Gartenbauverein Rott

Freude am Stricken wurde belohnt

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Johann Senega mit den beiden Strickeifrigen Vierheller und Maier 
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Rott - Zahlreiche Mitglieder und Gäste lauschten bei der Frühjahrsversammlung des Gartenbauvereins. Es ging um Kräuter und Heilpflanzen des Frühlings. Außerdem wurde der Strickeifer gewürdigt.

Der Gartenbauverein Rott schläft nicht. Der Frühling bringt viele Aktionen mit sich, doch auch in den vergangenen Monaten hatte man sich nicht ausgeruht. Nach der Begrüßung durch den ersten Vorstand und dem Kassenbericht war der Jahresrückblick an der Reihe. Von vielen Aktivitäten wurde berichtet, auch von der Baumstrickaktion.

Eingestrickt und als lebende Litfaßsäule aktiv: Der Baum mit Wollkleid in Rott

Ganz besonders freuten sich Susanna Vierheller und Shana Maier, dass ihr Tun auch noch honoriert wurde. Wolle in rot und weiß waren übrig, deshalb beschlossen die beiden, den Baum vor der Sparkasse einzustricken. Seither dient er als zusätzlicher Hingucker, was den Mitarbeitern und dem Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle in Rott am Inn, Johann Senega sehr freut.

Auf der Frühjahrsversammlung wurde den beiden eine Spende in Höhe von 200,-€ überreicht. Senega bedankte sich und äußerte süffisant, dass seine Chefs mit der Idee äußerst zufrieden seien.

Da er wisse, dass sich Susanna Vierheller und Shana Maier immer für die Kinder- und Jugendarbeit im Verein engagieren, und mit Ferienprogrammen und anderen Aktionen den jungen Bürgern viel Spaß an der Natur vermitteln, sei die Spende zweckgebunden einzusetzen. Die beiden versprachen, dass sie sich ganz bestimmt was Besonderes für die Ferienprogramme einfallen lassen würden.

Susanna Vierheller sprach auch der Rotter Strickstube großes Lob aus: „Hätten wir nicht so viel schöne Wolle geschenkt bekommen, hätte diese Strickaktion nicht funktioniert.“

Über Unkraut und dessen Nutzung

Der eigentliche Abend war mit dem Rückblick auf die Strickaktion in Rott noch nicht abgehandelt. Kräuterexpertin Evi Gampl referierte mit zahlreichen Bildern über die Kräuter und Heilpflanzen des Frühlings.

Viele Kräuter, sogenannte Unkräuter und Heilpflanzen wurden anhand von Bildern vorgestellt, Ihre Wirkungsweisen und Inhaltsstoffe sowie deren Verwendung besprochen. Spätestens bei der Brennnessel und beim Giersch regte sich etwas Widerstand im interessierten Publikum. Das Unkraut ist gefürchtet bei den Gartlern. „Gegen dieses Unkraut kann man etwas tun“, hieß es von Evi Gampl. „Man isst es einfach auf“.

Die Brennnessel sei hervorragend als Tee zur Frühjahrskur geeignet, der Giersch helfe bei Rheuma- und Gichtanfällen, hieß es von Gampl. Die Botschaft dahinter sei klar: „Lasst euch nicht ärgern vom Unkraut, sondern nutzt es“. Jenes Wissen, das bereits in der Klosterheilkunde bis zu Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp angewendet wurde, habe auch in der heutigen Zeit noch ihre Wirksamkeit, wie es von der Kräuterexpertin erläutert wurde: „Die Schulmedizin brauchen wir, mit der Natur unterstützen wir“, so Gampl. „Nur müssen wir wieder lernen, damit umzugehen und uns trauen, es zu verwenden“.

Als sogenannte Modeerscheinung würde sie es nicht bezeichnen, die Kräuter im täglichen Leben wieder mehr zu verwenden, sondern als Wissen, das nicht verloren gehen sollte.

Quelle: rosenheim24.de

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