosenheim24-Jahresrückblick: Das war Ihr 2011!

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Landkreis - Mit einer Auswahl Ihrer meistgelesenen Artikel 2011 wollen wir das Jahr im Landkreis noch einmal Revue passieren lassen. Hier kommt Ihr exklusiver rosenheim24-Jahresrückblick.

Was war los im Landkreis? Viel ist passiert und an vieles könnten wir uns heute zurückerinnern. Doch eine Frage beschäftigte uns am meisten: Was interessierte unsere rosenheim24-Leser denn eigentlich im Jahr 2011? Dieser Frage gingen wir nach und so entstand nachfolgender Rückblick, der sich also aus einer Auswahl an Artikeln zusammensetzt, die Sie im vergangenen Jahr am häufigsten gelesen haben! Das war Ihr Rosenheimer 2011 - Viel Spaß dabei!

Januar

Erwischt: Die Wärmebildkamera eines Jägers fotografierte den Wolf.

Wer erinnert sich noch? Der Wolf ging um im Januar 2011. Und er suchte sich dabei ganz offensichtlich die falsche Gemeinde aus, denn Bad Feilnbach war nicht zum Scherzen aufgelegt: "Der Wolf muss weg", konstatierte Feilnbachs Bürgermeister Hans Hofer. Denn er sei eine Gefahr für - naja: Einwohner, Kinder und das Wild. Vor allem aber machte sich das Oberhaupt der Gemeinde Sorgen um den Feilnbacher Tourismus: "Wir kämpfen um jeden Urlauber und die Anwesenheit eines Wolfes ist für uns alles andere als eine touristische Attraktion". Ob ein toter Wolf wohl das bessere touristische Aushängeschild darstellt, sei dahingestellt. Nur Sie, liebe Leser, waren sich in diesem Thema wohl auch eher uneins: In 177 Kommentaren wurde rege diskutiert und Meinungen ausgetauscht. Der Wolf verschwand übrigens kurz danach in der Versenkung, über sein weiteres Schicksal sind uns nur Vermutungen bekannt.

Februar

Der Jeep in der Mangfall.

"Ich bin halt ein großes Kind", entschuldigte sich der 25-Jährige, der im Februar einen Feuerwehreinsatz auslöste. Eine Offroad-Tour mit seinem Jeep sollte es werden - mitten durch die Mangfall. Der Schuss ging klar nach hinten los: Sein Geländewagen blieb im Fluss stecken. Die Feuerwehren aus Rosenheim und Aisingerwies mussten ausrücken und dem Offroader samt Jeep aus der sprichwörtlichen Patsche helfen. Die Kosten für den Einsatz hatte er dabei natürlich selbst zu begleichen. Mit an Board war übrigens eine 19-Jährige. Etwaige Behauptungen böser Zungen, der Tuntenhausener unternahm die waghalsige Fahrt durch die Mangfall als Imponier- und Balzgehabe, müssen Vermutungen bleiben. Zum Beziehungsstand der beiden Insassen ist der Redaktion nichts bekannt.

2011: Diese Bilder werden wir nicht vergessen

2011: Diese Bilder werden wir nicht vergessen

Am Tag nach dem Großbrand in einem Wohnhaus in Rosenheim wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich. 

Ebenfalls im Februar ereignete sich ein schwerer Brand, der den Bewohnern der Rosenheimer Salinstraße bestimmt noch gut im Gedächtnis sein dürfte. Gegen 3.40 Uhr begann die Schreckensnacht für die 34 Bewohner eines Mehrfamilienhauses, die im Laufe der Nacht aufgrund eines Kellerbrandes aus ihren Wohnungen evakuiert werden mussten. Wegen starker Rauchentwicklung sogar mittels Drehleitern aus den Fenstern der oberen Stockwerke. In extra aufgebauten Zelten wurden die Menschen notärztlich versorgt, die sich teils schwere Rauchgasvergiftungen zugezogen hatten. Insgesamt 80 Mann der Feuerwehr löschten den Brand, der in den Kellerräumen des Wohnhauses tobte. Die Polizei ermittelte schließlich gegen einen jungen Mann wegen des Verdachts der Brandstiftung. Der 22-Jährige wurde der Straftat schließlich überführt und im August vor dem Landgericht Traunstein verurteilt.

März

Karl-Theodor zu Guttenberg.

2011 war wohl nicht das beste Jahr unseres Ex-Verteidigungsministers von und zu Guttenberg. Und in Folge war der März auch kein glücklicher Monat für seine Anhänger. Als Karl-Theodor zu Guttenberg dann nämlich alle seine Ämter in Folge der Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit niederlegte, ging eine Welle der Entrüstung durch Deutschland. Entrüstung im Sinne von schweren Vorwürfen gegen den Minister, und auch Entrüstung in Form von Protest gegen seinen Rücktritt. Eine Pro-Guttenberg-Bewegung formierte sich, den gefallenen Politiker zu stützen und im Amt zu halten. Und so auch in Rosenheim. Lange wurde um die Demonstration auf dem Max-Josefs-Platz gerungen, am 3. März 2011 kam schließlich die Kunde des Ordnungsamtes: Die Pro-Guttenberg-Demo findet statt! Über Sinn und Unsinn dieser Demonstration schieden sich die Geister, was sich in den Kommentaren unter dem Artikel klar widerspiegelte. Am Ende des Jahres, da sich Herr von und zu wieder auf der politischen Bühne zurückgemeldet hat, kann man über die Vorfälle im März nur noch schmunzeln.

Rückblick: Die Toten des Jahres 2011

Rückblick: Die Toten des Jahres 2011

Peter Kirmair beim traditionellen Politiker-Dableckn.

Frühlingszeit ist Starkbierzeit! Vom 25. März bis zum 10. April fand das Starkbierfest in der Rosenheimer Inntalhalle im Jahr 2011 statt. Dazu gehört alljährlich neben dem stark gebrauten Bier mit hohem Zuckergehalt natürlich auch das traditionelle Politiker-Derbleckn und ein zünftiges Festprogramm. Wie in jedem Jahr nahm Lokalmatador Peter Kirmair die lokale Polit-Prominenz gehörig auf den Arm und eröffnete damit gleichzeitig die Starkbierzeit in Rosenheim. Das interessierte offenbar auch unsere Leser: Das zünftige Rosenheimer Starkbierfest landete immerhin auf dem stolzen vierten Platz der Jahreswertung.

April

Ein zehnstöckiges Gebäude soll an Prinzregenten- und Samerstraße entstehen.

Das schlug hohe Wellen: Anstelle des alten "Capitol-Kinos" soll ein zehnstöckiges Hochhaus entstehen! Am 1. April veröffentlichte das Architekturbüro Behnisch die ersten Pläne zu dem stolzen Vorhaben. Natürlich nicht, ohne unsere Leser in helle Aufruhr zu versetzen. Von Empörung à la zu teure Bonzenwohnungen bis hin zu Begeisterung für moderne, barrierefreie Gebäude schlugen sich die Stimmungen in den Meinungen nieder. Einige fassungslose Leser unterstellten der Redaktion sogar einen gelungenen Aprilscherz - weit gefehlt! Aus den ehrgeizigen Plänen schon im Spätherbst 2011 mit dem Bau zu beginnen, wurde aber ganz offensichtlich nichts.

Juni

Es wirkte ein wenig wie der Weltuntergang selbst: Die Gewitterwalze, die die Region im Juni überrollte.

Was war nur los in diesem Sommer? Mehr als nur einmal wurde der Rosenheimer Landkreis von unwetterartigen Gewittern heimgesucht. Blitzschlag, Hochwasser, golfballgroße Hagelkörner und apokalyptische Gewitterwalzen zogen über das Land und hinterließen eine Schneise der Verwüstung. In der Nacht auf den 30. Juni traf ein starkes Gewitter mehrere Gemeinden des Landkreises schwer, besonders betroffen war ein ums andere Mal Riedering: Eine Flutwelle rollte über die ehemalige Mühle in Erlach, sogar Autos wurden von ihr gehoben und weggeschwemmt.

Verliebt, verheiratet, geschieden, verloren: Das war das Jahr 2011 für die Promis

Juli

Trinkwasser? Ungenießbar! Zwei Monate lang war das Rosenheimer Wasser erst verschmutzt und dann gechlort.

Trommelwirbel, die Spannung steigt! Wir dürfen Ihnen präsentieren - Der meistgelesene Artikel auf rosenheim24 im Jahr 2011: "Gesundheitsamt: Wasser abkochen!". Das bewegte nämlich die Gemeinden Rosenheim, Großkarolinenfeld, Stephanskirchen, Schechen, Rohrdorf, Söchtenau und Bruckmühl über ganze zwei Monate hinweg, bis zum 14. September, als die Chlorung des Trinkwassers für alle Gemeinden endgültig eingestellt wurde. Solange hieß es: Chlorgeruch beim Zähneputzen, Chlorgeruch beim Duschen, Chlorgeruch beim Spülen, Chlorgeruch überall. Grund für das Chlor war übrigens eine Verunreinigung des Trinkwassers mit mikrobiologischen, koliformen Keimen. Wie diese überhaupt in die Brunnen der Stadtwerke kommen konnten? Schuld daran waren die Unwetter, die die Region im Juli beutelten.

Die ehrgeizigen Pläne Professor Anton Kathreins: Ein Hotel am Happinger See.

Ein weiteres sensibles Thema teilte die Meinungen der Rosenheimer im Juli: Causa Happinger See. Das war passiert: Professor Anton Kathrein arbeitete an Plänen zu einem Hotel, das am nördlichen Ufer des Happinger Sees entstehen sollte. Der Stadtrat seinerseits, der diese Pläne zu beraten hatte, entschloss sich aber (einstimmig!) vom Vorkaufsrecht Gebrauch zu machen und kaufte das Grundstück samt Seerestaurant Hubertus auf, um das Gelände für den öffentlichen Badeverkehr weiterhin zugänglich zu machen. Die Fronten erhärteten sich recht schnell: Anton Kathrein reagierte nämlich prompt und kündigte einen sofortigen Investitionsstopp für Rosenheim an. Zu Recht? Oder war die Reaktion unangemessen? Die Geister schieden sich, die Leser diskutierten: Mit 196 Kommentaren übrigens auf Platz 1 der meistkommentierten Artikel im Jahr 2011.

Die besten Bilder des Sportjahrs 2011

Die besten Bilder des Sportjahrs 2011

September

Das Ehepaar Aloisia und Josef E. mit Tochter Sandra B. Sie sagen: "Die Polizei hat uns brutal misshandelt."

Der Rosenheimer Jahresrückblick mit ihren meistgelesenen Artikeln endet im September mit einem heiklen Thema, das ganz Bayern auf Rosenheim respektive den Schechener Ortsteil Pfaffenhofen blicken ließ. Schlagzeilen wie "Polizeigewalt" und "Prügelpolizisten" geisterten durch die Medien, die Öffentlichkeit war geschockt: Eine Familie aus Schechen erhob schwere Vorwürfe gegen die Rosenheimer Polizei, die mit übertriebener Gewalt und brutalen Methoden gegen sie vorgegangen sein soll. Die Familie erstattete Anzeige, die Staatsanwaltschaft erstattete Gegenanzeige: Widerstand gegen die Staatsgewalt hieß es. Nachdem dieser Fall publik wurde, fassten sich dann auch andere ein Herz, die mit polizeilicher Gewalt in Berührung gekommen sein wollen. Besonders dramatisch: Der Fall eines 15-jährigen Jugendlichen. Von einem handfesten Skandal war die Rede, der Medien wie auch Politik noch lange beschäftigen sollte.

rr/rosenheim24

Quelle: rosenheim24.de

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