Ein Rückblick auf die zweite Jahreshälfte

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Endgültig Vergangenheit: Der Stadtrat beschließt die Entwidmung der Bahnstrecke in die Altstadt.

Wasserburg - Die folgenreiche Entscheidung zur Altstadtbahn, das Fletzinger-Projekt und der Burghof: Diskussionsstoff gab es im zweiten Halbjahr 2011 in Wasserburg genug.

Juli

Zum ersten Mal gibt es einen offiziellen Empfang für Neubürger im Rathaus. Etwa 800 Zuzüge melden sich jedes Jahr in Wasserburg an, rund zehn Prozent davon kommen persönlich ins Rathaus, werden vom Bürgermeister begrüßt und umfassend informiert - Wiederholung 2012 schon beschlossen.

Razel B. wurde im Dezember 2010 tot in ihrer Wohnung in Albaching gefunden.

Zwölf Jahre muss ein Rentner (69) hinter Gitter, der in Albaching seine Frau (36), die von den Phillipinen stammte, ermordet hatte.

Noch sind die Besuche in der Wasserburger Partnerstadt Cugir eher selten. Die Fußballer des TSV 1880 machen den ersten mit sportlichem Hintergrund, verlieren das Spiel aber gewinnen neue Freunde.

Am Luitpold-Gymnasium kommen 220 theaterbegeisterte Gymnasiasten aus ganz Bayern zu den Schultheatertagen zusammen.

Zehn Jahre nach seiner Primiz in Wasserburg verabschiedet sich Dr. Thomas Brei Richtung Afrika. Er arbeitet in einem Missionskrankenhaus in Tansania als Arzt und Seelsorger, nachdem er sein Medizinstudium abgeschlossen hat.

Entscheidung mit Langzeitfolgen: Der Stadtrat entscheidet sich mit 18:7 Stimmen dagegen, die Bahnstrecke von Reitmehring in die Wasserburger Altstadt zu reaktivieren. Die Gründe liegen in den hohen Kosten, dem laut Gutachten geringen Fahrgastpotenzial, der ungünstigen Anbindung an den Stundentakt der weiterführenden Bahnstrecken, in der klar vorgetragenen Erwartung der Molkerei Meggle und darin, dass der Stadtbus trotzdem unverändert fahren müsste. Die Bahn-Befürworter argumentieren mit der Zukunft: Die einzige Alternative zur Straße in die Altstadt dürfe man nicht ohne Not aufgeben, die Entscheidung dagegen nutze nur der Firma Meggle.

Der AK 68 eröffnet seine Große Kunstausstellung diesmal eine Woche früher. Der "Balanceman" vor dem Rathaus gefällt den Wasserburgern, die ihn in "roten Michel" umtaufen.

August

Lukas Maier stirbt mit 91 Jahren. Der Wasserburger Schriftsteller war zum 90. Geburtstag zum Ehrenbürger ernannt worden.

Das Verwaltungsgericht entscheidet im Streit um die Fotovoltaikanlage auf einem Dach in der Altstadt. Sie muss abgebaut werden, im Zweifel gehe der Denkmalschutz vor.

Der Wasserburger Klaviersommer wird immer größer, diesmal mit einem Festkonzert in Gabersee und einem eigenen "Kinder-Klaviersommer".

Erstmals werden Pläne für einen großen Klinik-Neubau in Gabersee bekannt. Das Inn-Salzach-Klinikum und das Romed-Klinikum strengen Vorüberlegungen an, den Ersatzbau für die allmählich überalterte Kreisklinik mit einem Psychiatrie-Neubau zu verbinden.

September

Die Streetwork, im Fachjargon "aufsuchende Jugendarbeit" genannt, in Wasserburg wird eingestellt. Es gebe keinen Bedarf mehr.

Das Altenheim auf der Burg eröffnet die Erweiterung im Gebäude Burg 11. Alle elf zusätzlichen Plätze sind sofort belegt.

Das Attler Herbstfest unter der Schirmherrschaft der Wasserburger Basketballerinnen endet bei Superwetter rekordverdächtig.

Im neuen Schuljahr besuchen täglich rund 5000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene den Unterricht in Wasserburg - wenn alle Fachschulen mit eingerechnet werden.

Der neue Bundesfreiwilligendienst findet auch bei den Wasserburger Einsatzstellen mehr Interesse als erwartet.

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Jahresrückblick: So war das erste Halbjahr

In der Realschule folgt Markus Hösl-Liebig als Leiter auf Johann Grundner. An der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, fachbereich Sozialverwaltung, wird Heribert Huber nach elf Jahren als Rektor verabschiedet, Nachfolger ist Rainer Schmid.

Die "InnTerschau" in der Fit&Fun-Halle, Nachfolger der Präsenta, kommt gut an und soll 2013 wiederholt werden.

InnTerSchau-Messe startet in Wasserburg

Und wieder ein Rekord: "Wasserburg leuchtet" 2011.

"Wasserburg leuchtet" meldet einen neuen Rekordbesuch.

Wasserburg leuchtet - Teil 1

Oktober

Der Stadtrat macht einen ersten Schritt zum Bau eines neuen Depots für das städtische Museum.

Das Caritas-Altenheim St. Konrad wird 40 Jahre alt.

Weiterer Schritt Richtung Schließung des Amtsgerichtes: Es gibt in Wasserburg kein festes Personal mehr, in dem Gebäude am Marienplatz wird nur mehr an zwei Tagen verhandelt.

Das Inn-Salzach-Klinikum Gabersee nimmt eines der größten Biomasse-Heizkraftwerke der Region in Betrieb. Jährlich werden voraussichtlich rund 11 000 Kubikmeter Hackschnitzel aus den Wäldern der Region verheizt.

November

Der Stadtrat beschließt einen Familienpass, mit dem ab 1. Januar auch Familien im mittleren Einkommenssegment Zuschüsse und Ermäßigungen bekommen.

Die Firma KSS, Nachfolger von Quest, präsentiert die Pläne für die künftige Nutzung des Fletzinger-Areals. Das Hotel soll zum Frühstücks-Hotel werden, ein neues Wohngebäude an der Fletzingergasse entsteht, der Biergarten muss verlegt werden. Der Bauausschuss stimmt grundsätzlich zu.

Im Innenhof der Burg wird der alte Asphalt entfernt. Der Plan des Staatlichen Bauamtes, einfach wieder neu zu asphaltieren, sorgt für Empörung. Schließlich wird eine Pflasterung zugesagt.

Die Pläne für die Bundesstraße 304 in Reitmehring kommen wieder ins Wanken: Der Kurztunnel nach der Brücke über die Bahn sei zu teuer, so der Bundesrechnungshof. Nun wird auf Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gehofft.

Dezember

Das Mehrgenerationenhaus in der Burgau erhält eine neue Förderzusage vom Bundesministerium für Familien: Bis Ende 2014 fließen jährlich 30 000 Euro, dazu kommen 10 000 Euro zusätzlich zu den Sachleistungen von der Stadt.

In Wasserburg wird ein zentrales Streusalzlager für die Region Südostoberbayern eröffnet: im ehemaligen Fertigungsgebäude von Wacker.

Langer Wunsch erfüllt: der zentrale Busbahnhof.

Der neue zentrale Busbahnhof für Wasserburg wird eröffnet und damit gleichzeitig die Umgestaltung des Bahnhofsareals abgeschlossen. Kostenpunkt einschließlich der Verlegung eines Hauptkanals: drei Millionen Euro.

Die Kanalstrecke von Attel zur Stadt mit Anschluss der daran liegenden Weiler geht in Betrieb. Kostenpunkt: drei Millionen Euro.

Der Statrat beschließt, einen eigenen Manager für den Klimaschutz einzustellen und unterstreicht damit das Anliegen des Energiedialogs Wasserburg 2050.

Der Verein "Wunschbaum" erfüllt zum Weihnachtsfest 120 Kinderwünsche aus einkommensschwachen Familien.

koe/Wasserburger-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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