Erstes Jahr nach Wiederwahl!

Wie war das Jahr, Herr Schaber?

+
Hat sich in der Gemeinde Rott seit der Wiederwahl von Bürgermeister Marinus Schaber viel zum Positiven verändert? Ein Rückblick des Bürgermeisters lässt dies vermuten.
  • schließen

Rott – Es ist immer sehr spannend in Rott. Die Gemeinderäte diskutieren, sind nicht immer einer Meinung. Doch genau das macht das Gemeindeleben aus. Wie erging es dem Rathauschef in den vergangenen Monaten?

Rott bleibt in Bewegung, entwickelt sich rasant. Fast 1 Jahr nach der Wiederwahl von Marinus Schaber zum Bürgermeister fragen wir nach, wie es dem Gemeindeoberhaupt so erging. Eine der kinderreichsten Gemeinden in Bezug auf die Einwohnerzahl im Landkreis und mit immer wieder zu wenig Platz für die Kindergartenkinder. Platzt Rott aus allen Nähten? Der neu gebaute Kindergarten, der erst 2014 eingeweiht wurde, ist zu klein. Im Rathaus hat sich wieder eine Kindergartengruppe niedergelassen, die Mäuschengruppe ist eingezogen, eventuell müsse sogar eine zweite Gruppe Platz finden im Bürgersaal der Gemeinde, heißt es von Marinus Schaber.

Im Gespräch mit wasserburg24.de erklärt der Rathauschef, dass das Arbeiten zugunsten der Bürger nach der Wiederwahl deutlich angenehmer laufe, als während der ersten Amtszeit. „Die politischen Reibereien haben sich größtenteils eingestellt. Wir arbeiten sehr konstruktiv im Gemeinderat zusammen, es ist viel mehr miteinander als gegeneinander“, zeigt sich Schaber zufrieden.

Was ihn schon noch störe, sei das Stimmung machen im Hintergrund. „Ich finde das wirklich schade. Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber wenn eine Entscheidung getroffen ist, sollten manche auch die Demokratie akzeptieren“, so Schaber weiter.

Discounter bleibt großes Thema

Der geplante Discounter im Gemeindegebiet bleibt umstrittenes Thema. Hier gehen die Meinungen deutlich auseinander, das Projekt stockt sichtlich. Woran liegt es? „Tatsächlich könnte es etwas schneller gehen“ bemerkt auch der Bürgermeister selbst. „Die Arbeiten ziehen sich, es sind sehr viele Vorarbeiten zu leisten, aktuell benötigen wir ein Bodengutachten für die Oberflächenentwässerung“, so Schaber gegenüber wasserburg24.de.

Dieses wurde im Herbst beschlossen, im Dezember begonnen, bislang fehlen noch die Auswertungen. „Die Bohrungen sind gemacht, der Gutachter kann seine Arbeit aufnehmen, wir als Gemeinde setzen den Punkt, sobald Ergebnisse vorliegen, wieder auf die Tagesordnung.“

Auch der Aufstellungsbeschluss fehle noch. „Es sind viele Gutachten und Erkenntnisse zusammengetragen worden, auch im Bereich des Verkehrs oder des Lärmschutzes“, erläutert Schaber. Frühestens Ende 2015, möglicherweise erst Anfang 2016 sei mit dem rechtskräftigen Bebauungsplan zu rechnen, heißt es aus dem Rathaus. Eventuell könne im Frühjahr 2016 mit dem Bau begonnen werden.

„Wünschenswert wäre, spätestens im August 2016 die Eröffnung des Discounters“, so Schaber im Gespräch mit wasserburg24.de. Für die Bürger könnte sonst kurzfristig eine örtliche Einkaufsmöglichkeit fehlen, erklärt das Gemeindeoberhaupt weiter. „Im September 2016 läuft der Vertrag mit Edeka aus. Dann wird das Geschäft ungefähr zwei Monate geschlossen sein, das Gebäude erhält im Innenraum eine Generalsanierung“, so Schaber. Er bitte auch seine Gegner, zugunsten der Bevölkerung zu entscheiden und nichts unnötig in Frage zu stellen oder hinauszuzögern. „Unsere Bürger brauchen Einkaufsmöglichkeiten“.

Kassensturz

Viele Investitionen standen und stehen an im Gemeindegebiet.

Die Sanierung der Schule ist unbedingt notwendig, außerdem brauche es Gedanken und Lösungsvorschläge in Bezug auf benötigte Kindergartenplätze, möglicherweise einen weiterer Kindergartenbau. Viele Kosten sagen sich an, die jedoch wichtig für das Bürgerwohl seien. Die meisten Gemeinden müssen gut haushalten, Prioritäten bei Investitionen setzen. Auch Rott. „Wir können nicht alle Wünsche erfüllen, es geht nur nach und nach“, betont Marinus Schaber.

Der Weg sei der richtige in Rott, so das Gemeindeoberhaupt. „Die Pro-Kopf-Verschuldung lag im Jahr 2008 bei knapp 1700 Euro, jetzt liegen wir in etwa noch bei 1000 Euro“. Während der vergangenen sieben Jahre habe sich viel getan im Gemeindeleben. Und es werde sich auch weiter viel tun. „Wir bleiben nicht stehen, sondern entwickeln uns weiter“, zeigt sich Schaber überzeugt.

Fazit nach der Wiederwahl

Gibt es drei Dinge, die Marinus Schaber besonders positiv sieht nach der Bestätigung im Amt vor fast 1 Jahr? „Besonders positiv erscheint mir die Verwirklichung des neuen Baugebiets am Leitenfeld. Von 30 Grundstücken sind 29 bereits verkauft, Rott wächst weiter. Dann finde ich den politischen Frieden sehr bemerkenswert. Wir sind so viel konstruktiver, es erleichtert die Arbeit und macht auch mehr Spaß, für die Bürger kommt viel mehr Positives heraus, als wenn wir uns gegenseitig blockieren“. Negativ hingegen falle im aktuell nichts ein. „Im Tagesgeschäft gibt es immer wieder traurige Schicksale oder negative Inhalte, die bearbeitet werden müssen. Aber grundsätzlich ist in Rott in den letzten Monaten gemeinschaftlich viel Gutes entstanden, dafür danke ich auch den Gemeinderäten und Angestellten der Gemeinde sehr“, schließt Marinus Schaber das Gespräch.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Rott

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser