Ruf nach Einsparungen wird lauter

Neubau der Grund- und Mittelschule Rott: Kosten marschieren nach oben

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Die Planungen für den Neubau der Rotter Grund- und Mittelschule sind dem Gemeinderat zu teuer. 
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Rott - Die Pläne für den Neubau der Grund- und Mittelschule als Ersatz für das marode Gebäude aus dem Jahr 1958 an der Haager Straße werden konkreter - und die Kosten höher. Am Donnerstagabend sahen sich die Rotter Gemeinderäte mit einer neuen Kostenschätzung konfrontiert.

"Luxus werden wir uns nicht leisten können. Kosten von über 20 Millionen Euro würden für uns den Tod bedeuten", mahnte Bürgermeister Marinus Schaber bereits auf der Bürgerversammlung der Gemeinde Rott im November 2018.

"Höchstens 16,5 Millionen Euro" hieß es im Dezember 2018, als die erste Kostenanalyse zum Neubau der Grundschule im Rotter Rat vorgestellt wurde. Bereits da war die Rede von rund 17 Millionen Euro, das das Architekturbüro vorlegte

Steigerung auf 18 Millionen Euro inakzeptabel 

Inzwischen hat die kleine Gemeinde wieder mit einer Steigerung an Kosten zu kämpfen, wie Daniel Wendrock, Leiter der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Rott am Inn einräumen muss: "Die aktuellen Berechnungen belaufen sich auf eine Gesamtsumme von 18,4 Millionen Euro. Jetzt stellt sich freilich die Frage, wie so eine Steigerung innerhalb weniger Monate zur erklären ist: Zum einen spielt die allgemeine Baukostensteigerung von vier Prozent pro Jahr eine Rolle, auf der anderen Seite hatten wir einen Wechsel bei den Fachplanern, der neue Berechnungen für die anstehenden Arbeiten mit sich brachte. Summa summarum landen wir bei erhöhten Kosten." 

Der Gemeinderat habe daraufhin in ihrer Sitzung am 17. Juli die Planungen in dieser Form nicht gebilligt und dem Architekturbüro mit auf den Weg gegeben, die Entwürfe noch einmal vollständig zu überarbeiten und über Kosteneinsparungen nachzudenken

Suche nach Einsparungen 

Obwohl erste Details wie Änderungen bezüglich der Grundrissplanung oder die Fassadengestaltung sowie die Dachform bereits vom Rat abgesegnet wurden, werde man nun wohl nicht drum herumkommen, eventuelle Planungen zu überdenken oder ganz zu streichen

"So wie sich die Planung jetzt darstellt, können und wollen wir uns das nicht leisten", unterstreicht der Gemeinde-Geschäftsführer. "Das Ganze wird nun von Grund auf überprüft und analysiert, an welchen Stellen Einsparungen möglich sind. Ursprünglich war der Gebäudeneubau als Passivhaus geplant - nun müssen wir aber abwarten, ob wir uns das noch überhaupt noch leisten können." 

Voraussichtlich im September 2019 wird die neue Planung erneut im Gemeinderat vorgestellt. "Hoffentlich mit einer Kostenminderung", betont Wendrock abschließend. "Teurer werden solche Projekte meist im Laufe der Ausführungen von selbst. Deshalb müssen wir schauen, dass wir nicht gleich mit einem so hohen Ziel starten."

mb

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