Rotter Bürgerversammlung 2017 

Vom fehlenden Feuerwehr-Nachwuchs bis zur Schulsanierung 

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Das Interesse an der RotterBürgerversammlung war groß. Über 250 Bürger folgten den Ausführungen von Bürgermeister Marinus Schaber. 
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Rott - Wohnraum für anerkannte Asylbewerber, Sanierungsarbeiten bei der Grund- und Mittelschule, fehlender Nachwuchs bei der Feuerwehr - Die Themen der Bürgerversammlung 2017: 

Der Saal im Landgasthof Stechl war bei der Bürgerversammlung bis auf den letzten Platz besetzt: Über 250 Rotter Bürger aller Alterlklassen folgten am 9. November Bürgermeister Marinus Schabers Aus- und Rückblick über die Gemeinde. Obwohl das Thema der Discounter-Frage in Meiling-Süd vorherrschend war, gab es noch weitere Punkte, die angesprochen wurden. Die Ausführungen Schabers im Überblick:

Fakten & Zahlen:

  • Die aktuelle Einwohnerzahl von 4.035 stelle laut Schaber "ein gesundes Wachstum" dar.
  • Einnahmen z.B. Einkommensteuerbeteilugung: 2.174.200 Euro, Ausgaben z.B. Kreisumlage 1.961.500 Euro
  • Gewerbesteuer: 2.328.500 bei 119 gewerbesteuerpflichtigen Betrieben in Rott
  • Polizeibericht: Straftaten pro 1.000 Einwohner: 20 in Rott, darunter der Doppelmord im Februar 2017. Der Februar sei laut dem Bürgermeister damit ein "sehr trauriger Monat" gewesen. "Solche Schlagzeilen wünscht sich niemand." Die Zahl der Verkehrsunfälle belief sich 2017 auf 99, was Schaber mit der nahen Lage zur B15 erklärte. 
  • Grund- und Mittelschule: 17 Klassen, 345 Schüler, 33 Lehrkräfte. 226 Schüler sind Rotter, 66 Ramerberger und 49 Griesstätter. 
  • 54 Kinder besuchen den Katholischen Kindergarten, 98 Kinder den Gemeindekindergarten.
  • In Rott leben 56 Asylbewerber. 42 sind bereits anerkannt. Schaber verwies in dem Zusammenhang darauf, dass die anerkannten Asylbewerber Wohnraum benötigen würden. Wer von Unterkünften oder Vermietungen Kenntnis habe, möge sich bitte bei der Suche beteiligen und unterstützen.  

Baumaßnahmen & Ereignisse:

  • Schulsanierung: Die Mittel- und Grundschule an der Haager Straße wird für 10,35 Millionen Euro teils neugebaut und im bleibenden Bestand saniert. Die Fördersumme beträgt 4,5 Millionen Euro. Laut Schaber werden die Bauarbeiten von Juli 2018 bis zur voraussichtlichen Fertigstellung 2020/2021 bei laufendem Schulbetrieb erfolgen. Dafür werden drei bis sechs Containerklassenräumen als Ausweichmöglichkeit dienen. Ebenfalls eingeplant sei die Umsiedlung der Mehlschwalben, die es sich in den Klassenräumen gemütlich gemacht haben. 
  • Im Juli 2017 hat Betreiber Martin Gruber den REWE-Markt im Zentrum eröffnet.
  • Die Firma Almpa feierte im September 2017 sein 20-jähriges Bestehen mit einem Firmenfest. Am Tag der offenen Tür waren 5.000 Besucher zu Gast bei Alpma. Die Firma plant außerdem eine Erweiterung ihres Betriebs. Der "Alpma-Turm", der seit Jahren schon das Zuhause zweier Störche ist, soll natürlich erhalten bleiben. Die Rotter Störche gehören laut Schaber einfach zum Gemeindebild. 
  • Die Gesamtkosten für den Breitbandausbau belaufen sich auf rund 400.000 Euro. Außerorts seien 990 Haushalte laut Schaber an das Breitbandnetz angeschlossen. Das Bayerische Höfeprogramm ermögliche den weiteren Anschluss aller übrigen Haushalte.
  • Vandalismus und Grafittischmierereien unter anderem am Kaisergarten und auf Spielplätzen wurde Einhalt geboten.
  • Der Leitenweg und der Eschenweg wurden ausgebaut.
  • Radweg Au-Maierbach ist in Planung. Richtung Lehen ensteht unter dem Radweg eine Wasserversorgungsleitung. 
  • Die Buslinie Grafing-Aßling kommt probeweise für zwei Jahre.
  • Die Zusteigemöglichkeiten am Bahnhof werden verlegt. Es ensteht ein Busbahnhof sowie "Park & Ride"-Parkplätze. 
  • Der Parkplatz am Landgasthof Stechl wird ebenfalls provisorisch vergrößert. 
  • Für die rund 40 Jahre alte Kläranlage ist ein Neubau in Planung.
  • Im Keller der Gemeinde betreiben die jungen Rotter offene Jugendarbeit, pro Öffnungszeiten und je nach Saison variieren die Besucherzahlen zwischen fünf und 25.
  • Das Rotter Bierfest als fünfte Jahreszeit sei laut Schaber Jahr für Jahr beliebter Anlaufpunkt auch für Bürger der Nachbargemeinden. 
  • An Maria Himmelfahrt besuchte Kardinal Marx die Gemeinde Rott.
  • Die Feuerwehr Rott mit 94 aktiven und 681 passiven Mitgliedern ist dringend auf der Suche nach Nachwuchs. Besonders der "First-Responder-Dienst" müsse aufgestockt werden, um den Dienst der ersten Hilfe aufrecht erhalten zu können. 2017 waren es 71 First-Responder-Einsätze, laut Schaber eine Zahl, die deutlich mache, wie wichtig der Erhalt sei. Dass die ehrenamtliche Feuerwehrtätigkeit auch für Frauen attraktiv ist, bewiesen 14 der 19 aktiven weiblichen Feuerwehrlerinnen mit einem kreativ inszenierten Auftritt beim Rotter Faschingsball 2017. Während der Bürgerversammlung sprach sich bereits ein Bürger dafür aus, bei den "First-Respondern" mitmachen zu wollen. 
mb

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