Geregeltes Ende nach langem Streit

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Ein Einfamilien- und ein Mehrfamilienhaus sollen am Kirchweg entstehen, die Parkplätze und der Fußweg bleiben erhalten.

Rott - Der neue Bebauungsplan "am Kirchweg" wird öffentlich ausgelegt. Wie schon im April letzten Jahres besprochen, legte Architekt Ludwig Labonte aus Rosenheim jetzt dem Gemeinderat den Bebauungsplan am Kirchweg vor.

Derzeit läuft noch eine Normenkontrollklage von Max Zangerl senior gegen den bestehen Bebauungsplan, der im Jahr 2005 aufgestellt und 2006 rechtskräftig wurde.

In der Sitzung vom November 2009 wies Labonte auf die Fehler entsprechend der Prüfung durch die Anwaltskanzlei Roithmeier und Döring des gültigen Bebauungsplanes Nummer 18 hin. So wurden im Bebauungsplan private Grünflächen als Festsetzungen aufgenommen, jedoch sollten diese lediglich in den Hinweisen verankert sein. Des Weiteren wurde durch Verschiebung des Grundstücks an der Westfront an dieser Stelle eine offene Bauweise vorausgesetzt. Die Realität zeigt allerdings, dass eine zusammenhängende Baulänge von 52 Meter besteht. Die Bezeichnung "offene Bauweise" müsste daher geändert werden. Einstimmig beschloss der Gemeinderat damals, die Unrichtigkeiten im rechtskräftigen Bebauungsplan zu beheben.

Labonte stellte nun in der letzten Gemeinderatssitzung den neuen Bebauungsplan im Gemeinderat vor. In dem möchte Max Zangerl anstelle des Gebäudes, das früher die DIMA beherbergte, ein von der Bauart ähnliches Gebäude wie das Betreute Wohnen für acht bis zehn Wohnungen errichten. Die Wandhöhe wird um 42 Zentimeter höher als der Bau des Betreuten Wohnens sein. Zudem soll im Westen der Parkplätze ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung entstehen.

Zangerl kam der Gemeinde insoweit entgegen, indem er auf ein drittes Bauvorhaben verzichtet und so die Parkplätze für das Betreute Wohnen erhalten werden. Weitere Parkplätze sind für den Eigentümer vorgesehen und zusätzliche sind weitere Stellflächen östlich des Gebäudes geplant. Auch das Gehrecht für den Fußweg zur Bahnhofsstraße hat Zangerl unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Der Weg soll jedoch zukünftig zwischen den Parkplatzreihen liegen. Bis jetzt verläuft er nördlich der Parkreihen, womit er den Neubau behindert. Dies wurde in einem städtebaulichen Vertrag fixiert. Zudem wolle Zangerl die Normenkontrollklage zurückziehen, hieß es.

Einige Gemeinderäte kritisierten die Wandhöhe und meinten, dass acht Meter für ein Gebäude reichen müssten, während andere die künftige lockere Bebauung und den Erhalt der Parkplätze begrüßten. Befürchtet wurde die Verkehrsgefährdung der Schulkinder zwischen den Parkplätzen. Letztendlich wurde dem neuen Bebauungsplan Nummer 18 mit zehn zu fünf Stimmen zugestimmt.

Nun liegt der neue Bebauungsplan vier Wochen in der Verwaltung aus und auch die Träger öffentlicher Belange haben die Gelegenheit, Stellung zu nehmen.

hri/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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