Kommunalwahlen in Rott am Inn

„Bürger für Rott“ und SPD nominieren Bürgermeisterkandidaten

Rott am Inn - Die „Bürger für Rott“ und die Rotter SPD haben in ihrer Versammlung am 30. September 2019 mit Daniel Wendrock einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020 aufgestellt.

Pressemeldung im Wortlaut:

In seinem Grußwort erläuterte Bürgermeister Schaber (Bürger für Rott) vor den rund dreißig Besuchern im Landgasthof Stechl, dass er aufgrund persönlicher Gründe nicht mehr für eine dritte Amtszeit zur Verfügung steht. Als Bewerber für seine Nachfolge schlug Schaber den Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung Daniel Wendrock vor. Dieser sei bestens mit den laufenden Projekten vertraut und habe aufgrund seiner Qualifikation hervorragende Voraussetzungen zur Leitung einer Kommune. 

Im Anschluss stellte sich Wendrock den Anwesenden vor: Als Diplom-Verwaltungswirt hat er an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Hof studiert. Nach seinem Studium habe er im Amt für Wirtschaft der Stadt Bamberg gearbeitet, wo er intensiv mit den betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen kommunaler Arbeit vertraut wurde. Seit 2008 ist er Geschäftsleiter bei der Verwaltungsgemeinschaft Rott a. Inn. Er unterrichtet außerdem als Lehrbeauftragter an der Hochschule der öffentlichen Verwaltung und an der Bayerischen Verwaltungsschule, weswegen ihm sowohl die Theorie als auch die Praxis kommunaler Arbeit bestens vertraut ist. 

Der 43 jährige Wendrock ist verheiratet und engagiert sich ehrenamtlich in mehreren Vereinen. Er ist leidenschaftlicher Theaterspieler. 

Bürgermeisterkandidat Daniel Wendrock

Mit Blick auf seine knapp zwölf Jahre in Rott stellte Wendrock fest: „Es ist sehr vieles erreicht worden.“ So sei beispielsweise in großem Stil bezahlbares Bauland für junge Familien geschaffen worden, neue Gewerbebetriebe konnten angesiedelt, der Kindergarten gebaut, die Gemeindeverwaltung neu aufgestellt oder die Breitband- und Wasserversorgung umfassend ausgebaut werden. Und bei all dem konnte die Verschuldung sogar noch gesenkt werden. „Das ist sicher nicht alles mein Verdienst, aber in jedem dieser Projekte steckt doch auch meine Arbeit und mein Herzblut und deshalb stehe ich hier“, so Wendrock weiter. „Ich will diesen Ort, der mir an’s Herz gewachsen ist, weiter gut voranbringen“. 

Mit Blick auf seine kommunalpolitischen Ziele stellte Wendrock fest: Zum einen wird es darum gehen das bereits laufende Projekt des Schulneubaus zügig und fachlich fundiert voranzubringen, damit der Schulstandort Rott a. Inn durch eine hervorragende Infrastruktur dauerhaft gesichert bleibt. 

Es müssten aber auch neue und langfristige Akzente in der Rotter Gemeindepolitik gesetzt werden: So müsse beispielsweise die Seniorenpolitik neu aufgestellt werden: 

„Ich glaube, dass sich Kommunalpolitik nicht auf einer Insel abspielt, sondern dass jede Gemeinde individuelle Antworten auf die Herausforderungen der heutigen Gesellschaft geben muss“. Und der demografische Wandel mache nun einmal auch nicht vor Rott a. Inn halt. Die Gemeinde müsse daher die baulichen Grundlagen für altersgerechtes Wohnen schaffen und die Erreichbarkeit des Ortskerns für Senioren müsse - etwa durch einen Seniorenbus - verbessert werden. 

Weiter müssten in Neubaugebieten moderne Baukonzepte gedacht werden um den Flächenverbrauch wirksam zu reduzieren. Schließlich müsse die Gemeinde in Meiling in absehbarer Zeit Sozialen Wohnungsbau realisieren. Er setze, so Wendrock weiter, auch verstärkt aufinterkommunale Zusammenarbeit wie etwa den Anschluss an die Abwasserentsorgung der Stadt Rosenheim, den die Gemeindeverwaltung schon angestoßen habe. 

Die Kinderbetreuung solle durch einen dritten Kindergartenträger am Ort und neue Betreuungskonzepte ausgebaut werden und das Ortsentwicklungskonzept unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger fortgeschrieben werden. Mit Wirtschaft und Vereinen wolle er in einen engen Dialog treten. 

Dass manches Projekt hierbei angesichts der hohen finanziellen Herausforderungen durch den Schulhausneubau unter Finanzierungsvorbehalt steht, gehört für Wendrock aber auch zu einer Politik der Ehrlichkeit. Dennoch seien die Spielräume für eine nachhaltig angelegte Gemeindepolitik vorhanden: 

„Ich will eine soziale, ökologische, mittelstandsfreundliche Gemeindepolitik, die das Leben der Bürgerinnen und Bürger vor Ort sichert und verbessert. Dafür werde ich mich als Erster Bürgermeister mit aller Fachkompetenz einsetzen, sofern mir die Wählerinnen und Wähler am 15. März nächsten Jahres hierzu die Möglichkeit geben.“ 

Die Delegierten der Bürger für Rott und der SPD konnte Wendrock, der als überparteilicher Kandidat antritt, jedenfalls schon einmal überzeugen. Er wurde in geheimer Wahl einstimmig als deren gemeinsamer Bürgermeisterkandidat nominiert.

Die Pressemeldung der Bürger für Rott e.V.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

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