Wurde er grundlos angegriffen?

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Ein Pfaffenhofener soll während seiner Arbeit in einer Rotter Firma angegriffen worden sein.
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Rott/Rosenheim – Schmerzensgeld fordert ein Mann vor dem Amtsgericht Rosenheim, der während seiner Arbeit in einer Firma grundlos angegriffen worden sein soll:

Als wäre es gestern passiert, erzählt ein 52-Jähriger aus Pfaffenhofen was ihm am 18. September letzten Jahres widerfahren ist. An diesem Tag soll der gelernte Schlosser in Vertretung für einen Kollegen als Staplerfahrer zur Arbeit in eine Rotter Firma gegangen sein. Diesen Tag sollte er nicht unverletzt überstehen.

Während seiner Arbeit habe der 52-Jährige, seinen Aussagen nach in einem normalen Ton, eine Kollegin gebeten Paletten wegzufahren. Diese Bitte führte jedoch zu einem handfesten Streit zwischen dem 52-Jährigen und dem Mann der Kollegin: „Sie hat sich nach meiner Bitte recht aufgmandelt und dann auch offenbar ihren Mann angerufen, der als Hausmeister für die Firma arbeitet“, erzählt der Mann aus Pfaffenhofen. Dieser soll dann sogleich erschienen und unvermittelt auf den Schlosser losgegangen sein.

"Gewürgt" und den "Finger gebrochen":

Wie der 52-Jährige weiter erzählt, habe der Mann ihn „gewürgt“ und ihm „den Finger gebrochen“. Dafür gebe es laut Klageschrift auch einen Zeugen: Der Produktionsleiter will beobachtet haben, wie der vermeintliche Täter dem 52-Jährigen „an die Gurgel gesprungen ist“. Außerdem soll der Zeuge den aufgebrachten Hausmeister von dem Pfaffenhofener weggezogen haben.

Nach dem Vorfall, erzählt das Opfer, habe er sofort die Polizei in Wasserburg aufgesucht und Anzeige erstattet. Bis jetzt sei der kleine Finger an der linken Hand geschädigt und er leide an posttraumatischen Zuständen. „Mir graut´s jeden Tag wenn ich in die Arbeit geh´“, so der Pfaffenhofener. Vor allem, weil der vermeintliche Täter noch in der Firma angestellt sein soll und er ihm regelmäßig begegne. „Was mach ich wenn er mich wieder angreift?“, schießt es ihm regelmäßig durch den Kopf. Dies raube ihm auch den Schlaf, sodass er des Öfteren zu Schlaftabletten greife.

Anklage wegen Schmerzensgeld:

Zu einer Anklage gegen den Beschuldigten kam es trotz der Vorwürfe nicht sofort. Wie der Anwalt des 52-Jährigen, Peter Dürr, erklärt, habe sich die Staatsanwaltschaft beim Landgericht in Traunstein nicht gezwungen gesehen, eine strafrechtliche Anklage zu erheben. „Der Vorfall wird komplett unterschiedlich geschildert“, so Dürr. So etwas sei immer problematisch. Jedoch habe es bereits ein Täter-Opfer-Ausgleichsgespräch mit der Diakonie gegeben, was allerdings ebenfalls gescheitert sein soll. Nun soll es auf privatrechtlichem Weg weitergehen. Mit einer Schmerzensgeldklage, die bereits beim Amtsgericht in Rosenheim eingereicht wurde, werden von dem vermeintlichen Täter 2500 Euro Schmerzensgeld gefordert.

Quelle: rosenheim24.de

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