Schwimmkurse für Asylbewerber?

Mit der Gemeinde zum Seepferdchen-Abzeichen?

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Sollen Kommunen die Kosten für Schwimmkurse für Asylbewerber übernehmen? Geteilte Meinungen.
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Rott - Sollen Kommunen für Schwimmkurse von Asylbewerbern aufkommen? Nach den Todesfällen wird die Dringlichkeit diskutiert. Etliche Bürgermeister wollen sich dafür einsetzen, einer pocht auf Gleichberechtigung.

Der junge Asylbewerber aus Rott, der nach einem Badeunfall am Rotter Ausee in einer Klinik verstorben ist, wurde am Donnerstag beigesetzt, es fand eine Trauerzeremonie statt.

Die Bestattungskosten übernimmt die Gemeinde Rott. "Wir kommen für die Bestattung auf, das gebührt der Anstand", erklärt Bürgermeister Marinus Schaber.

In Rott funktioniere die Integration der Asylbewerber gut, der Helferkreis kümmere sich sehr rührend um die in Rott lebenden Asylbewerber. Die ins Gemeindegebiet gekommenen Menschen aus Kriegsländern integrieren sich und leben gemeinsamen Alltag, betonen viele Bürgerinnen und Bürger. Der gleichen Meinung ist auch der Rathauschef.

Schwimmkurse für Asylbewerber?

In vielen Kommunen wird momentan über Schwimmkurse für Asylbewerber diskutiert. Die Stadt Wasserburg versucht in Gemeinschaftsplanung mit dem Helferkreis des Patenprojekts Asyl Schwimmkurse zu planen, die Stadt und die Stadtwerke organisieren mögliche freie Zeiten für die Bahnen für Schwimmkurse.

Der Helferkreis aus Wasserburg hat sich dem Thema besonders angenommen und potentielle Schwimmlehrer angefragt. Darunter auch ein Sportlehrer der Realschule Wasserburg, der ehrenamtlich diese Schwimmkurse durchführen würde. Ein weiterer Kontakt stehe, der über den Helferkreis Pfaffing laufe.

Es scheint, als wären die Helferkreise beim Thema Schwimmkurse für Asylbewerber gut vernetzt und im Austausch. Die Bürgermeisterin von Haag würde das Haager Schwimmbad samt Schwimmlehrer zur Verfügung stellen, heißt es von Verantwortlichen des Helferkreises. Außerdem hätten die Eiselfinger Helfer und Asylpaten gefragt, ob ihre Asylbewerber mitmachen könnten. Es scheint, als würde die Dringlichkeit von Schwimmkursen für Asylbewerber besonders betont.

Marinus Schaber aus Rott hat dafür Verständnis, dass sich Helferkreise für Schwimmkurse für Asylbewerber einsetzen. Doch der Bürgermeister bittet um Verständnis, dass die Gemeinde sich hier nicht einbringen werde. "Bei uns werden alle gleich behandelt. Es gibt im Gemeindegebiet Rott jede Menge Mitbürger, die nicht schwimmen können und die dann das gleiche Recht hätten, einen Schwimmkurs bezahlt zu bekommen", so Schaber. Einen Schwimmkurs werde man daher für Asylbewerber nicht organisieren und auch nicht finanzieren, erklärt das Gemeindeoberhaupt.

Wenn Sponsoren gefunden würden und der Helferkreis etwas organisieren möchte, könnten Schwimmkurse realisiert werden, doch die Gleichberechtigung für alle Bürger stehe in Rott an oberster Stelle, betont Marinus Schaber.

Quelle: rosenheim24.de

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