Saisonale Grippe steht vor der Tür

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Wasserburg - Durch die "Schweinegrippe"-Pandemie gerät die gewöhnliche Grippe in Vergessenheit - obwohl sie viel gefährlicher sein kann.

Während es in Deutschland bisher nur einen Todesfall gab, der im Zusammenhang mit einer Infektion durch den H1N1-Virus steht, sterben jährlich Tausende Bundesbürger an den Folgen einer "saisonalen Influenza", also der jährlich wiederkehrenden Grippewelle in den Wintermonaten.

"Viele dieser Todesfälle könnten verhindert werden, steht doch jedes Jahr ein neu entwickelter und gut verträglicher Impfstoff gegen die normale Grippe in ausreichender Menge zur Verfügung", erklärt Prof. Dr. Horst Wilms, Bundesarzt der Johanniter. "Der Zeitpunkt, sich impfen zu lassen, ist im Oktober besonders günstig, weil der Organismus noch nicht so häufig gegen Schnupfen ankämpfen muss wie im Winter. Er kommt deshalb besser mit den abgeschwächten Viren des Impfstoffs zurecht", so Wilms.

Etwa zwei Wochen nach der Impfung hat sich der vollständige Schutz gegen die erwarteten Grippeviren aufgebaut. Danach verringert sich die Gefahr einer Ansteckung mit der saisonalen Influenza um bis zu 70 Prozent, eine Grippe-Erkrankung mit Todesfolge sogar um 90 Prozent.

"Besonders über 60-Jährige und Menschen mit chronischen Erkrankungen und solche mit einer Abwehrschwäche sollten sich impfen lassen. Sehr empfehlenswert ist dies ebenso für alle, die im medizinischen Bereich tätig sind", rät Professor Wilms. Auch wer mit vielen Menschen Kontakt hat - wie in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Job - sollte sich bei seinem Hausarzt kostenlos die Spritze geben lassen. Für Allergiker ist eine Impfung nur dann bedenklich, wenn sie unter einer Hühnereiweiß-Allergie leiden. Denn zur Impfherstellung werden befruchtete Hühnereier verwendet.

Bei Kindern gilt es zu differenzieren: "Für normal entwickelte Kinder ist die Impfung kein Muss", sagt der Bundesarzt der Johanniter. Zwar erkranken Kinder im Kindergarten- und Vorschulalter häufig an Erkältungen und Infektionen. Aber das noch nicht voll ausgereifte Immunsystem der Kinder muss auch trainiert werden. Anders sieht es bei Kindern aus, die ein Grundleiden haben und damit stärker gefährdet sind. "Für diese Kinder ist der Grippeschutz sehr wichtig."

Da das Virus sich ständig verändert, empfehlen die Johanniter, die Schutzimpfung jedes Jahr im Herbst zu wiederholen.

Pressemitteilung Johanniter Unfall-Hilfe e.V.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © J. Müllek/Johanniter

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