Schon jahrelang Storchenbesuch

Überwintern die Störche heuer in Rott?

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Ein Foto vom Juli 2015. Der Landeanflug eines Storches im Gemeindegebiet
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Rott/Ramerberg - Störche im Gemeindegebiet der beiden Kommunen sind schon seit Jahren keine Seltenheit mehr. Im Jahr 2015 gab es zwei Jungstörche. Doch vor Jahren kam ein Storch durch einen Stromschlag ums Leben. Es wurde nachgebessert.

Aktuell sind keine Störche in Rott zu sehen, aber im nächsten Frühjahr kehren sie hoffentlich zurück! Viele Bürger finden es großartig, dass die Region so viel Besuch von Störchen bekommt. Und das schon seit einigen Jahren.

Ein tolles Bild vom 25. Mai 2015: Störche in Rott und der Umgebung sind seit Jahren keine Seltenheit, doch auch nicht selbstverständlich

Johann Kirschbaum aus Rott hat großes Interesse, den Störchen im Gemeindegebiet zuzuschauen. Ebenso wie viele weitere Bürger freut er sich jedes Jahr, wenn wieder Tiere an gleiche oder neue Neststellen kommen, beispielsweise auf den Turm der Firma ALPMA.

Das Jahr 2015 war zunächst ein sehr Positives, ein Happy End mit zwei Jungstörchen. „Das Wetter war im Mai nicht verregnet, darum wurden die Eier erfolgreich ausgebrühtet“, erinnert sich Kirschbaum. Sie gehören zwischenzeitlich zu Rott, werden nicht gestört und finden ausreichend Nahrung in der Umgebung.

Wie lange ist die Region schon Storchenparadies?

Ein Storchenpaar ist seit Mai/Juni 2010 auf dem Turm der Firma ALPMA, sie hatten bereits mit einigen Ästen begonnen ein Nest zu bauen. 2011 wurde das Nest weitergebaut, auch die Eierbrut wurde begonnen. Am Christi Himmelfahrtstag scheint etwas passiert zu sein, denn es gab nur noch 1 Storch. Johann Kirschbaum fand am Sonntag darauf einen toten Storch am Fuß eines Gittermasten (ca. 100 Meter westlich des Nestes). „Er hatte einen Stromschlag erhalten“, zeigt sich der Rotter Gemeinderat überzeugt.

Nach einer Eingabe bei der Firma EON und nach etwas längerem Schriftverkehr wurden im Frühjahr 2012 ein Aufsitzschutz an Strommasten der näheren Umgebung angebracht und so eine Landung von Störchen auf den Querträgern verhindert.

2012 gab es in Rott mehrere Störche. Ein Paar hatte das Nest bei der Alpma weiter ausgebaut und ca. 5 bis 6 Wochen erfolglos gebrühtet. Es war zu kalt und zu verregnet. 2013 war es ähnlich und ebenfalls ohne Nachwuchs. Angeblich lag mal ein toter Jungvogel am Fuß des Kamins, erzählen sich einige Bürger.

Stolze Entwicklung

„In der Umgebung des Klärwerkes/Wertstoffhof befanden sich gelegentlich bis zu 6 Störchen in den Feldern auf Nahrungssuche. Abends landeten 2, auch mal 3 Störche auf dem Dach des Rathauses sowie der Kirche und übernachteten dort. 2014 gab es einen und 2015 zwei Jungstörche. Zur Zeit sind keine Störche in den Gemeindegebieten Rott/Ramerberg zu sehen, vermutlich kommen sie Mitte April des nächsten Jahres zurück“, glaubt Kirschbaum auf Nachfrage von wasserburg24.de.

Noch gebe es genügend Felder, die regelmäßig bearbeitet würden und es müssen nicht immer Frösche oder andere Wassertiere sein, mit denen die Jungen gefüttert werden, erläutert der Storchenfan. „Die Störche lieben frisch abgeerntete Wiesen und haben auch keine Scheu vor den Maschinen“. Noch mehr zu finden gibt es auf frisch umgepflügten Äckern.

„Es gab dann einen regelrechten Pendelverkehr zwischen Nahrungsquelle und Nest. Das Einzugsgebiet geht von Sendling bis ca. Hochstätt und vom Rotter Forst bis zum Inn. Gelegentlich sogar bis Griesstätt“, weiß Kirschbaum.

Im nächsten Jahr wird er wieder Ausschau halten, ob es ein Wiedersehen mit den Störchen in Rott gibt.

Quelle: rosenheim24.de

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