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150 Jahre Feuerwehr in Rott am Inn

„Ein großer Tag“ für Rott: Gemeinde feiert Feuerwehrjubiläum mit einem grandiosen Festtag

In vier Zügen wurde am gestrigen Sonntag in Rott marschiert.
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In vier Zügen wurde am gestrigen Sonntag in Rott marschiert.

Ein würdevoller Gottesdienst unter freiem Himmel, eine kilometerlange Parade mit Musikkapellen und gut gelaunte Gäste im riesigen Festzelt – so feiert Rott seine Feuwehrler.

Rott am Inn – Ob Franz Josef Strauß, der langjährige bayerische Ministerpräsident, zum großen Feuerwehrfest nach Rott gekommen wäre? Landrat Otto Lederer zögerte bei seiner Antwort keine Sekunde: „Natürlich“, sagte er. Schließlich führte Strauß den Titel „Ehrenbürger“ der Gemeinde und seine letzte Ruhestätte befindet sich hier.

Auf jeden Fall hätte Strauß am gestrigen Sonntag eine prächtige und muntere Feier anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr erlebt – mit einem würdevollen Gottesdienst unter freiem Himmel, einer kilometerlangen Parade mit Musikkapellen und gut gelaunten Gästen im riesigen Festzelt.

Vorsitzender Herbert Lunghammer räumte vor Beginn der Festlichkeiten ein, etwas aufgeregt zu sein: „Das ist ein großer Tag, den hat man nicht alle Jahre. Ein bisserl Nervosität gehört dazu.“ Er war der Mann, bei dem die Fäden zusammenliefen, seine ordnende Hand war gefragt an diesem Festmorgen. „Heute haben wir hier 45 Feuerwehrvereine, dazu kommen die Ortsvereine, ein gutes Dutzend“, berichtete Lunghammer. Die Zahl der Teilnehmer, fesch gekleidet in Dirndl und Tracht, veranschlagte er auf insgesamt 1400. In vier Zügen wurde marschiert. „Das ist eines der größten Feste, das Rott in den vergangenen Jahren erlebt hat“, so Lunghammer.

Rappelvoll mit gut gelaunten Gästen war das Festzelt am gestrigen Sonntag.

Bereits im Sommer 2017 hatte der Feuerwehrverein mit den Vorbereitungen angefangen, ursprünglich sollte termingerecht 2020 gefeiert werden, doch wegen Corona musste das Fest verschoben werden. Heuer konnte die Feuerwehr nichts mehr stoppen. Die erste Etappe des Zugs führte ein paar hundert Meter vom Zelt entfernt zur Festwiese im Ortsteil Meiling, wo ein hölzerner Altar für die Messe von Pfarrer Klaus Vogl aufgebaut worden war. „Die Feuerwehrler brauchen viel Kraft für ihren Dienst“, sagte der Geistliche unserer Zeitung vor seiner Predigt. „Das ist auch für mich ein besonderer Tag, ein besonderes Erlebnis.“

Lob für unermüdlichen, selbstlosen Einsatz

In den Mittelpunkt seiner Ansprache stellte Vogl den unermüdlichen, selbstlosen Einsatz der Feuerwehr: „Männer und Frauen haben es sich auf die Fahnen geschrieben, anderen in Not zu helfen. Liebe Feuerwehrfrauen und -männer, ihr seid ein Segen für ganz viele Menschen.“ Vogl würdigte ausdrücklich auch den Gemeinschaftssinn der Feuerwehrler.

Bürgermeister Daniel Wendrock lobte ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrler: „Ihnen gehört der Dank der Gemeinde – und auch mein ganz besonderer Dank.“

Vorsitzender Lunghammer erinnerte in seinem Grußwort an das Gründungsjahr vor 152 Jahren, als sich in Rott 55 Männer zusammengefunden hätte, um die Feuerwehr ins Leben zu rufen. „Es gab viele Höhen und Tiefen in dieser langen Zeit, aber diese Gemeinschaft hielt allen Unwettern stand.“

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Bürgermeister und Schirmherr Daniel Wendrock blickte in die Geschichte zurück: „500 Feuerwehren gab es 1870 in Bayern – und wir in Rott waren damals schon dabei“.

Gut gelaunt am Festtag (von links): der ehemalige Bürgermeister Marinus Schaber, Gemeinderat Franz Ametsbichler und der amtierende Bürgermeister Daniel Wendrock.

Landrat Lederer zeigte sich beeindruckt angesichts der personellen Stärke der Feuerwehr Rott – sie verfüge über 85 aktive Kräfte, im Verein seien mehr als 700 Mitglieder eingeschrieben. „Darauf kann man stolz sein.“

Ausgelassene Party-Stimmung herrschte am rockigen Samstagabend.

Ein großer Tag für Rott.

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