Schlüssel für die Berufswelt erhalten

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Eine extra Auszeichnung erhielten vier Schülerinnen für ihre guten Noten im hauswirtschaftlichen Bereich: Astrid Schmidbauer (Note 1), Emilia Dell (Note 1) und Diana Schmidbauer (Note 2) aus der Praxisklasse sowie Daniela Uschold mit dem Superergebnis von 160 Punkten - genausoviele sind möglich - beim Quali.

Wasserburg - "Schule ist geglückt, wenn der Übergang in die Berufswelt geschafft ist", diesen Leitspruch hat die Hauptschule Wasserburg auch in diesem Schuljahr wieder erfüllt.

Von den 68 Schülerinnen und Schülern der Regel- und Praxisklassen, die heuer ihren Hauptschulabschluss gemacht haben, sind alle mit einer Ausbildungsstelle oder einem Schulplatz versorgt.

Bei der Entlassfeier zeigte sich die Schulleitung "sehr zufrieden mit den erzielten Ergebnissen". 54 Schüler schafften den Quali, die besten waren Sarah Brezina mit 2,1 und Florian Knoll mit 2,2.

Für ihr herausragendes Ergebnis im hauswirtschaftlichen Bereich wurde Daniela Uschold aus der 9b geehrt. Sie erreichte 160 der 160 möglichen Punkte.

Auch zwei Schüler der Praxis-Klasse erreichten hier gute Ergebnisse, Astrid und Diana Schmidbauer schafften eine 1 und eine 2, Emilia Dell eine 1.

"Die Schule hat versucht, passende Schlüssel weiterzugeben, die in der Berufswelt sperren", sagte Rektor Franz Stein. Nun sei jedoch der Einzelne dafür verantwortlich, welche Türen er damit privat und beruflich aufschließe, zu was er sich entschließe und welche Türen er zuschließe. Die Zeiten auf dem Arbeitsmarkt seien schon einmal schlechter gewesen. Damit sei der Übergang in die Berufswelt geschafft, Lehrer und Schüler hätten dazu beigetragen, dass dieser Schritt gelungen sei.

Stein dankte dem Kollegium und dem Netzwerk Schule für ihr Engagement und den Schülern für ihr Durchhalten. Dritter Bürgermeister Otto Zwiefelhofer überbrachte die Glückwünsche der Stadt Wasserburg. Trotz der unterschiedlichen Zeugnisse, der unterschiedlichen Schüler und unterschiedlicher Gefühle, gebe es eine gemeinsame Feier. Die Schulgemeinschaft sei im Laufe der Jahre gewachsen und Schüler und Lehrer seien sich auf Augenhöhe begegnet. Die Hauptschule Wasserburg habe sich mittlerweile einen sehr guten Ruf erarbeitet und nicht nur Lernstoff vermittelt. Nun sei es an den Schülern, sich selbst weiterzuentwickeln.

Für die umliegenden Gemeinden überbrachte Bürgermeister Karl Fischberger die Glückwünsche. Mit dem Schulabschluss falle auch den Eltern ein Stein vom Herzen, sagte Soyens Bürgermeister. "Abschließen, entschließen, aufschließen" sei ein Superthema. Denn mit dem Schulabschluss sei das Thema "Lernen" noch lang nicht abgeschlossen, vielmehr müssten sich die Schüler auf einen lebenslangen Lernprozess einstellen. Mit der Berufswahl sei ein Entschluss bereits erfolgt und mit der Lust Neues kennenzulernen, könnten neue Wege aufgeschlossen werden. Damit könne man aber auch nach vorne aufschließen und damit vorhandene Lücken zu denen schließen, die vielleicht momentan noch besser seien.

Elternbeiratsvorsitzender Peter Riedl wollte aus Sicht der Eltern danke sagen. Die Klassenleiter, die vielleicht mal schlecht geschlafen hätten, könne er beruhigen. Den Eltern sei es ähnlich ergangen, doch am Ende habe alles gepasst. Die Schüler seien Autoren, Verleger und Herausgeber ihres Buches "Mein Weg" und hätten nun ein Kapitel vollendet, dem noch viele weitere, schönere und weniger schöne folgen würden. Und es würden auch immer Co-Autoren mitschreiben, gab der Elternvertreter zu bedenken.

Die Vorsitzende des Fördervereins, Ruth Wosnitzka, wünschte den Schülern, dass sich ihnen noch viele Schlösser auf dem Weg zu einem erfüllten Leben öffneten.

Mit dem Kanon "Viel Glück und viel Segen" überbrachte die Flötengruppe der 5. Klasse unter der Leitung von Barbara Kunze ihre guten Wünsche und Melanie Häusler und Daniel Brunnlechner gaben mit einem lustigen Sketch einen Einblick in die drei "Bs" (Brotzeitholen, Bause machen, Bier trinken) des Berufslebens.

Umrahmt wurde die Feier gekonnt von der Schulband unter der Leitung von Andreas Bieniek. Nach der Zeugnisübergabe verabschiedeten sich die Schüler mit einem gemeinsamen Abschlusslied "Jenseits der Schule - muss die Freiheit wohl grenzenlos sein..."

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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