Kosten auf rund 17 Millionen Euro gedrückt

So soll beim Neubauprojekt der Rotter Grund- und Mittelschule gespart werden

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So soll sie in etwa aussehen, die neue Grund- und Mittelschule in Rott.
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Rott -  Der Gemeinderat befasste sich am Donnerstag erneut mit den Plänen zum Neubau der Grund- und Mittelschule an der Haager Straße. Die Planer stellten nun Möglichkeiten zur Kosteneinsparung vor. 

18,4 Millionen Euro - die Kostenkalkulation der Planer vom Architekturbüro "Putzhammer und Meier" vom Juli 2019 hat der Gemeinderat so nicht gebilligt. Deshalb wurde nun nach Einsparmöglichkeiten gesucht - allem Anschein nach mit Erfolg. Die Ergebnisse stellte das Büro den Räten in ihrer August-Sitzung vor: 

Einspar-Potential sehen die Planer demnach bei der Container-Übergangslösung: Die Container als Ausweichmöglichkeit für die Schüler sollen zu einem späten Zeitpunkt aufgestellt werden und nur für vier Klassen als alternatives Klassenzimmer dienen, indem die Klassen nach dem ersten Bauabschnitt wieder abgeholt werden. Rund 68.000 Euro können dadurch gespart werden. 

Gehen die Planungen ohne die Versenkung von Lüftungstürmen in die Erdeweiter lassen sich weitere 55.000 Euro sparen. Die beiden Türme mit je einem Durchmesser von 150 Zentimeter werden nun lediglich an der Fassade aufgestellt. 

Auch bei den Erdarbeiten und an der Baugrube kann eine Kostensumme von knapp 100.000 Euro gespart werden. Zudem soll der Garteneingang am Hort für rund 20.000 Euro entfallen. Statt Fliesen soll die Wand nun mit Flure verkleidet werden, was andernfalls mit fast 125.000 Euro zu Buche schlagen würde. Des Weiteren sollen Kleinigkeiten im Bereich Heizung und Sanitär reduziert werden. 

Selbst die Außenanlagen müssen dran glauben: Die Neugestaltung des Tiefhofs sowie die Pflegezufahrt und Lichtgraben Südseite entfallen, die Granitfläche am Vorplatz wird verkleinert. 

Nicht alle Vorschläge gebilligt: 

Um die notwendigen Beschlüsse für das wichtige Millionenprojekt in der rund 4000-Seelen-Gemeinde Rott am Inn über die Bühne zu bringen, hat Bürgermeister Marinus Schaber sogar den Gemeinderat aus dem Sommerurlaub zurückbeordert. Dennoch stießen nicht alle Vorschläge auf Zustimmung bei den Räten, wie Gemeinde-Geschäftsleiter Daniel Wendrock erläutert.  

Dass die Gastroküche in der Mensa wegfallen soll, lehnten die Räte ab: Hier wolle sich der Gemeinderat nicht die Option verbauen, eigenständig für die Schüler zu kochen. In der Diskussion sei unter anderem die Rede davon gewesen, einer Art "Quartiersküche" für Kindergarten und Schulen zu errichten.  

Nicht beschlossen wurde außerdem das Wärmeverbundsystem an der Fassade, da es wartungs- und unterhaltsintensiver sei. Mit in die Planungen aufgenommen aber seien hingegen der Einbau von Kunststofffenstern anstatt Pfosten-Riegel-Fenstern. Die elektrische Schließanlage bleibt erhalten, ebenso wie das Vorhaben, das Passivhaus "light" zu bauen. Ebenfalls nicht auf Zustimmung stieß der Vorschlag, die Lüftungsanlage im Tiefkeller entfallen zu lassen, da hier kaum Minderkosten zur erwarten seien. 

Neuer Gesamtkostenrahmen: 17,5 Millionen Euro

Summa summarum ergibt sich eine Reduzierung der Kosten um rund 1,2 Millionen Euro. Die Gesamtkosten für den Schulhausneubau belaufen sich nun nach dem aktuellen Stand im August auf 17,5 Millionen Euro. "Das ist die Obergrenze, die wir uns leisten können", betont Wendrock abschließend. Mit diesen Planungen werde die Verwaltung nun in die Ausschreibungen gehen. 

Im F rühjahr 2020 soll mit dem ersten Abbruch, in den Sommerferien mit dem Bau begonnen werden. Die Grund- und Mittelschule entsteht in zwei Bauabschnitten. Die Fertigstellung ist auf Ende 2022 angesetzt.

mb

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