Nachbarn bedroht

SEK-Einsatz wegen Axt-Randale: Täter ist 47-Jähriger aus Rott

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Diese Bilder, welche Leser von wasserburg24.de der Redaktion schickten, zeigen den Polizeieinsatz am Sonntagmorgen.
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Rott am Inn - In der Gemeinde herrscht Fassungslosigkeit. Am Sonntag musste in den frühen Morgenstunden die Polizei mit einem großen Aufgebot anrücken. Ein Mann hatte mit einer Axt bewaffnet randaliert und seine Nachbarn bedroht. 

Update, 10.25 Uhr: Täter 47-Jähriger aus Rott am Inn

"Bei dem Mann handelt es sich um einen 47-Jährigen aus Rott am Inn", erklärte Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Nachfrage von wasserburg24.de, "Er befindet sich weiterhin in einer Spezialklinik."

Die Erstmeldung, 5.45 Uhr:

"Es kommt mir vor, als würden hier alle langsam verrückt", klagte ein Nachbar aus der Haager Straße gegenüber tz.de*. "Wir kamen uns vor wie in einem Horrorfilm", so ein weiterer Anwohner. "Drehen hier jetzt alle durch?", ein Dritter. Der Schock sitzt tief in der 3700-Einwohner-Gemeinde. 

Gegen 3 Uhr, mitten in der Nacht, ging bei der Polizei am Sonntag ein Notruf aus einem Mehrfamilienhaus in der Haager Straße ein. Ein Bewohner ging mit einer Axt durch das Gebäude, beschädigte Wohnungstüren anderer Wohnungen und bedrohte seine Nachbarn. Eine Nachbarin berichtete wasserburg24.de, dass er sogar versucht haben soll, Menschen zu verletzen oder umzubringen. Dies konnte die Polizei am Sonntag aber nicht bestätigen.

Die Polizei rückte daraufhin mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften an. Die Bewohner wurden evakuiert und das Haus umstellt. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) nahm den Mann gegen 5.30 Uhr in seiner Wohnung fest. Laut Polizei befand er sich offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation. Daher wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Bis die Bewohner die traumatischen Erlebnisse verarbeitet haben, kann es aber dauern. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an. Den Mann erwarten nun mehrere Anzeigen unter anderem wegen Bedrohung und Sachbeschädigung.

Bilder vom Großen Polizeieinsatz in Rott am Inn

Brutaler Doppelmord Ende Februar

Der Vorfall ist für die Anwohner umso schockierender, da sich nur 50 Meter Luftlinie entfernt Ende Februar ein brutales Verbrechen ereignete. Am Abend des 27. Februar war in einem Wohnhaus am Marktplatz ein Streit eskaliert, woraufhin der psychisch kranke Izzet S. (25) mutmaßlich zwei Menschen, Elisabeth G. (66) und Helmut H. (73), mit einem Messer brutal tötete. Der mutmaßliche Doppelmörder nahm sich nach seiner Verhaftung durch die Polizei in seinem Zimmer in der forensischen Klinik in Straubing selbst das Leben.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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