Große Teilnahme an Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Pfaffenhofen

Bürgermeister Holzmeier: "Wir trauern an diesem Tag gemeinsam"

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Bürgermeister Holzmeier (l.) und Pfarrer Holzner (r.) im Kreise der Ministranten.

Schechen - Die Gedenkfeier der Gemeinde Schechen zum Volkstrauertag fand dieses Jahr am Kriegerdenkmal in Pfaffenhofen statt. Bürgermeister Holzmeier erinnerte in seiner Rede an die Opfer von Krieg und Verbrechen.

Die offizielle Gedenkfeier der Gemeinde Schechen am Vorabend des Volkstrauertages am 19. November fand heuer am Kriegerdenkmal in Pfaffenhofen statt. Pfarrer Herbert Holzner bezog sich für den Pfarrverband Pfaffenhofen während des Vorabendgottesdienstes in seiner Predigt ebenfalls auf diesen Anlass und mahnte dazu, die Schöpfung zu erhalten und aus der Geschichte zu lernen. 

"Dieser Tag ist der Erinnerung von Opfern gewidmet"

Bürgermeister Hans Holzmeier ging in seiner berührenden Ansprache vor einer außergewöhnlich großen Anzahl teilnehmender Bürger auf die Aktualität und Berechtigung des Volkstrauertages 2017 ein. „Dieser Tag ist der Erinnerung von Opfern – Männer, Frauen und Kinder aller Völker – gewidmet, die in Kriegen, durch Terror und Gewalt ihr Leben lassen mussten“, so das Gemeindeoberhaupt, „wir trauern an diesem Tag gemeinsam, weil es uns alle daran erinnern soll, wie kostbar Demokratie und Menschenrechte sowie Frieden und Verständigung in Europa und auf der ganzen Welt sind“. Er erinnerte auch daran, dass Ende 2016 weltweit 65 Millionen Menschen, die Hälfte davon Kinder, auf der Flucht waren – die höchste Zahl, die jemals von der UNO-Flüchtlingshilfe verzeichnet wurde.

Aufarbeitung der Geschichte von großer Bedeutung

Holzmeier weiter: „Am Volkstrauertag denken wir auch ganz speziell an die vielen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Heuer wurde immerhin 72 Jahre nach Ende des NS-Regimes erstmals im Deutschen Bundestag der Opfer der Euthanasie gedacht. Diese Ausgrenzungen, Einweisungen, Versuche an Menschen und Tötung Hunderttausender fanden mitten in Deutschland statt.“ 

Die Aufklärung und Aufarbeitung dieser Vergangenheit sei gerade in der Gegenwart von großer Bedeutung, um Vergleichbares in der Zukunft zu verhüten. Er erinnerte an den Artikel 1 des Grundgesetzes, wonach „Die Würde des Menschen unantastbar ist; sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt!“ Diese Verpflichtung gelte jetzt ebenso wie in der Vergangenheit.

Frieden, der nicht selbstverständlich ist

Der Bürgermeister zitierte auch Teile einer Ansprache des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Kohl, wonach zwischen den Völkern und Staaten Westeuropas gesicherter Friede herrsche. Ein Friede, der sein Fundament tief in den Herzen der Bürger Europas habe. Dadurch seien Krieg, Gewalt und Drohung mit Gewalt zwischen den freien Staaten Europas undenkbar und politisch unmöglich geworden. 

Holzmeier weiter: „Der Volkstrauertag erinnert uns: Friede ist nicht selbstverständlich; er ist nicht nur Auftrag an die staatliche Politik. Friede fängt bei uns selbst an, in den Familien, in der Nachbarschaft und der Gemeinde“. Zum Abschluss der Gedenkfeier dankte er Pfarrer Herbert Holzner, der Hochstätter Musi und den Fahnenabordnungen der Feuerwehr und Vereinen für die würdevolle Gestaltung und den Mitbürgern für die zahlreiche Teilnahme.

Pressemeldung Gemeinde Schechen/Pfaffenhofen

Quelle: rosenheim24.de

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