Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Irrfahrten wegen B15-Sperre: Kopfschütteln bei Rottern und Wasserburger Polizei

„Wer Schilder und Absperrungen nicht beachten kann, dem ist kaum mehr zu helfen“

Sperrung B15 Rott am Inn
+
Wegen der Sperrung der B15 suchen sich viele Auto- und Lastwagenfahrer alternative Routen rund um Rott am Inn - zum Ärger vieler Anrainer kleinerer Straßen.

Lkw, Autos und sogar Wohnwagen lassen sich immer wieder hinter den Absperrungen auf der B15 beobachten: Sie ignorieren Umleitungshinweise, versuchen ihre Grenzen auszuloten - was nicht selten in abenteuerlichen Wende-Aktionen endet. Andere stellen ihr Glück via alternativer „Schleichwegerl“ auf die Probe. Das ewige Roulette der Unannehmlichkeiten, die Umleitungen mit sich bringen, ärgert nicht nur Anwohner.

Rott am Inn - In einer guten halben Stunde können bis zu 20 Fahrer, die die Sperrung wenig tangiert, beobachtet werden - inklusive spannender Wendemanöver, sobald sie in einer Sackgasse stecken. Am Mittwochmorgen des 25. Augusts legten zwei Lkw den mittlerweile von den vielen Wagen breit gefahrenen Feldweg zwischen Rott und dem Ortsteil Feldkirchen lahm.

Dieser ist nur für Anrainer gedacht, wird aber laut der Aussage eines Rotters regelmäßig von jenen genutzt, die sich die Umfahrung sparen wollen. Verkehrsregeln würden hier konsequent ignoriert werden, der Weg ist nur für alle Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen befahrbar.

Für Anrainer „deutliche Entlastung“ würden sich die Leute an die offizielle Umleitung halten

Aussagen, die Maximilian Brockhoff, Geschäftsstellenleiter der Gemeinde Rott am Inn, zur Genüge kennt. „Es ist natürlich ein Problem und nicht gut, dass Schleichwege vermehrt genutzt werden. Würden sich die Leute an die offiziell ausgeschilderte Umleitung halten, wäre es für die Anrainer der kleineren und schmaleren Straßen eine deutliche Entlastung.“

Mit dem Staatlichen Bauamt habe es seitens des Bürgermeisters schon verschiedene Gespräche gegeben, die Umleitung sei entsprechend und für Verkehrsteilnehmer gut verständlich beschildert - und doch könne man Irr- und Schleichweg-Fahrten nicht gänzlich verhindern. Dafür seien selbst die Navigationsgeräte heutzutage zu schlau, unterstreicht Brockhoff.

Aufgrund der B15-Sperrung suchen sich viele Autofahrer alternative Wege rund um Rott am Inn, anstatt der offiziellen Umleitung zu folgen.

Der Rotter Ortskern ist seit den Arbeiten massiv belastet, genauso wie Ostermünchen, da die offizielle Umleitung durch diese beiden Ortschaften führt. Nachdem nun auch noch die Ro 41, die Zufahrtsstraße an der Alpma, gesperrt war, war das Chaos perfekt.

„Es gibt keine Alternative, die Straße muss gemacht werden und andere Umleitungen gibt es nun mal nicht. Wenn sich da einer verfährt, ist es eben so. Die Gemeinde hat da keine Handhabe und Kontrollen sind schwierig“, erklärt Brockhoff resigniert. Ärgerlich sei nur, dass die Sperrung Rott nun innerhalb von zwei Jahren schon zum zweiten Mal treffe.

Polizei: „Die Unbelehrbaren werden wir nie ganz wegbringen“

Dass es nicht ganz einfach ist, den Verkehr an Umleitungsstellen zu kontrollieren, kann ein Sachbearbeiter der Polizeiinspektion Wasserburg am Inn auf Nachfrage von wasserburg24.de bestätigen: „Wir machen stichprobenartige Kontrollen, aber wo soll man anfangen und wo aufhören? Wir können schließlich nicht jeden frühzeitig anhalten und die Unbelehrbaren werden wir nie ganz wegbringen - ebenso wenig wie Fahrer, die sich selbstständig alternative Routen suchen - leider zum Leid vieler Anwohner.“

Belastungen bringe jede Baustelle mit sich, mehr als Umleitungen ausschildern sei jedoch schwierig: „Wer eindeutige Schilder und Absperrungen nicht beachten kann, dem ist kaum mehr zu helfen. Die paar einzelnen, die den Schildern nicht glauben, bleiben stecken.“

Oft enden diese selbstgefundenen Wege dann in einer Wiese.

In punkto Schleichweg-Verkehr: Ob es sich zeitlich lohne, wenn die Leute eine schmale, aber öffentliche Straße alternativ zur Umleitung nehmen stellt der Sachbearbeiter stark in Frage. Die Polizei könne darüber hinaus Irrfahrten auch dementsprechend ahnden, wenn jemand ohne erkennbaren Grund auf einer Anrainer-Straße fährt.

Speziell im Zuge der Arbeiten auf der B15 habe es lediglich drei Fälle gegeben, bei denen Lkw stecken geblieben seien - einer gleich am zweiten Tag der Sperrung Ende Juli. Aus polizeilicher Sicht „ein guter Wert in Anbetracht dessen, was normal an Verkehr über die B15 fließt“.

B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken

B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken © gbf
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken © gbf
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken © gbf
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken © gbf
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken © gbf
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken © gbf
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken © gbf
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken
B15 Autotransporter missachtet Sperre und blieb stecken © gbf

Weshalb die B15 bei Rott überhaupt gesperrt ist:

Um die Leistungsfähigkeit und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, wurde 2019 schon in einem ersten Schritt die Fahrbahn der B15 verbreitert.

Die jetzt abschließenden Arbeiten zwischen der Einmündung zur RO 41 und der Einmündung zur St 2079 laufen seit 26. Juli und dauern voraussichtlich bis Anfang Oktober.

mb

Kommentare